Denke von Neuem
Gedrängtes Denken ist wie ein Schrank. Du hast in deinen Geist zu viel hineingestopft. Du möchtest nichts aufgeben. Du möchtest alles für den Fall aufbewahren.
Und so ist dein Geist voll gestopft mit eingekapselten Gedanken, die keinen anderen Nutzen haben, als dass du sie behalten möchtest, für den Fall dass du sie gebrauchst. Groll wird dort aufbewahrt. Jeder Fehler, den du gemacht hast. Jede Beleidigung, die einmal an dir ergangen ist.
Deine Hände wühlen in dem Schrank und du gelangst zu Dingen, die du völlig vergessen hast. Etliche oder viele, ohne die du besser auskämest. Jedoch ist es für dich schwer, dich von Gedanken zu trennen, selbst von nutzlosen.
Es ist so, als würdest du denken, dass deine Gedanken Fäden seien, die den einen mit dem anderen und dich mit der Ewigkeit in Verbindung setzten. Oder, deine Gedanken seien über eine lange Wäscheleine gehängt. Vielleicht hast du nicht so recht mitbekommen, dass aufgehäufte Gedanken die Leine zum Durchhängen bringen.
Wer hält all diesen vagabundierenden Gedanken in deinem Geist? Wer hat sie dorthin verbracht? Wer kann über sie hinweg gehen?
Du bewahrst nicht alle Kleider auf, die du einmal getragen hast, und die dir nicht mehr länger passen. Ganz bestimmt bewahrst du nicht alle deine Kinderkleider auf, und dennoch, wie glühend verpackst du doch all die abgetragenen Gedanken von früher und möchtest sie nicht los lassen.
Du hattest Gedanken, die passen in eine bestimmte Rille. Selbst wenn die Gedanken zusammensacken, hast du es bequem, auf ihnen zu liegen. Du weigerst dich, sie zu leeren und ein neues Muster zu beginnen.
Was seiner Nützlichkeit zu Diensten war, war seiner Nützlichkeit zu Diensten.
Geschirr mit Rissen wirft man am besten raus.
Gedanken, einerlei wie ihre Beschaffenheit ist, scheinen ohne Ende aufbewahrt zu werden. Etliche werden wieder in Stand gesetzt. Einige sind Mottenkugeln.
Obwohl du zugeben möchtest, dass Gedanken kommen und gehen, glaubst du, es sei dir angelegen, sie alle eingerahmt auf deinem Kaminsims aufzubewahren.
Vielleicht ist es passend, eine neue Familie an Gedanken zum Start zu bringen. Womöglich hat altes Denken annulliert zu werden. Recycled zu werden. Hinausgeworfen zu werden.
Wie viele alte Gedanken brauchst du?
Wie viele musst du aufbewahren und wieder- und wiederkäuen?
Sieh, dass du einen Palast betrittst. In der Eingangshalle nimmst du die alten Gedanken ab. Auf der linken Seite gibt es einen Korb, um sie dorthin hineinzulegen. Ein anderer Korb auf der rechten Seite hat neue Gedanken, die du dir dort herausnehmen kannst. Es ist deine Wahl. Es ist eine Liste ausgelegt, und du nimmst dir einige heraus.
Oder du machst dir deine eigene Liste. Worüber möchtest du gerne denken? Welche Gedanken würdest du gerne auskosten?
Sage es Mir, wie viele Gedanken hast du zu haben? Müssen sie wie guter Wein oder Bier in einem Fass ausreifen? Manchmal hast du den alten Bodensatz hinaus zu werfen, und von vorne anzufangen.
Diese wiederholten Gedanken, an denen du festhältst, haben sich an dich geklammert. Lasse sie als erstes gehen. Sie haben dich gefangen gehalten. Warst du nicht in deinen Gedanken eingepfercht? Befreie dich selbst von bähenden, abgestandenen, überarbeiteten Gedanken. Sage ihnen Auf Wiedersehen. Lasse sie gehen. Sie waren lange genug bei dir auf Besuch.
Abgetragenes Denken dient dir nicht richtig. Es nutzt dich ab. Alte Muster passen dir nicht mehr länger. Sie waren wohl noch nie das richtige für dich. Dass Gedanken den Test der Zeit bestanden haben, beweist nicht ihre Wertigkeit. Etliche deiner ältesten Gedanken sind am wenigsten nützlich.
Welches Gefühl veranlassen einige jener alten Gedanken bei dir? Vielleicht sind es Antiquitäten, die von Generation zu Generation bis zu dir weitergegeben worden sind. Vielleicht waren sie nie wertvoll. Vielleicht sind sie ohne Bedacht weitergereicht worden, und vielleicht hast du sie ohne Bedacht angenommen und wie Blumen zum Aufbewahren gepresst.
Drücke jetzt deine Hand an dein Herz und gib alten Mustern und Herzschmerzen eine Chance, zu gehen. Scheuche sie hinaus. Winke neue herein.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/denke-von-neuem.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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