Alles ist gleichlaufend
Gott redete …
Nichts ist in Vergessenheit geraten. Alles, was einst war, ist nach wie vor. Hört genau hin. Eure geliebten Angehörigen, die Nachhause zurückgekehrt sind, sind nach wie vor eure Geliebten, so, wie ihr die ihren seid. Die Liebe, die ihr untereinander teilt, ist nicht mehr länger derart individualisiert, derart personal. Sowie der Atem eurer geliebten Angehörigen nicht mehr ein- und ausgeht, begreift ihr dies in aller Klarheit. Über Tod und Leben wird eine ganze Menge geredet, allein, es existiert einzig die Lebendigkeit von Leben, dessen ungeachtet, in welcher Dimension du, der Beobachter, dich womöglich befindest. Das Leben ist nach wie vor an Ort und Stelle.
Aus der menschlichen Perspektive heraus kann es sein, dass das, was einmal lebenskräftig gewesen war, voll und ganz vorüber ist, und dass es mit ihm getan ist. Ja, ihr könnt selbstverständlich weiterhin derart eng euren Geliebten anhängen, die, wie man sagt, verschieden sind.
Aus einer gewissen Gegenseitigkeit heraus, ist es allerdings möglich, um den Maibaum herumzutanzen, so wie ihr es gewohnt wart. Selbst in Bezug auf Vergangenes ist nichts verloren gegangen. Bloss an der Oberfläche des Lebens ist dies oder das irgendwo anders.
So Unendlichkeit da ist, gibt es ebenfalls Ewigkeit, und in einer gewissen Taktfrequenz könnt ihr die Wählscheibe drehen.
In Bezug auf das sterbliche Leben, ja, da ist alles zeitweilig. Sterbliches Leben ist gewisslich nicht das Absolute.
Von gewissen Blickwinkeln her indes sind alle Ballsäle nach wie vor wiederauffindbar. Ihr könnt da eintreten und die Tänze tanzen, die ihr vormals getanzt habt. Hier geht es nicht um ein neuerliches Durchspielen, das gebe Ich euch zu verstehen, auch ist es nicht eine Filmrolle. Ihr seid genau am gleichen Ort.
Ihr könnt die junge Frau sein, die mit einem Partner von vor etlichen Jahren tanzt. Die Kapelle ist immer noch am Spielen. Es geht nicht um einen Gedächtnisinhalt, der wiederholt wird. Es ist nicht genau so, dass es wieder geschieht. Es ist nicht genau so, dass ihr euch da hineinbegebt, wo ihr aufgehört habt. Nein, Ich spreche gerade davon, dass ihr bereits genau im richtigen Takt der Musik seid. Wovon Ich hier rede, ist, dass dies nicht ein erneut durchlebtes Erfahren ist. Ihr kehrt nicht zurück. Ihr seid geradewegs dann und dort in der früheren Szene drin, just in diesem Augenblick.
Bei einem gewissen Bewusstseinszustand sind du und die scheinbar frühere Realität, und sei es bloß für einen Augenblick lang, simultan, und können da sein. Der Anlass fand nie ein Ende. Er pausierte nie. Die Kapelle spielt weiter, und hier, hier seid ihr.
Ich möchte es ungerne eine andere Realität oder eine mindere Realität nennen, obschon dies von einer anderen Strähne Realität herrührt. Es ist nicht genauso, dass zwei Strähnen identischer Perlen koexistieren und genau so damit fortfahren. Da sind keine zwei. Sollten da zwei sein, da wäre keines von beiden getrennt.
Eines Tages wird dir klar sein, dass nichts sich ändert. Alles ist präsent. Bloß Worte und Abschilderungen können so und so weit gehen, und nicht weiter.
Ich versuche zu sagen, dass alles bekannt ist, und dass es in diesem Augenblick gewusst ist. Nichts ist vorüber.
Sofern Ich omnipräsent und allwissend bin, und sofern Wir Eins sind, ist der einzige Unterschied der, dass du als das Individuum, als das du dich selber wahrnimmst, und dass du, als der, der du wirklich bist, nicht so recht aufeinander eingestimmt sind. Du schaust irgendwoanders hin. Du bist von dem Licht abgelenkt, welches du bist und seit eh und je gewesen bist. Du hast die immerzu-präsente Schärfe, unablässig am Tanzen zu sein.
Genauso wenig möchte Ich sagen, dass du dieses Talent einzusetzen habest. Du hast dich nicht nach ihm umzutun. Du hast es nicht zu studieren. Es kann nicht studiert werden. Ich sage euch soeben, dass diese Stufe an Gewahrsein angeborenerweise ist. Hört genau hin.
Es ist ein argloser Vorgang, jedoch kaum ein Vorgang. Man könnte es mehr als einen Instinkt beschreiben. Ihr fädelt es nicht ein, diese Befähigung an den Tag zu legen, ebenso wenig, in ihr zu glänzen oder sie euch selber oder irgendwem beweisen zu mögen. Alle, die mit Mir Eins sind und die miteinander Eins sind, haben dazu Zugang.
In einer anderen Welt könntet ihr dies dafür halten, es gehöre dem ursprünglichen Leben auf dem Bildschirm zu. In dieser Welt, in der ihr lebt, ist diese Befähigung, wenigstens bisher, verschleiert. Nichtsdestotrotz, diese sinnfällige Befasstheit ist direkt vor euch.
Wir können diese Erfahrung realen Lebens mit den Augenblicken vergleichen, wann ihr euch darüber klar werdet, dass sich eure Brille auf der Stirn befindet. Ihr habt einige wenige Sekunden lang vergessen, dass sie die ganze Zeit dort gewesen ist.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/alles-ist-gleichlaufend.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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