Entsinnen
Gott redete ...
Es gibt keinen Willen außer dem Meinigen. Und Etliche kriegen das früher mit, Etliche später, aber alles kommt Meinem Willen gemäß.
Wer wird nicht von Liebe und Intelligenz angezogen? Wer möchte sich nicht gerne auf dem Pfad zum Himmel befinden? Wer wünscht sich nicht mehr von Meiner Präsenz? Etliche sehen dies deutlicher als Andere. Etliche sehen es überhaupt nicht, und doch, sie laufen in die gleiche Richtung. Es gibt bloß eine Richtung, und die heißt zu Mir hin. Du läufst in der Richtung, in der du dich bereits befindest, und woraufzu es keine Schritte gibt. Du suchst das, was bereits in deiner Hand ist. Du machst einen Satz, um den Schatz zu fangen, der dir bereits vor deine Füßen gefallen ist.
Das Leben ist eine Wohltat, die dir gewährt ist. Es ist nicht eine mindere Wahl. Du magst ja meinen, du seist zum Leben auf der Erde verurteilt worden, indes bist du ein Tourist auf einer Kurzreise. Sofern du das Leben auf der Erde als eine Strafe sehen musst, dann sieh es als einen Urteilsspruch, um dir ins Gedächtnis zu rufen, dass du unterwegs bist hinauf auf der goldenen Leiter, welche bei Meinem Herzen anlangt und von ihm ausgeht. Wir sind kraft des Herzens miteinander verbunden, Geliebte. Das Herz ist euer Zugangsweg zur Universalen Seele. Mit eurem Herzen, mit ihm seht ihr die Weite. Die Weite umfängt euch und sie ist desgleichen in eurem Herzen eingekapselt. Die Weite ist Liebe. Liebe ist die goldene Leiter. Alles ist Liebe, daher ist alles die goldene Leiter.
Und du kommst dahinter, dass keine Leiter benötigt wird. Du bist auf dem Scheitelpunkt. Du stehst auf dem höchsten Berg, und Weite ist vor dir. Liebe schaffte dich auf die Spitze, und Liebe ist es, was du siehst, sowie du dorthin gelangt warst. Liebe einzig ist, und Liebe einzig trägt dich bei sich und platziert dich vor Mir, so, als habest du dich seit eh und je irgendwo sonst befunden. Es gibt kein weggewesen, sobald es sich auf Mich und Unsere Liebe beläuft.
Allein, auf der Erde hast du dich in Einzelheiten verheddert, und schaust einen Moment lang von der Weite weg. Deine Augen werden allerdings auf unwiderstehliche Weise zur Leinwand zurückgebracht. All die Details sind Überblendung. Sie sind bloß Stoff über der Leinwand. Der Stoff ist leicht entfernbar. Die Leinwand ist beständig. Sie kann nicht einmal verkratzt werden. Bloß der Überzug auf ihr kann es anscheinend werden.
Was wäre denn, wenn du ein formvollendetes Leben innehieltest? Was wäre, wenn dieses Leben, das du so oft schwer findest, vollendet wäre, und wenn du der Vollkommene wärest, es auszuleben? Was wäre, wenn du wie ein Bächlein wärst, das Schlupfwinkeln und Ritzen nachkommt, und auch so den Ozean erreicht? Was wäre, wenn du nie etwas anderes wärest als Ozean, aber ein Ozean, der derart eifrig gewissen Spuren hinterhergeht, dass du vergisst, woher du kamst, und vergisst, Wer du bist. Du vergisst, dich zu entsinnen.
Freilich besteht solch ein kleiner Unterschied zwischen vergessen und entsinnen. Sie rühren vom gleichen Angelschnurwurf her. Alles, was du zu tun hast, ist die Leine umdrehen und dir anschauen, was auf deren anderer Seite ist. Vergesslichkeit blockiert Erinnern nicht. Sie deckt jene bloß zu. Sich Erinnern ist zugänglich. Vergessen ist nicht permanent. Sich Erinnern ist fortwährend. Sich Erinnern ist nicht verwässert. Es ist nicht auslöschbar. Es ist nicht entfernbar. Du kannst nicht vergessen, was du nicht kennst. Du kannst bloß scheinbar vergessen, was du bereits weißt.
Das gesamte Universum steht dir zu Diensten, weil du Mir zu Diensten bist. Du bist unabwendbar in Meinen Diensten. Es gibt nicht Einen sonst, dem zu dienen ist, und es gibt nirgendwo sonst, wohin zu gehen ist. Was auch immer du tust, du stehst Mir zu Diensten. Du hast freien Willen, das zu erkennen, oder es nicht zu erkennen. Du hast freien Willen, mit Mir herumzulaufen, oder zu stocken. Du hast freien Willen, zu bejahen, oder dein Befürworten zu verweigern. Aber Meinem Willen selber, ihm kommst du nach. Entweder du wirst mit den Dingen gut fertig, oder du schlurfst hinterher. Nichtsdestotrotz, du bist auf dem Weg zu Mir, und dies ist Mein Wille, und du kommst dem nach. Folgst du jetzt soeben nicht Mir in deinem verstehenden Nachempfinden?
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/entsinnen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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