Eine Huldigung an dich
Wovon singen die Vögel und die Bäume? Wovon glänzt die Sonne? Und was weckt dich auf, und wer bringt dich zum Schlafen?
Du weißt, es gibt etwas mehr als du selbst, was auf der Erde wandelt. Da gibt es einen Orchesterdirigenten, der dich herbeiwinkt, den Tag zu beginnen und die Nacht zu beschließen. Es gibt weitaus mehr als dich, diese Person, die auf einem Flecken Erde stolziert, die purzelt, stockt, die beschleunigt, usw. Es gibt mehr als das, wo du in diesem Augenblick gerade deine Füße hinstellst. Es gibt mehr, als der Geist imstande ist zu sehen, oder als gar die Einbildungskraft heraufzubeschwören vermag. Es gibt Beträchtlicheres als den Geist und Großartigeres als den Körper.
Da ist ein heiles donnerndes Herz und eine ebensolche Seele von dir. Alle Engel klatschen auf Mein Geheiß hin für dich. Sie können ohnehin nicht anders, weil sie, sobald sie etwas Schönes und Wundervolles sehen, schier zu klatschen vermögen. Geliebte, Geliebter, das gesamte Universum klatscht für dich, es feuert dich an, lädt dich in den Sonnenschein und lockt dich voran.
Die gleiche Macht, die durch die Vögel die Musik verdeutlicht, klopft dir auf die Schulter, und deine Füße beginnen zu tanzen.
Dieser Heavenletter ist eine Hommage an dich, selbst obschon du die Macht noch nicht anerkennst, die inwendig in dir rührt. Trotzdem, es gibt nichts, was du dagegen unternehmen kannst. Macht ist inwendig in dir, und sie ist dein.
Von obenher orchestriert, bist du gleichzeitig dein eigener Dirigent. Wie kann das sein? Du bist zur gleichen Zeit der Befolgende und der Leiter?
Gewiss.
In dir gibt es einen großartigen weisen Führer. Du hältst dich selber in deinem Handteller. Du wirfst dich selber in die Luft, und du fängst dich selber auf. Du bist in der Lage, viele Dinge gleichzeitig zu tun. Du jonglierst mit mehreren Orangen auf ein Mal. Du trägst viele Hüte.
Und, doch, zur selben Zeit – zur selben Zeit (die es nicht gibt) – bist du Einssein aufs Höchste. Du weißt nicht, was vor sich geht, freilich, unterirdisch weißt du genau, was abläuft, denn du hast das Textbuch aus deinen Tiefen hervorgezogen, und du siehst, dass dir die Handschrift vertraut ist. Es wurde von deiner Hand geschrieben.
Du zogst dich sozusagen selber aus dem Feuer. Du hast das Feuer angezündet, und du bliest es aus. Du hast dich selbst bestimmt. Seltsam, wie es sein mag - du schriebst die Partitur der Musik, und du spieltest sie, du schautest sie an, du konntest sie nicht für wahr halten, und du glaubtest zu sehr an sie.
Du bist die Quelle, und du bist der Beleg. Du bist das Lied und derjenige, der es singt, und derjenige, der das Lied vernimmt, und derjenige, der zu ihm tanzt.
Was für ein immenser Stern in den Galaxien bist du? Von welcher Galaxie bist du, falls du von dorther bist. Ganz bestimmt ist diese rauh eingefasste Person, die auf der Erde herumrennt, nicht du, bestimmt nicht das Ganze von dir. Du bist schier ein Besucher hier auf der Erde, und dennoch bist du der Gastgeber, und dennoch wanderst du durch einen Palast, von dem du glaubst, du habest ihn noch nie zuvor gesehen.
Du weißt nichts, und du weißt alles. Du bist nichts, und du bist alles. Alles ist von äußerster Bedeutung, und nichts ist wichtig. Alles ändert sich in jeder Sekunde, und nichts ändert sich seit eh und je.
Deine Finger spielen Klavier auf einem Tisch ohne Tasten, und doch machst du Musik. Und alle kommen, um deiner Musik zuzuhören, und Ich liebe die Musik, die Ich mache, und Ich liebe den gewähnten Spieler von ihr, und Ich liebe und Ich liebe und du liebst gleichfalls. Auf wie viele Weisen kann Ich das sagen? Auf wie viele Weisen doch kann Ich sagen, dass es kein du gibt. Es gibt kein Wir. Da ist Ich, und nichts als Ich im gesamten Universum.
Es war niemals etwas anderes als Ich, freilich im Gewand von dir.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/eine-huldigung-an-dich.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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