Der unendliche Regenbogen
Gott redete ...
Wer kann Gott definieren? Wer kann Liebe definieren? Wer kann Einssein definieren? Wer ist da, um sie zu definieren?
Gott, Liebe, Einssein können nicht einmal abgeschildert, geschweige denn definiert werden. Beschreibt Mich, falls ihr das könnt. Beschreibt das Leben, falls ihr das könnt. Beschreibt einen Augenblick, falls ihr das könnt. Beschreibt das Beschreiben, falls ihr das könnt.
Großartige Kunst und Musik, Literatur und Säuglinge und Blätter an den Bäumen kommen dem Abschildern des Unbeschreibbaren nahe. Jedoch vermögen selbst die Größe und die Unschuld nicht das Unbeschreibbare zu beschreiben. Selbst die Größe kommt dabei nicht voran, was keine Kennzeichen an sich hat. Die Unschuld versucht es gar nicht.
Wer kann Löcher ins Sein stoßen? Wer kann das genau festlegen, was nicht genau festlegbar ist? Wer kann das anpflocken, was man nicht anpflocken kann? Und doch, und doch …
Wer ist es, der auf das Unsuchbare abzielt?
Die relative Welt ist insgesamt Gerede, Geliebte. Das Ewige und Unendliche haben keine Wörter, und sie sagen alles. Die relative Welt ist eine Beschichtung. Sie ist ein Anlauf an Farbaufträgen. Die Welt kann die Stille nicht einwickeln. Stille ist überall. Stille ist. Du bist. Ich BIN.
Wir sind bewegungslos, indes bewegen Wir uns. Wir bewegen uns in Stille, selbst während Wir Geräusche machen. Welchen Sinn haben die Sinnesorgane, ausgenommen unterdessen du sie liebst.
Auf der Erde befindest du dich in einer Zwickmühle. Du bietest dem Geheimnis die Stirn. Du bist ein Detektiv, der sich bemüht zu ermitteln. Du bist ein Menschenseinswesen beim Versuch zu sein, unterdessen Seien das darstellt, was du bereits bist. Du gehst auf der rotierenden Erde in der Sonne spazieren, und wohin gehst du, unterdessen es kein Nirgendwohin gibt?
Und doch, und doch, du inspirierst, und doch, du wirst inspiriert. Inspiration kommt dem Dahinterkommen hinter das Undefinierbare nahe, was du so gerne entdecken möchtest.
Ah, Geliebte, an euch ist mehr, als euren Augen unterkommt. Da ist alleinig Sein, und es gibt indes an allem mehr, als dem Auge begegnet. Ihr versucht, das Göttliche aufzuspüren.
Bei all diesem Gerangel auf der Erde – bei was auch immer du meinst zu suchen, was du dich bemühst zu verstehen, wodurch du versuchst, dich hochzuheben, du suchst nach Mir. Du suchst überall nach Mir. Ich bin überall, und dennoch findest du Mich nicht. Du läufst Mir die ganze Zeit über den Weg, und doch findest du Mich nicht. Gleichwohl kannst du Mich überall finden. Im Park. Im Varieté. In der Kirche. Es gibt keinen Ort, wo Ich nicht aufzufinden wäre. Du hast Mich nicht auszugraben. Ich bin schlicht hier und dort und überall, und doch suchst und suchst und findest du Mich nicht. Oder du findest Mich per Zufall. Du siehst Mich per Zufall. Du spürst Mich zufällig. Was du nicht zu tun vermagst, ist, Mich dir ohne Geheimnisvolles zur Erscheinung zu bringen. Natürlich, Ich bin bereits bei dir, und Ich verstecke Mich nicht.
Versteckst du dich demnach? Spielst du mit dir selbst Verstecken? Stellst du dein Licht unter einen Pilz?
Ist es, dass du Mich nicht liebst? Ich liebe dich unveränderbar. Also, komme zu Mir rüber und sei der Eine, der Ich bin. Sei die Liebe, die Ich bin. Sei, Wer Ich bin. Sei Ich. Du weißt, du kannst jede Rolle bekommen, die du möchtest. Du hast Minirollen gespielt. Möchtest du ein Star sein? Möchtest du am Firmament glänzen? Überhaupt nicht weil du Ruhm oder Renommée oder sonst etwas haben möchtest, sondern um mit dem Schauspielern aufzuhören und schlicht Ich zu sein.
Am Regenbogen gibt es keinen Schlusspunkt, Geliebte. Er ist unendlich, und ihr seid bereits da. Steht auf, und ruft euch selbst aus. Der Vater ist nicht fern vom Kind. Das Kind steht in den Schuhen des Vaters. Das Kind und der Vater sind Eins.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/der-unendliche-regenbogen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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