Die Fata Morgana
Jenseits der Worte bin Ich. Jenseits der Horizonte bin Ich. Jenseits von jenseits bin Ich. Und gleichwohl bin Ich überall. In jedem Partikel der Existenz bin Ich. Anders kann es nicht sein. Ich BIN bedeutet Existenz. Weil Ich bin, bist du.
Es ist so, wie wenn Ich Fruchtbäume gepflanzt habe. Welch eine Freude! Und Ich sehe Meinen Bäumen zu, wie sie wachsen und Früchte tragen. Du könntest sagen, Ich sei geduldig, indes braucht es für Mich keine Geduld, auf deine Anerkenntnis von Mir zu warten; Ich warte mit aller Gewissheit. Jenseits von Zutrauen bin Ich. Ich habe keinen Bedarf an Zuversicht, denn Ich kenne die Wahrheit, und Ich kenne dich. Ich gehe nicht auf und ab. Ich eile nicht. Natürlich eile Ich nicht, denn was ist da, worauf Ich zueilen kann?
Ich kann nicht an deine Seite eilen, denn Ich bin bereits an deiner Seite. Es gibt für Mich nirgends, um dort hin zu gehen. Und demnach bleibe Ich. Ich bleibe, wo Ich bin. Und das ist überall.
Klar, es gibt keinen Ort, weil Raum nicht existiert. Es ist eine Fata Morgana, in der ihr lebt. Klar, sofern keine Oasen existierten, wie könnte es von ihnen eine Fata Morgana geben?
Die Oase ist der Himmel, und sie existiert. Nenne es höher oder tiefer, der Himmel ist, und er ist deine Domäne, ein ortloser Ort genau dort, wo du bist. Ich quetsche jetzt in diesem Augenblick dein Herz, sodass du erkennen kannst, dass das, was Ich sage, stimmt.
Ich bin überall, aber es gibt kein wo. Ich wollte nirgendwo anders sein als im Himmel, demnach ist er dort, wo Ich bin, und wo du bist. Die Körperlichkeit, die du Realität nennst, ist eine Reisebroschüre, die du durchblätterst. Wenn du dir ein Faltblatt über Brasilien anschaust, denkst du, du seist in Brasilien. Selbst dann, wenn deine Füße in Brasilien eingepflanzt sind, denkst du, du kannst beweisen, du seist hier oder du seist wo immer du meinst, zu sein. Du schaust sogar in eine Landkarte, um herauszufinden, wo du bist.
Womöglich hast du in Karten ein größeres Zutrauen als in Mich. Klar, eine Karte kannst du zusammenfalten und in deinem Handschuhfach aufbewahren, du kannst sie herausnehmen, um sie dir anzuschauen, wann immer du möchtest.
Was Mich anbelangt, du kannst Mich nicht herausnehmen, und du kannst Mich nicht wegnehmen, denn Ich bin alles, was es gibt, und es gibt nichts, was du damit tun kannst. Alles, was du tun kannst, ist, dazu zu gelangen, Mich kennen zu lernen, und das bedeutet, Meine Liebe für dich kennen lernen. Meine Liebe ist sintflutartig. Sie ist nicht knauserig. Und sie ist nicht eigen. Meine Liebe ergießt sich vom Himmel auf den Himmel. Sie ergießt sich dorthin, wo immer du meinst, dass du gerade dort gehst, und sie fällt auf dich, einerlei, was du denkst, dass du es seist.
Zeige mit deinem Finger auf dein Herz, und du wirst erkennen, wo Ich bin, und du wirst Mich finden. Du wirst finden, dass du Mich die ganze Zeit über gekannt hast. Ich bin keine Überraschung. Ich bin Entzücken, jedoch keine Überraschung.
Des Öfteren denkst du, du seist im Versuch begriffen, die spirituellen Aspekte des Lebens zu begreifen, jedoch ist es im Grunde genommen das Physische, was du versuchst zu begreifen. Das Physische ist dasjenige, was unglaublich ist. Das Physische, was ja von den Sinnen her stammt, erbringt keinen Sinn, ist das nicht so? Es ist das Physische, dem gegenüber du ein Fremder bist. So wie bei vielen anderen Dingen hast du in deinem sich abrackernden Geist die Dinge vertauscht und herumgeschoben.
Es ist der Geist ['spirit' - ThB], bei dem du dich behaglich fühlst. Unbehagen existiert spirituell nicht. Unbehagen und alle die Warum's, die es herbeizieht, sind das Geheimnis. Meine Liebe für dich ist das Bekannte. Alleine, das Physische hat Berge und Tafelländer. Es gibt keinen halben Weg in den Himmel. Der Himmel hat keine Proportionen. Unendlichkeit kann nicht gemessen werden.
Genauso wenig kannst du gemessen werden. Du bist unermesslich. Du hast dich über dich selbst und darüber, wer du bist, geirrt, und du hast fälschlicherweise das Physische für das Reale gehalten, und hast gedacht, nah und fern existierten. Sie existieren nicht. Sie existierten nie.
Der Einfachheit halber jedoch - selbst obwohl es beides nicht gibt, sprechen Wir über die Fata Morgana, über das Trugbild des Nahen und des Fernen, damit du erkennen kannst, dass Ich dich immer mehr heranziehe, so lange bis du erkennst, dass du voll und ganz mit Mir vereint bist, indes es natürlich kein bis gibt.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/die-fata-morgana.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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