Ein umspannender Friede
Gott redete …
Mir wahrhaftig sein und dir treu sein ist lieben. Das ist es. Es hat nicht laut pochende Liebe zu sein. Es kann eine stille Beschaffenheit von Liebe sein, oder Wir können es als einen mit offenen Armen begrüßenden Frieden bezeichnen.
Derartige Liebe erregt kein Ärgernis und verübelt nichts. Eher nicht in einem Eintopfgericht befindlich - bist du die stillen Wasser. Mit anderen Worten, du ruhst stets in Mir, wo es keinen Aufruhr gibt. Dort gibt es keine Unterbrechungen oder Diskontinuitäten. Wir können sagen, du ruhst auf grüner Weide.
Wie liebreizend, keine vermeintliche Nachfrage nach Aufregung an dir zu haben!
Sofern du derzeit Bestürzung erlebst, muss es so sein, dass du einen vorgeblichen Bedarf an ihr hast. Mit Sicherheit, wenn du mit dem Finger an einen heißen Ofen fasst, nimmst du ihn im Nu weg. Das geht automatisch. Du stellst es nicht zur Erörterung. Du ziehst den Finger weg. Indes, wenn du eine Vergrämtheit und einen Groll erlebst, verweilst du auf der Vergrämtheit und hältst deinen Finger für längere Zeit daran. Du weigerst dich, dir den Schmerz zu ersparen. Wie viel Zeit du auch immer für Aufgebrachtsein aufwendest, sie ist zu lange.
Warum solltest du, ein Kinde Mein, der Bestürzung treu ergeben sein und mit ihr zusammenbleiben mögen, so, als hättest du das zu tun? Eure Ergebenheit heißt, mit Liebe zusammen zu sein, Geliebte. Mit Liebe hegt ihr die Welt. Mit Aufgebrachtheit walzt ihr sie nieder. Es ist nicht edel, selbstgerecht zu sein, wohingegen von eben dort die Aufregung herkommt. Ebenso wenig ist es einträglich, aufgebracht zu sein.
Beginnt so zu denken: Bestürzung ist das gleiche wie Gereiztheit. Ein Unterreden über einen Sturm im Wasserglas! Habt kein Gewitter. Stürmisches Unwetter ist eine Hommage an das Ego.
Das Ego richtet euch aus, jemand habe kein Recht, euch geringschätzig zu behandeln oder euch für unwürdig zu befinden, kein irgendwie geartetes Recht. Das Ego möchte nicht von seinem Podest herunterfallen. Dem Profil des Egos gemäß, hat niemand in der Welt, fürderhin nicht Gott, dir das abzuschlagen, was du dir in erstrebenswerter Manier augenblicklich sehnlichst wünschst.
Die Wahrheit ist die – wenn du dich aufregst, behandelst du dich selber geringschätzig. Du erachtest die Aufregung als das dir Gebührende. Sofern es denn dein Wunsch ist, dich nicht aufzubringen, dann nimm das Aufgebrachtsein nicht als den dir gebührenden Anteil. Aufregung ist selbst-bestrafend. Jemanden schlechtmachen bringt euch nicht dazu, euch emporzuheben, Geliebte. Aufregung negiert eure Wertigkeit und probiert, den Wert des Anderen zu leugnen. Bestürztheit artet nicht zu euch aus. Sie ist eine heiße Kartoffel. Lasst sie fallen. Lasst sie ein für alle Mal fallen.
Aufregung frisst euch lebendigen Leibes auf. Sie kommt euch bei eurer Verdauung dazwischen. Aufregung mag euch ja nach einem Freund aussehen, sie ist freilich heimtückisch. Wagt es mit einem Leben ohne sie. Was wäre, wenn du ein Nicht-Gegenwirkung-Zeigender wärst? Du würdest die Wut kriegen nicht vermissen. Du würdest dies indes nicht entbehren, denn Bestürztheit wäre durch Auffassungsvermögen ersetzt. Warum sollte sich ein Kind von Mir durch Bestürztheit hindurchstellen mögen, derweilen ihm Aufgebrachtsein schlechterdings nicht dienlich ist. Oh, ja, gewiss doch, Bestürzung wartet dem Ego auf, das Ego allerdings ist dir ganz und gar nicht dienlich.
Sofern du das Ego nicht nähren würdest, wärest du nicht aufgebracht. Denke darüber nach.
Ohne das Ego, würdest du, ja gar in dem, was gängigerweise gehöriger Kummer ist, „Gottes Wille geschehe“ ausleben. Du würdest nicht mit dem Tode schimpfen und wüten. Ohne das Ego wärst du unparteiischer. Du würdest nicht weniger lieben. Du würdest mehr lieben. Du wärest nicht abgestumpft. Du wärest andersartig. Du wärest weder ein irres Geschöpf, welches sich aufregt, noch ein betrübtes Geschöpf, welches weint und anlastet.
Also, ein anderer Name für Ego ist Anhaftung, jene Klette mit Krallen, welche nichts los lassen möchte. Mensch!, was für eine Menge Energie Anhaftung doch in Anspruch nimmt. Es ist Mühe, derart stramm festzuhalten. Anhaftung schwächt dich ab. Ja, Ego und Anhaftung gehen Hand in Hand. Dir ist es nicht angelegen, dich an einem der beiden anzulehnen, unter welcher Bezeichnung sie auch immer daherkommen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/ein-umspannender-friede.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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