Freiheit und Christus
Gott redete …
Ihr alle sagt, ihr wollt Freiheit, und dennoch heftet ihr euch unablässig an das, was um euch ist.
Um frei zu sein, habt ihr eure Anhaftungen los zu lassen. Ihr müsst nicht all eure weltlichen Besitztümer weggeben, aber ihr müsst deren Zugriff auf euch lösen.
Frei meint nicht gebunden sein.
Damit ihr nicht gebunden seid, löst ihr alles, an was ihr gebunden wart. Selbstverständlich wart ihr in Wirklichkeit nicht gebunden. Ihr habt es einfach so gedacht, und das reichte, um euch gebunden zu halten. Binden ist etwas Mentales.
Auch dann, wenn ihr von Gefängnismauern umgeben seid, seid ihr frei.
Sogar in einem Gefängnis könnt ihr Anhänglichkeiten gehen lassen.
Vielleicht besteht deine Anhänglichkeit daran, wie die Dinge sein sollten. Anhaftung geht weder um die Vergangenheit noch um die Zukunft, denn du lebst von ihnen nicht, vielmehr in der Gegenwart.
Woran du geheftet bist, dafür kämpfst du unablässig. Du kämpfst weiter, es zu behalten. Du kämpfst sogar für die Freiheit, aber für die Freiheit kann nicht gekämpft werden. Kämpfen ist das Gegenteil von Freiheit. Kämpfen hält dich gebunden.
Alleinig Freiheit befreit dich.
Freiheit ist Offenheit. Nichts in deinen Taschen. Die Handinnenflächen nach oben.
Deine Augen allem gegenüber geöffnet, was in ihrem Blickfeld liegt.
Freiheit schlendert durch das Leben.
Unfreiheit ist ein Kampf. Unfreiheit ficht.
Du, der du mit dem Leben ringst, hast dich noch nicht befreit.
Warte nicht auf einen Anderen, der dich von deinen umzäunten Gedanken befreit. Warte nicht mal auf einen Gott im Himmel, der euch befreit.
Ich habe euch vor langer Zeit frei gesetzt. Ihr habt das noch nicht bejaht.
Ein Mangel an Glauben an Freiheit ist ein Glauben an Vergehen.
Ihr könnt euch nicht die Freiheit zueigen machen, ohne das gleiche Anderen stattzugeben. Das ist die Crux eurer Frage. Das ist euer Dilemma.
Vielleicht fürchtest du dich los zu lassen, weil sodann ein Anderer das hat, was du los gelassen hast. So wie ein Hund bei einem Knochen, hast du es vielleicht satt, an ihm herumzukauen, aber es ist zuguterletzt dein Knochen, und wenn du ihn los lässt, wird ihn ein Anderer auflesen und mit ihm wegrennen, und er wird nicht mehr der deine sein.
Gebundensein ist beschränkte Sicht. Es ist ein getrübter Ausblick.
Öffne dein Herz, und du wirst beginnen, die Freiheit kennenzulernen.
Du hast die Freiheit, all das mit offenen Armen zu begrüßen, was das Leben gibt. Freiheit klaubt nicht und wählt nicht aus. Das ist beschränkte Freiheit, und Freiheit in beschränkter Form ist keine Freiheit.
So lange wie du denkst, dein Leben habe auf eine bestimmte Weise zu sein, hast du die Freiheit preisgegeben.
Freiheit für dich beginnt mit neuem Denken.
So lange wie du Erwartungen hast, bist du nicht frei, denn dann bist du an deine Erwartungen gebunden.
Du hast die Idee, dass das gesamte Leben, dann wenn du erleuchtet bist, genauso wird, wie es deines Erachtens sein sollte. Alles wird so sein, wie du es möchtest. Du wirst dein Leben kommandieren. Das ist deine Erwartung, nämlich, dass alles golden sein wird. Du wirst gut gewesen sein und erleuchtet werden, und aus diesem Grunde wirst du all das bekommen, was du möchtest. Das Leben wird reibungslos sein, und dein Wille wird des Lebens Befehl sein.
Woher hast du diese Idee?
Das Leben ist für dich nicht wie eine Anzahl Kleider des Morgens ausgelegt, die du anziehen kannst.
Beurteile das Leben nicht in einem größeren Ausmaß durch das, was in ihm vorgeht, als du dich selbst durch das beurteilst, was du anhast. Oder tust du das?
Du bist hier, um dem Leben zu geben. Das liegt unmittelbar an. Vor dir gibt es einen Pfad, und du nimmst einen Schritt auf Einmal. Das Leben ist vielleicht vor dir ausgelegt, aber du kannst es nicht willentlich Stück für Stück auslegen. Du kommst dem Leben nach. Das Leben hat nicht dir zu folgen. Was immer im Leben erfolgt, du bist nicht weniger, und du bist nicht mehr. Freiheit liegt in deinem Freisein über das hinaus, was rund um dich liegt.
Christus wurde fehlverstanden, aber er hatte großes Verstehen. Christus wurde ins Gefängnis geworfen. Doch welche Mauern, welche Nägel konnten ihn einkerkern? Sein Körper wurde gekreuzigt, aber was konnte ihn kreuzigen? Sein Körper wurde geschmäht, aber was konnte ihn schmähen? Er wurde verleugnet, aber was konnte er je verleugnen? Sein physisches Leben wurde ihm genommen, aber er war es nicht. Er starb nicht, um dir immerwährendes Leben zu geben. Sein Körper starb und ließ dich dabei erkennen, dass das Leben immerwährend ist. Sein Tod sagte dir, was bereits wahr war. Er sah das, was du nicht sahst, und er senkte nie seine Augen von der Wahrheit weg. Er gab dir nicht immerwährendes Leben. Er gab dir das Wissen von ihm. Und das war ein großes Geschenk, das er überreichte.
Er schaute auf sein Leben nicht als sein eigenes. Er sah, es war das Meine, ihm für eine kurze Zeit als Leihgabe überlassen. Er war nicht an sein Leben gehaftet. Er war daran festgemacht, Mir zu folgen, hingegen nicht demjenigen, was Ich ihm gegeben habe. Er hatte Mich immerzu in seinen Augen, und er erwog seine Tiefen, und er sah sich selbst in Mir.
Welche Grenzen durchbrach Christus nicht? Er sah keine, infolgedessen war er frei. Er sah durch Meine Augen Weite, und ebendas lernst du gerade zu tun. Ja, du.
In was für einer Verwirrung du dich soeben auch befindest, du machst dich mit Meiner Sicht und mit Meinen Gedanken vertraut, und Ich bin hoch erfreut.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/freiheit-und-christus.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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