Wo ist Glück?
Gott sagte ...
Du hast so viel gelesen. Du hast so Vieles gehört. Du hast studiert. Du hast gesucht. Du suchst nach wie vor. Du weißt so Vieles, und du weißt, dass es dir anliegt, glücklich zu sein, und dennoch entzieht sich dir das Glück. Das Glück webt sich in dein Leben hinein und heraus.
Es gibt Zeiten, in denen du dachtest, das Glück sei dein, und dann, dir gänzlich unerschlossen, schlüpfte es fort. Du hast nicht hingeschaut. Dein Glück wird wie eine Prinzessin an Baby, die weggestohlen und durch ein verzerrtes Wechselbalg ersetzt wurde. Ohne dein Wissen über das Wie oder Wann ist es wie ein Stück Kohle, das die Stelle der freudigen Baby-Prinzessin, die du einst im Arm hieltst, einnimmt.
Entmutigung und Verzweiflung treten ein. Dein Herz wird in dieses Stück Kohle gekehrt. Es ist unvorstellbar, wie die Prinzessin des Glücks so leicht ausgewechselt werden konnte und wie die Königin der Liebe aus dem Fenster deines Herzens hinaus geschossen und in viele kleine Stücke geblasen wurde.
Du weißt es besser, und dennoch scheint der Moment zu kommen, wann Verzweiflung zu deinem Partner wird, wann sie dich aufkauft, sie dich übernimmt und zur Regel des Tages wird. Etwas ist über dich gekommen. Einen Augenblick warst du der König des Schlosses, und nun bist du es nicht. Du erwanderst das Terrain deines Lebens, und du fragst dich: Wo ist das Glück? Wann wird es zurückkehren? Wird es zurückkehren?
Plötzlich warst du bitter und untröstlich geworden. Leere bestürmt dein Herz, dort, wo es einst war. Was tust du jetzt?
Hier nun, Geliebte, was es zu tun gibt. Betrachte diese Verödung wie einen Tanz, den du aussetzt. Verzweiflung ist über dich gekommen und bat dich um einen Tanz.
Du sagst: „Nein, Dankeschön. Ich möchte diesen Tanz aussetzen. Ich möchte dir auf der Tanzfläche zusehen, aber ich möchte nicht, dass du deine Arme um mich legst, und ich möchte nicht mit dir tanzen. Ich möchte mich dir nicht anschließen. Ich muss mich dir nicht anschließen. Ich möchte es nicht haben, dass du mich führst. Dieser Tanz wird bald vorüber sein, und ich werde zu meinem Herzen zurückkehren, oder mein Herz wird zu mir zurückkehren. Auf jeden Fall wirst du davonziehen. Du hast versucht, dich in mein Leben einzubringen. Du hast mich behelligend angesprochen. Du hast deinen Fuß in die Tür gestellt, und, dennoch, du hast den Schlüssel zu meinem Herzen und Leben nicht. Du könntest jetzt genauso gut gehen. Fort mit dir. Du bist schier ein Strolch, der rummacht, er sei stark. Im Vergleich zur Liebe bist du ein Schwächling. Gleich wie du mein Herz untermauert haben magst, mein Herz ist bei Gott gefestigt. Im Vergleich zu Gottes Liebe bist du bloß ein abgebrochenes Streichholz. Du wirst in meinem Herzen keinen Flächenbrand auslösen. Nein, das wirst du nicht.“
Und, demnach tanzt du nicht mit dieser hauchdünnen Verzweiflung. Du fällst nicht in ihre Falle. Woher bloß bekamst du die Idee, dass die Verzweiflung dich übernehmen könnte? Sie kann es probieren. Sie kann um dich herum Stepp tanzen. Du magst ihre Beute sein, aber definitiv nicht ihr Preis. Sie mag alle Tricks ausprobieren, du aber bist gegenüber ihrem Zauber immun, Geliebte, Geliebter. Verzweiflung hat in deinem Leben keinen Platz. Dieser Tanz ist für das Glück reserviert.
Und somit fragst du Mich: „Wo dann ist mein Glück? Wohin ging es? Wann wird es zurückkehren?“
Geliebte, das Glück ist eben dort, wo es immerfort war. Die Verzweiflung warf einen Schatten über es, und bald wird die Sonne herauskommen, und der Schatten wird fortgehen, wie es Schatten so müssen. Das Glück ist nie davongezogen. Es wurde durch einen halbseidenen Charakter, durch nichts weiteres als einen Halunken, gegenüber deiner Sicht verdeckt. Egal wie beleumundet dieser Schurke ist, Halunken ziehen davon, und du wirst wieder mit dem Glück aufs Vertrauteste beisammen sein.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wo-ist-glueck.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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