Dein Körper
Ermattung ist etwas Gutes. Du hast gedacht, es sei etwas Schlechtes. Müdigkeit hilft dir, dich auf langsamer einzustellen. Ohne Abspannung wärst du die ganze Zeit am Rennen. Segne die Ermattung, wenn sie zu dir kommt und ehre sie. Du kannst nicht die ganze Zeit am dich Verausgaben sein. Es muss Pausen geben, und jene nennt ihr sich hinsetzen oder entspannen oder schlafen. Diese Pausen sind so viel von Belang wie die Aktivität, in die du eintrittst.
Ausüben von Aufgaben ist wundervoll. Ruhe ebenfalls.
Deinem Körper und Geist steht es an auszuruhen. Derartige Pausen erlauben es deinem Herzen, mehr vernommen zu werden. In der Ruhe gelangt dein Herz zur Vormachtstellung. Der schöne Schlag deines Herzens hört sich in der Stille der Ruhe selbst. Nichts tun ist so wichtig wie tun.
Natürlich liegt deine Aufmerksamkeit nicht alleine darauf, die Ruhe zu bekommen, die du brauchst. Das ist in deinem Leben nicht das Wichtigste. Du opferst jenem dein Leben nicht mehr, als du es der Tätigkeit opferst.
Die Ruhe bekommen, die du brauchst, bedeutet nicht, dich verhätscheln. Es bedeutet zu erkennen, dass dein Körper eine Grenze hat, und dass es gut ist, sie einzuhalten. So wie du nicht dauernd schreien und deine Stimme überbeanspruchen würdest, so sei es mit deinem gesegneten Körper. Einfach so, wie du dich um Schaufeln und Sägen kümmerst, so kümmere dich um deinen Körper.
Liebe alles im Universum, und das schließt deinen stapfenden Körper mit ein. Respektiere deinen eigenen Körper, und es wird dir leichter fallen, andere Körper zu achten. Dein Körper ist nicht bloß aus Sehnen und Gewebe gemacht. Er hat auch eine DNA, die aus Fäden des Denkens gemacht ist. Liebe deinen Körper. Liebe, wie er sich bewegt. Liebe, was deine Hände und Füße für dich tun. Liebe deine fünf Sinne. Liebe die Verzwicktheit deines Körpers, der für diese kurze Weile auf der Erde deine Seele beherbergt.
Liebe deinen Körper, sobald er sich schnell und sobald er sich langsam bewegt.
Liebe ihn, wenn er hungrig oder gesättigt ist.
Liebe ihn einfach. Liebe seine Existenz. Dein Körper ist dir solch ein Diener. So wie ihn gibt es keinen anderen. Die Vollkommenheit deines Körpers liegt in seinem Gebrauch, nicht in seiner Erscheinung. Liebe indes ebenfalls seine Erscheinung, denn mittels Liebe wird Schönheit bekannt gemacht.
Du kannst das gesamte Universum auf einmal umfassen, dein Menschen-Körper allerdings nicht. Er hat einen einzelnen Schritt auf einmal zu nehmen. Er kann nicht auf alles auf einmal eingehen. Auf der Erde ist dein Körper deine Entourage. Er ist dein Wagen, mit dem du herumkreist. Er hat seine Beschränkungen, aber deine Seele ist stets frei, auf hohe Gebäude und wieder herunter zu springen.
Dein Körper ist die verzauberte Kutsche, in der Cinderella fuhr.
Dein Körper belebt den Planeten, der sozusagen sein eigener Körper ist.
Die Welt ist eine Marschkapelle, und du läufst in ihr.
Dein Körper setzt von einer Stelle zur anderen über. Er ist stets mobil. Selbst in Ruhe ist er mobil. Du wälzt dich. Du wendest dich. Dir wird heiß. Dir wird es kalt. Und dein Geist träumt, und er träumt von sich.
Deine Seele ist stets still, indes immer frei, irgendwohin zu gehen. Es ist nicht genau deine Seele, die deinem Körper entschwindet. Sie hat nicht das Bestreben, zu entkommen. Sie ist bestrebt, dorthin zu gehen, wohin sie kann, und sie kehrt zurück, bevor du aufwachst, sodass dein Körper erkennt, dass die Seele hier ist. Deine Seele braucht deinen Körper nicht, wie allerdings der Körper deine Seele nötig hat! Du, du selbst, bist nie seelenlos. Du bist seelen-voll, und das bedeutet nicht traurig. Dein Körper ist eine Zeitlang ein Seelen-Träger. Er ist glücklich, das zu sein. Er existiert, um deiner Seele für die kurze Dauer, während du auf der Erde bist, dienlich zu sein. Er ist einverstanden, dir zu dienen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/dein-koerper.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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