Zurücktreten

God said:

Wenn du deine Welt voller Tumult erlebst, tritt ein wenig von ihr zurück. Ein wenig zurücktreten ist nicht davon abrücken. Werde eine Zeit lang ein Beobachter. Nimm dir eine Minute, um dich selbst und das, was du dort inmitten bist, anzuschauen. Mitten in den Schrecken gehörst du womöglich nicht hinein. Du hast vielleicht gezögert, einen Blick darauf zu werfen, so verhaftet, um zu fechten, wie du bist.

Du widersetzt dich - einerlei, was du dich widersetzt -, weil du dich widersetzt. Einen anderen Grund gibt es nicht. Um das klarzumachen - Beweggründe und Ursachen können aufgefunden werden, aber es gibt keinen Grund, dich durch die Dinge durchzubringen, bei denen du dich des Öfteren durchbringst.

Du kannst teilnehmen, aber das bedeutet nicht, du hast dich in dem Gewühl zu verfangen. Du kannst Zwietracht auflösen, anstatt in sie einzutreten oder noch mehr an ihr zu rütteln.

Du hast die freie Wahl. Das bedeutet nicht, du hast alles so, wie du es möchtest, insofern du es möchtest, jedoch hat freier Wille eine größere Bedeutung, als du ihm gegeben hast. Dein Wille ist frei. Er kostet nichts. Du gibst nichts auf, um eine andere Wahl zu treffen. Was ist dein Wille? Was wählst du vor etwas anderem?

Sobald du dich zwischen dir und einem Anderen in Einzelheiten verfangen hast, hast du dich mit dem Streit vermählt. Was, meinst du, würdest du aufgeben, wenn damit aufhörst?

Sobald du keine Liebe spürst, halte für eine Sekunde ein und frage dich selbst: "Was kann ich jetzt in dem Augenblick tun oder sagen, was diese Misshelligkeit, an der ich so teuer festhalte, unterhöhlen würde? Was ist das eigentlich, was mir momentan so sehr von Belang ist, dass ich es nicht los lassen kann? Was gewinne ich, sofern ich in dieser Auseinandersetzung obsiege? Was habe ich erlangt? Welcher Sieg ist da, und was ist sein Entgelt? Falls ich gewinne, was werde ich verloren haben?"

Was steht deines Erachtens auf dem Spiel, wenn du dich in wichtig erscheinenden Belanglosigkeiten verfängst? Du denkst vielleicht, du kämpfst für etwas, doch öfters kämpfst du bloß gegen nichts. Letztlich bist du es selbst, gegen den du kämpfst.

Das hat so zu sein, sonst würdest du nicht all die Dinge durchmachen, die du durchmachst.

Sofern deine Perspektive schräg angesetzt war, kannst du von Neuem beginnen. Was musstest du deinem Empfinden nach absolut haben?

Vielleicht hast du das Gefühl, du habest etwas Lebensnotwendiges zu sagen. Was ist es? Und wem gegenüber?

Vielleicht hast du das Gefühl, du musst angehört werden. Wieso ist das so? Wer muss dich hören, und warum?

Vielleicht hast du das Gefühl, deine Meinung müsse zählen. Wer muss als unabdingbar erachten?

Du bist derjenige, der zu dir selbst spricht. Und du bist derjenige, um dich selbst zu würdigen. Deine Meinung muss mit dir rechnen.

Wenn du deine Haare so und so trägst, gibst du nicht aus, dass Jeder sie genauso tragen muss. Du weißt es durchaus besser, als deine Energie auf eine solche Sache zu verausgaben. Und gleichwohl, wofür wendest du deine Energie auf? Wieso ist es dir so wichtig geworden, dass ein Anderer etwas genauso sieht wie du?

Morgen wirst du es ohnehin anders sehen.

Es gibt nichts, woran du festzuhalten hast. Keine Vorstellung, keine Meinung, keinen Ausgang.

Was wäre, wenn du einem Anderen zum Zuhörer würdest?

Was wäre, wenn du liebenswürdig zuhörst, was sie zu sagen haben?

Was wäre, wenn du das, was sie zu sagen haben, für ebenso wichtig erachtest, wie das, was du zu sagen hast?

Was wäre, wenn du freundlich und verständnisvoll und warmherzig wärest? Und wieso das nicht sein? Wieso irgendetwas anderes aussuchen? Und falls ihr etwas anderes aussucht, wieso es fortsetzen, Meine Geliebten?

Kommt jetzt. Seid Freunde. Lasst Bagatellen los. Macht Raum für Größe.

Translated by: theophil

 

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