Das Leben auf der Erde ist ein Trittstein

God said:

Gott redete …

Gewiss, das Leben hat etwas Traumhaftes an sich. Manchmal kommt einem das Leben selbst nicht real vor. Und manchmal nur allzu real. Genau wie ein Traum.
Aber Träume sind sinnvoll und haben ihren Platz. Auch wenn das Leben auf der Erde nur ein Traum ist, so ist es doch Leben, und das Leben entfaltet sich, gewöhnlich und geheimnisvoll zugleich.
Das Leben ist ein glitschiger Fisch in deiner Hand. Er ist schwer festzuhalten, und es fällt dir schwer, ihn loszulassen, und doch gehört der Fisch in deiner Hand genauso wenig dir, wie wenn er frei im Meer schwimmt. Das Leben lässt sich nicht festhalten. Es kann nicht lokalisiert werden. Es ist in Bewegung, während Wir sprechen.
Du suchst nach einer Handhabe für dein Leben, wenn es keine gibt. Sieh zu, dass du dein Leben aus der Hand gibst. Deine Kontrolle ist nicht notwendig. Kontrolle schränkt dich ein. Kontrolle drückt dein Leben zu. Kontrolle verschließt die Kanäle. Kanäle sind dazu da, offen zu sein.
Warum solltest du versuchen, das zu kontrollieren, was du nicht kontrollieren kannst? Lasse die Kontrolle los. Entspanne deine Faust.
Das Leben ist offener für dich, wenn du ihm gegenüber offener bist.
Das Leben wird nicht verordnet. Es wird gelebt. Es ist nicht vorhersehbar, und doch sagt man es oft voraus. Man legt es auf eine bestimmte Seite fest, obwohl das Leben ganz anders ist.
Es gibt nichts, was das Leben sein muss, außer frei zu sein, was es ist.
Du siehst das Leben als eine Herausforderung. Warum das Leben herausfordern, wenn es dein Verbündeter sein kann? Auf welcher Seite des Lebens möchtest du stehen? Sei auf seiner guten Seite. Sei dem Leben wohlgesonnen. Heiße es willkommen.
Das Leben auf der Erde ist ein Sprungbrett.
Es ist ein Zwischenschritt.
Es ist eine Rolltreppe, auf der du fährst. Früher oder später wirst du davon herunterkommen. Dennoch stelle dir vor, dass das Leben auf der Erde sicher ist und dass das Leben nach der Erde unklar ist. Allerdings, gerade das Leben auf der Erde ist das große Unbekannte.
Was nach dem Leben auf der Erde kommt, ist dir bereits bekannt. Es ist also das Bekannte. Und du bist der Wissende. Du bist der große Wissende des großen Wissenden. Du bist mit dem Leben jenseits des Physischen gut vertraut. Und doch legst du dein Bewusstsein beiseite und nimmst eine Unwissenheit an, die nicht wirklich die deine ist. Du spielst eine Rolle.
Hast du nicht mehr an deine Unwissenheit geglaubt als an dein Bewusstsein? Es ist nicht so, dass du nicht glaubst, was direkt vor deinen Augen ist. Du glaubst, was direkt vor deinen Augen ist. Aber du glaubst nicht an das, was jenseits deiner Augen liegt. Doch warum in aller Welt solltest du von dem, was du bereits kennst, wegschauen? Warum so tun, als ob es nicht so wäre?
Die Ewigkeit ist nicht weniger wertvoll als eine unbestimmte Lebensspanne auf der Erde. Vielleicht gerät die Illusion des irdischen Lebens deshalb so wichtig, weil sie so flüchtig ist. Vielleicht möchtest du lieber das fangen, was dir davonläuft, als das, was dir unaufhaltsam gehört.
Im Leben befindet man sich an einer vorübergehenden Zwischenstation. Du befindest dich in einem Warteraum. Man läuft herum. Man geht im Schritt. Man nimmt Schiebewagen. Man macht Gesten. Und ihr wartet auf Meine Ankunft. Als ob Ich nicht bei euch wäre. Als ob ihr Mich nicht sehen könntet, obwohl euer Herz weiß, dass Ich alles bin, was es zu sehen gibt. Manchmal denkt ihr, Ich sei blind, obwohl ihr es seid, die nicht sehen, in wessen Umarmung ihr euch befindet.
Stelle deine Füße auf den Boden und richte deine Augen auf die Meinen. Dafür sind deine Augen da, um über den kleinen Raum hinaus zu sehen, in dem du dich zu befinden glaubst. Du befindest dich in einer großen Halle, und Ich bin der Gastgeber, und du bist Mein Großer Gefährte, der zu Meiner Rechten sitzt, und alles ist gut im Himmel und auf Erden.

Translated by: theophil

 

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