Eine herausragende Idee
Hätte die Welt nicht die herausragende Idee, dass Leiden einen größeren Teil des Lebens darstelle, würdest du dann derart eng mit dem Leiden vertraut sein?
Sofern das Konzept des Leidens nicht existierte, würde dann das Leiden derart weit hinausgeschleudert? Sofern das Leiden im Gemüt des Menschen nicht geweiht worden wäre, wo würde es existieren? Kann Leiden aus sich selbst heraus existieren?
Leiden stellt ein Gewicht auf dir dar. Du leidest vielleicht in diesem Augenblick, oder du bist soeben mit einer Strähne von ihm fertig geworden, oder du verstrebst dich bis zum nächsten Anfall.
Du glaubst nicht an die Möglichkeit des Lebens auf der Erde ohne Leiden. Du glaubst vielleicht, dass Leiden dann und wann eine Verschnaufpause nimmt, aber du glaubst fest an seine Macht. Es ist unumgehbar, sagst du.
Der Tod des Körpers ist unvermeidlich, und du bindest das an das Leiden, und deswegen glaubst du, dass Leiden unumgehbar sei. Du siehst dich als ein praktisches Wesen. Wie praktisch ist es wirklich, zu leiden? Was verwandelt Leiden? Wieso sollte es irgendjemand wählen mögen? Wer sagte, dass es an das Leben gebunden zu sein habe? Du sagst, du willst das Leiden nicht. Du sagst, es sei dir untergeschoben. Doch wo könnte es existieren, außer in deinem Denken? Leiden ist etwas, was angenommen werden muss. Nicht etwas, wofür du geboren oder mit dem du geboren bist.
Leiden ist ein Geisteszustand. Wer ist verantwortlich für deinen Geisteszustand? Wer hat die Autorität über ihn? Ich weiß, du denkst, Wohlbefinden und Leiden seien Gegebenheiten außerhalb von dir, und du seist ihr Pfand. Bestimmt sieht es für dich so aus. Allerdings, insofern als dir die Dinge auf die eine Weise zu sein scheinen, können sie dir dann nicht auf eine andere Weise zu sein scheinen?
Leiden ist kein Vorfall, der passiert. Leiden ist dort, wo du den Vorfall auf Lager nimmst.
Du verpackst Ereignisse des Lebens. Du wickelst sie so oder so ein. Du legst sie in die Kühlbox oder in das Backrohr, oder du legst sie als ein Zentralstück obenan auf den Tisch. Du machst bestimmte Ereignisse zum Zentralstück deines Lebens. Wer bringt dich dazu, das zu machen? Was an Förderlichem gibt dir das Leiden? Sofern du Schmerzen hast, musst du zudem leiden? Entlaste dich vom Leiden. Du hast an es nicht gebunden zu sein.
Ich stimme dir zu, es gibt zu viel Leiden in der Welt. Wo Wir nicht einer Meinung sind, ist, dass Ich sage, ihr habt es nicht zu haben, und du sagst, ihr müsst es haben.
Wenn ihr einen Apfel schneidet und ihr schneidet euch in den Finger, dann denkt ihr nicht, dass ihr zu leiden habt. Ihr beklagt nicht euren Schnitt. Ihr denkt nicht viel darüber nach. Ihr wisst sehr wohl, dass es heilen wird. Ihr teilt Wunden in größere und kleinere ein, und verortet das Leiden dementsprechend. Vielleicht könnt ihr es anders anordnen.
Zur selben Zeit, wie ihr im Leben erwartet zu leiden, seid ihr verblüfft, wann etwas, was ihr nicht möchtet, euch befällt. Ihr schimpft und schlagt deswegen um euch. Ihr stampft mit dem Fuß auf. Ihr protestiert. "Wie konnte Gott das tun! Und wie konnte das Gott mir tun?", schreit euer Herz.
Es ist unvermeidlich, dass ihr von allem und jedem geheilt werdet, was euch signalisierte, zu leiden. Die schiere Zeitweiligkeit des Lebens auf der Erde in einem Körper erweist das.
Sofern du zurzeit nicht glaubst, dass du das Leiden aus deinem Leben entfernen kannst, ist es dann möglich, dass du bejahen kannst, seinen Aufenthalt kürzer machen zu können? Sofern du zurzeit Leiden nicht abschaffen kannst, kannst du vielleicht weniger von ihm abhängig sein?
Die Tatsache, dass es für die Wahrheit von dir unmöglich ist, zu leiden, überreicht dir einen kleinen Trost, Ich weiß, aber lasse, so gut du dazu in der Lage bist, das Leiden los. Verankere stattdessen die Liebe.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/eine-herausragende-idee.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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