Den Unterschied macht dein Gewahren aus

God said:

Gott redete ...

Dein Bester Freund sehnt sich nach deinem Gewahrsein. Unentwegt vergisst du, dass Ich bei dir BIN. Du würdest wohl sagen: durch dick und dünn. Ich sehe kein dick oder dünn. Ich sehe das Licht von dir, und Ich bin durch das Licht von dir geblendet.

Du könntest sagen, dass Ich in einen Spiegel Meiner Selbst blicke, und dass du dich eben dort befindest. Was anderes könnte es denn bedeuten, dass du in Meinem Bilde gemacht bist, wenn Ich dich anblicke und dabei nicht Mein Selbst sähe? Mein Sehvermögen ist sehr gut.

Die relative Welt, in welcher dein Gewahrsein lebt, ist eine Welt des Wandels. Sie wandelt sich immerzu. Sie schlüpft dir durch die Finger. Die allwaltende Welt jenseits der relativen Welt ändert sich nicht. So schlicht ist das. Meine Liebe geht nicht hoch und runter, und deine Liebe, so seltsam das aussehen mag, brennt genauso hell.

Jetzt sieht man es, und jetzt sieht man es nicht – so lautet der Schrei der relativen Welt. In der Welt Gottes, in diesem Königreich des Himmels, in dem Wir gemeinsam als Eins eingetaucht sind, lautet der Schrei: "Ah." Unser Einssein ist immer Einssein. Es gibt keine Addition, keine Subtraktion.

Wiewohl es im Grunde einzig das Königreich des Himmels gibt, ist der Unterschied zwischen der sich immerzu wandelnden relativen Welt und dem Wandellosen Königreich des Himmels dein Gewahrsein. Dein gegenwärtiges Gewahrsein dominiert die relative Welt, in der du lebst. Mitunter befindet sich die Sonne einfach in deinen Augen, und damit siehst du sie nicht. Geblendet, siehst du die Sonne nicht, und doch, Geliebte, ihr wisst, sie ist da. Sie ist genau hier. Sie ist genau da.

Ich bin genau hier, und du bist genau hier, und Wir sind Eins. Jetzt zu diesem Zeitpunkt ist Einssein ein Wort für dich. Manchmal erfasst du fast, was Einssein ist, und was es mit dir zu tun hat, die meiste Zeit allerdings ziehst du an ihm vorbei. Ich bin mehr als bei dir. Ich bin du, und doch siehst du Mich nicht. Das bedeutet, dass du auch dich selbst nicht siehst. Das bedeutet, du spielst dich selbst herunter, und du spielst Mich herunter.

Manchmal bin Ich mehr wie ein Haustier, was du hältst. Du streichelst Mich dann und wann, doch die meiste Zeit lässt du Mich aus dem Umkreis deines Lebens heraus. Ganz nett, Gott, sagst du. Ganz nett, Gott, und doch lässt du Mich irgendwo stehen. Obschon Ich, Gott, bei dir bin, gehst du ohne Mich los. Es ist so, als würdest du Mich, im Garten angekettet, zurücklassen. Es gibt keine Möglichkeit, um Mich zurückzulassen, mit der einen Ausnahme, in deinem Geist.

Du hast einen derart absoluten Glauben an die stets sich wandelnde physische Welt, und du hast einen relativen Glauben an das sich nicht wandelnde Absolute. Ist das nicht so?

Es gibt nirgendwo, wohin du ohne Mich gehst oder wo du ohne Mich dableibst, und doch lässt du Mich zurück.

Vielleicht hast du Mich als einen Schwindler gedacht, wer aber ist der Schwindler, Geliebte? Wer legt sich selbst herein und wer wendet sich seinem Geschäft in der Welt zu, so, als würde Ich nicht existieren? Wer führt euch jetzt an der Nase herum? Nicht Ich, Geliebte, nicht Ich.

Und somit gibt es da einen Trick des Geistes, und jener ist die relative Welt, in der ihr lebt. Ihr baut Schlösser im Sand, die fortgewaschen werden, unterdessen ihr die ganze Zeit in einem echten Schloss lebt, was auf einem Fundament immerwährender Liebe errichtet ist. Falls ihr zugesteht, dass das der Fall sein kann, könnt ihr sagen, dass sich das Schloss weit weg auf einem Hügel befinde, und doch, wenn ihr in dem Schloss residiert, was hat denn ein Hügel mit ihm zu tun? Ein Hügel gelangt in einer bestimmten Entfernung zur Ansicht. Auf dieselbe Weise seht ihr Mich und die Realität von euch wie in einer bestimmten Entfernung, unterdessen es überhaupt keine Entfernung gibt. Das ist der Trick des Geistes. Dass ihr an die Entfernung und Nähe glaubt, unterdessen Nähe einzig und allein existiert. Es ist ein Trick des Geistes, dass ihr an Teile glaubt, unterdessen alleinig Einssein ist.

Translated by: theophil

 

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