Dir wird ebenfalls ausgewartet

God said:

Gott redete …

Alles auf der Erde ist zeitweilig. Euer Aufenthalt auf der Erde ist vorübergehend. Betrachtet die Erde wie einen Hausflur, den ihr entlanggeht. Er führt euch irgendwohin. Ihr seid auf eurem Weg nach wohin. Euer Leben auf der Erde ist ein Korridor, den ihr passiert.

Abseits des Flurs sind zahlreiche Zimmer.

Oder, ihr könnt die Passage wie ein Schiff betrachten, auf dem ihr segelt, und das Schiff hat einen Bestimmungsort. Ihr seid nach irgendwohin unterwegs.

Oder, ihr befindet euch auf einem Flug.

Auf jeden Fall seid ihr nach irgendwohin unterwegs, und ihr seid auf eurer Überfahrt auf Zuwachs. Schnell oder langsam, lang oder kurz, ihr wachst weiter. Ihr legt zu. Ihr lernt unterwegs hinzu. Ihr seid ein Wandersmann. Wir können sagen, dass derjenige, der die Reise aufnimmt, nicht der gleiche ist wie der, der an der Küste anlangt.

Auf eurer Reise kommt es zu Abenteuern, ob ihr nun den Flur hinuntergeht, auf einem Schiff segelt oder in einem Flugzeug sitzt. Ihr tanzt und singt. Ihr macht Purzelbäume. Ihr lauft auf Zehenspitzen und ihr schreitet ausladend aus. Ihr hüpft, und ihr habt sofort alles im Griff, oder stimmt das etwa nicht?

Letztlich sind dies natürlich Reisen des Geistes. Man könnte sagen, alle Reisen sind Reisen des Geistes. Die größte Reise unter allen ist die gesegnete Reise deines Herzens. Du nimmst dein Herz mit dir. Es mag durchaus sein, du reist lieber ohne das Herz, da es dir mehr daran gelegen ist, dass deinem Herzen nicht wehgetan wird, dennoch gehst du nirgendwohin ohne die Gesellschaft deines Herzens. Du kannst dich von ihm abwenden, allemal bleibt es bei dir, und es leitet dich, mehr als du merkst. Du kannst geistesabwesend sein, nicht jedoch herzensabwesend. Ja, die Reise, die du unternimmst, ist die Reise von deinem Herzen.

Deine Reise mag ja drastisch sein, indes kommst du unversehrt aus ihr hervor. Bei einer jeden Reise gibt es unterwegs Angenehmes. So wie bei Krümeln, Angenehmes ist für dich verstreut worden. Oh, ja, es gibt das, was du als bitter und sauer siehst, als beißend, ätzend und salzig. Du bist das Salz der Erde. Auf deiner Reise fandst du Beschaffenheiten und Farben. Du machtest Sand und Wasser und allerhand lebendige Dinge aus. Auf deiner Reise erlebst und lernst du viel. Du hebst dich eine Sprosse oder mehr hoch. Du hebst dich in das hinein, dass du dir selber Mutter und Vater bist.

Deine Fahrt ist nicht für nichts. Sie ist für etwas. Sie ist für deine Entwicklung. Für dein Wachstum, und, gewachsen, das bist du.

Die Realität ist die, dass du maßlos bist. Nichtsdestotrotz bist du den Bewandtnissen gewachsen gewesen. Du kamst durch. Du gelangtest zum Durchscheinen.

Wo bist du alldieweil gewesen? Du bist überall und nirgendwo gewesen. Du warst auf Reisen, und dennoch standst du still da. Du gingst hügelaufwärts und hügelabwärts und hast dich nie gerührt. Du weißt weidlich, dass es inwendig in dir eine Stille gibt. Du scheidest nie von ihr, und deine Reise ist eine herzenstief-empfundene Reise der Einbildung. Du begabst dich auf einen Fantasieflug. Du hast dir eine Geschichte ausgedacht. Du wähnst, du würdest sie leben. Du schreibst ein Drehbuch, du produzierst es und führst dabei die Regie. Es ist dermaßen realistisch, du hältst es für wahr. Trotzdem hat deine Geschichte einen Beginn, eine Mitte, ein Ende und eine Moral von der Geschicht'. Und der Film ist vorüber. Es ist eine ziemlich detailreiche Handlung, die er erzählte. Sie ist faszinierend. Keine andere Erzählung kommt dieser gleich.

Du wirst den Film vergessen, dennoch ist er nicht getilgt. Dem Film deines Lebens zusehen hinterließ auf dir seine Spuren.

Sobald du die Küste erreichst, ist alles, was du erkennst, die Küste. Sie ist dir eine vertraute Küste. Sie wird Himmel genannt. Sie wird Zuhause genannt. Sie ist nicht schlechterdings eine Einkehr-Station. Du wirst möglicherweise um eine weitere Betrauung auf der Erde nachsuchen. Du bist ein Freiwilliger, das ist dir klar. Du stellst dich freiwillig zur Verfügung, ein Engel im Himmel und ein Engel auf Erden zu sein, und du dienst, und du dienst, und mithin wird dir aufgewartet.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on