Der Wachwechsel
Gott redete …
Auf der Oberfläche des Lebens wandelt sich alles. Alles scheint sich vor deinen ureigenen Augen zu ändern. Nichts bleibt das gleiche. Nichts bleibt. Du hast unentwegt gleichzuziehen. Business ist nicht mehr länger as usual.
In den tiefen, da ist das Leben eh und je Ewig und niemals am Sich-Ändern. Dies ist die Ewigkeit, über die du fortlaufend zu hören bekommst.
Auf der Ebene der kurzdauernden Welt bleibt nichts festgestellt. In einem gewissen Sinne – das Leben, das, was du als Leben bezeichnest, ist Treibsand. Es bleibt niemals dort, wo es war.
Du rennst entlang. Dir ist es danach, in einen Sog zu geraten, oder, du gerätst in etwas verhakt.
Du bist in einer Zeitkrümmung. Du möchtest mit der Zeit gleichziehen, oder es ist dein Wunsch, gegen sie weiterzukommen.
Alldieweil hörst du Mich sagen, dass Zeit nicht existiert. Ja, Ich habe gesagt, dass du, dass das Leben – das Schöne Leben ebenso wie das aufsässige Leben – insgesamt eine Illusion darstellt, vom ersten Augenblick an.
Selbstverständlich existiert die Herrlichkeit des Lebens überdies hier unten auf Erden.
Nichts hat von großer Tragweite zu sein, noch auch wird irgendetwas seine reiche Folgenhaftigkeit versagt.
Du bist die eine, der sieht. Wer weiß, wie gut du dich selber siehst, falls denn überhaupt.
Du wärest froh, wenn du voll und ganz bei dir selber bewandert wärest, oder wenn du dir selber auf halbem Wege begegnen würdest.
Hier an der Stelle fragst du dich abermals, worum das Leben, worum dein Leben im Besonderen, allemal geht. Wohin gehst du? Gelangst du irgendwohin?
Manchmal hast du das Gefühl, du seist in einem Hochwasser und dort dabei, irgendwohin zu kommen, alldieweil es so etwas wie Irgendwo nicht gibt.
Du möchtest gerne zum Mond fliegen und auf all den Sternen niedergehen und wie Kolumbus sein, der ein Neues Land entdeckte.
Du möchtest gerne im Himmel aufwachen, sozusagen während du das Tanzbein schwingst. Ja, du lechzst nach einem Neuen Land auf der Erde, und wo ist es? Wo ist es gewesen? Was hält dieses Neue Land auf? Existiert es?
Es hat irgendwo zu sein. Für dich ist die Zeit da, Neue Küsten zu entdecken. Ja, dies könnte es sein – Neue Küsten. Neue Bekanntschaften. Keine Blockaden mehr.
Es war einmal, da dachtest du, deine Füße seien auf dem Boden. Mitunter hast du das Empfinden, dass sie kaum den Boden gestreift haben. Mit Sicherheit weißt du nicht, was daraus zu machen ist.
Dein Wunsch könnte sein, Merkur zu sein, der ungebunden herumfliegt. Andererseits, die Freiheit, nach der du dich schmachtend sehnst, könnte irritierend sein.
Du kannst dich selber nicht finden, zur selben Zeit wie du dich genauso vor dir selber nicht mehr länger zu verbergen vermagst.
Dir ist ziemlich klar, dass es dir nicht zugedacht ist, ein Reporter für die Neuigkeiten zu sein, desgleichen nicht deren Entdecker.
Du gehörst irgendwo hier auf der Erde hin, zur gleichen Zeit wie es unplausibel scheint, dass du in liebenswürdiger Weise irgendwo hingehörst.
Was ist dein forschender Geist dabei, zu erforschen, und wozu das?
Derweilen du mitten im Thema drinbist, was beläuft sich denn ohnedies auf irgendetwas, und wieso solltest du dabei Risiken eingehen? Sofern ohnehin alles Illusion ist, weswegen dann dorthin gehen? Gleichwohl, du tust es. Du tust es aber und abermals in deinen Träumen und mit der Möglichkeit, es weitere Male zu tun.
Was ist vor dir? Und was ist hinter dir? Mit was bist du in Vergleich zu setzen? Du bist soeben vom Boot heruntergekommen. Du möchtest deine Suche abblasen, auf morgen, sofern du das könntest, oder du möchtest mit deiner Suche anheben, wenn du bloß eine Ahnung davon hättest, wie das zu machen ist.
Du glaubst nicht, dass der Mond aus Käse gemacht ist.
Du wunderst dich nachgerade, falls du denn eventuell gar eine flüchtige Bekanntschaft bist.
Bist du ein Forscher oder ganz einfach jemand, der der Landkarte folgt? Du möchtest gerne zu einem Schlussergebnis gelangen. Bis jetzt bist du nach wie vor droben in der Luft, freilich nicht wie ein Astronaut. Du wärest gerne auf Kurs, wenn du wüsstest, wo der ist. Du würdest gerne der Hauptleitstelle Bericht erstatten, wenn du herausbekommen könntest wo sie ist.
In der Zwischenzeit wirst du einfach so dahinschlendern, gleichsam als wärest du außer Sicht und außerhalb von Verbundenheiten. Du lugst zur Welt hervor ohne eine gewisse Sicherheit im Auftreten.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/der-wachwechsel.html-0 - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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