Ein Gang durch die Wälder

God said:

Gott redete …

Wenn du das Leben seinen Lauf nehmen lässt, bist du nicht dabei, es zu kontrollieren. Du magst eventuell meinen, du habest bereits Kontrollieren-Mögen los gelassen, indes bist du nach wie vor unerschütterlich darin, dich an das zu halten, was deiner Auffassung sein solle, anstatt dich an das zu halten, was ist. Du widersetzt dich gewaltig dem was für deine Bereicherung da ist. Ja, so ist es, du wendest dich von Geschenken weg. Du vergraulst die Entgegennahme von ihnen aufgrund irgendwelcher Vorlieben, die du hast, wegen des einen oder anderen Gedankens bei dir, dem du mehr Anerkennung zukommen lässt denn dem, was dir geschenkt wird.

Du triffst Entscheidungen über Belange, die dir nicht obliegen, darüber zu bescheiden. Du bist staksig am Schwimmen. Du entscheidest, gewisse Parameter deines Lebens seien akzeptabel, andere nicht. Du bist nicht in einem Zustand, derartige Entscheidungen zu fällen. Du dämmst das Leben ein, wenn du dies tust.

Du denkst, zu gewissen Zeiten hätten gewisse Lichter An oder Aus zu sein. Du hast Einwände gegen gewisse Klänge und ziehst andere vor. Es ist demhingegen nicht notwendig, wie an Sklaven an deinen Vorlieben festzuhalten. Habe es lieber, offen gegenüber dem Universum und den Geschenken, die es dir gerne zukommen lassen möchte, zu sein. Lege nichts still. Alle Straße stehen dir offen. Das ganze Leben ist dir offen. Wovor hast du Angst? Dass das Leben dich überkommt?

Bei einem Waldspaziergang kontrollierst du nicht, was du gerne sehen möchtest. Du steuerst nicht, was am Wachsen sein möchte. Du überprüfst nicht, welche Blumen gerade blühen, und welche ausgesamt haben. Du überwachst nicht die Reife der Früchte. Du regelst weder die Farben noch die Düfte noch die Pfade, welche andere Menschen genommen haben oder nehmen werden.

Bei einem Wald ist es genau deswegen wundervoll, weil du Überwachen los lässt. Du nimmst die Wälder für das hin, was sie sind. Dies ist eine Form von Uneigennützigkeit. Du bist sozusagen einen Kontrakt eingegangen, deinen Gang durch den Wald zu genießen. Du bist eine Kontrakt eingegangen, an dem Entzücken zu finden, was der Wald für dich vorhält. Du springst über Felsen oder setzt dich auf ihnen hin. Du hüpfst über Bäche oder watest in ihnen oder legst dich gar in sie hinein.

Du siehst der Sonne durch die Bäume hindurch zu. Du erhebst nicht Einwände, dass das Licht aus der Richtung herkommt, aus der es hereinfällt. Du hast keine Einwände, dass die Strahlen auf dich fallen, oder dass sie das nicht tun. Du gehst dem mit offenen Armen entgegen, was dir der Wald in dem Augenblick zu bieten hat, dann, wann er das tut. Du verschwendest deine Zeit nicht mit dem Bescheid-Erteilen, ob du das Laubwerk gernhaben möchtest. Du akzeptierst es so ganz naturgemäß. Dies ist eine Form von Liebe, so einfach ist das.

Demgegenüber stampfst du im täglichen Leben öfters wegen ihm mit dem Fuß auf. Du sperrst dich gegen Vorkommnisse in deinem Leben. Falls Vorkommnisse Bäume in einem Wald wären, ist es so, als würdest du vor sie hintreten und sagen: „Beweg dich! Geh mir aus dem Weg!“ In einem Wald wärest du nicht gequält, weil ein Baum dort gewachsen ist. Du würdest ihn nicht als ein Hemmnis betrachten.

Lasse es dir demnach also durch den Sinn gehen, dass es im Leben keine Hindernisse gibt. Bloß Bäume, um drum herum zu gehen.

Jeder Baum im Wald gibt dir etwas zu verstehen. Wir können gar soweit gehen und sagen, dass jeder Baum im Wald du ist, und dass du dir selber etwas erzählst. Sowie du dir also heute in all deinen allerhand Formen gegenübertrittst, was schickst du dich an dir zu erzählen? Überdenke es, alle die Bäume in dem Wald willkommen zu heißen und ihnen stattzugeben, dich willkommen zu heißen. Auf diese Weise bewillkommnest du dich selber. Was für ein Hindernis kann sich da vor dich hin begeben, mit der einen Ausnahme, desjenigen, welches du als Hindernis bezeichnest?

Alle Bäume im Wald spenden dir Schatten. Oder sie veranlassen dich dazu, dich zu entschleunigen. Oder sie markieren deinen Weg. Sie schenken dir Lebensunterhalt. Sie gehen sich nicht aus dem Weg, um sich dir darzubieten. Du beschenkst sie mit dir! Sie waren bereits da, und du bist bloß zu ihnen hierher gekommen. Ebenso - dein Leben ist etwas, zu dem du hinkommst. Heiße alle Bäume willkommen. Sie gehören hierher ebenso wie du.

Nimm das ganze Leben freundlich auf, denn du bist bei ihm auf einem Pfad.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on