Wildblumen und Lämmer
Gott redete ...
Ihr seid Wildblumen, die in einer Wiese wachsen. Ihr sprosst hervor, und ihr kehrt euch zur Sonne. Ihr stammt aus einem Samen, der über die Erde verstreut ist, und, auf die eine oder andere Weise, wachst ihr. Wo immer ihr euch einfindet, ihr gedeiht. Ihr tut das, weil Gedeihen euer natürlicher Zustand ist, und das ist ebenso das Geschenk, was ihr Anderen gebt.
Gedeihen ist Wachsen. Ihr hört mit dem Gedeihen nie auf. Selbst euer Ableben ist ein Gedeihen. Selbstverständlich gibt es keine Dahinscheiden, doch spreche Ich in der gewöhnlichen Terminologie der Menschen, damit Ich gehört werden kann. Das ist die einzige Erklärung Meinerseits, die Ich geben werde.
Ich begegne euch, wo ihr seid. Ich schaue in eure Augen aus der Höhe, wo ihr steht. Ich stehe nicht auf Feierlichkeiten. Ihr könnt Mich erreichen von dort aus, wo ihr seid. Ich bin nicht auf Elite aus. Ich mache keine Ausnahmen. Es gibt keinen einzigen, der auszunehmen ist. Ganz bestimmt lasse Ich dich nicht aus.
Wie würde Ich bekannt werden, ausgenommen für dich? Wer würde Mich kennen, sofern es keinen einzigen gebe, der kennen lernt? Demnach also, demnach habe Ich dich erschaffen. Und demnach schaue Ich nunmehr Mich selbst an und spüre das Aufwallen einer großen Freude.
Würdest du keine große Freude haben, falls du wüsstest, dass du jetzt soeben auf Mich blickst? Blicke nach innen.
Ich wende Mich selbst von innen nach außen. Ich werde aus jedem Winkel gesehen. Manchmal ist deine Sicht vielleicht verdreht, nicht aber Ich. Ich bin Gott der Allmächtige, und Ich ruhe in dir. Ich rufe Mich selbst in dir auf.
Wenn du dich gerührt fühlst, rühre Ich dich. Dein gesamtes Leben ist Mein dich Rühren. Und demnach rühre Ich Mich selbst.
Wenn du die Freude kennst, kennst du Mich. Wenn du die Freude kennst, erfahre Ich Mich soeben Selbst.
Wenn du weniger als Freude kennst, hast du dich selbst mit etwas anderem gebannt. Sage Mir nicht, du habest das nicht getan. In einem Augenblick oder in zweien vergisst du Mich. Du vergisst Unser Zugehörigkeitsgefühl. Du vergisst die Realität Unseres Einsseins. Ich bin aus deinem Geist heraus. Das ist der einzige Ort, aus dem Ich herausgehen kann. Du kannst Mich nur in deinem Gewahrsein im Stich lassen, und Ich kann dich nie im Stich lassen.
Unsere Zusicherung ist unaufgebbar. Unsere Zusicherung wurde in einer permanenten Tinte niedergeschrieben und kann nie ausgelöscht, kann nie aufgelöst, nie rückgängig gemacht werden. Sie kann nicht zurückgenommen werden. Du kannst sie nicht zurücknehmen. Und nichts, was du tust, nimmt sie zurück. Du kannst sie auseinanderreißen, aber sie wird nie zerrissen. Du kannst sie verbrennen, aber sie entzündet sich in deinem Herzen von neuem. Du kannst sie verbergen, jedoch wird sie immerzu aufgefunden. Du kannst von ihr wegrennen, aber du kannst ihr nicht entkommen. Der Name Unserer Zusicherung ist Bestreben des Herzens. Wonach sonst bist du auf der Suche?
Du dachtest, Unsere Zusicherung habe andere Namen. Keiner der anderen Namen ist echt. Es gibt keine Handzettel zu Unserem Vertrag, in dem von Verurteilung, Bestrafung oder von anderen dieser irrigen Worte die Rede ist. Sie sind erdichtet.
Du bist Mein Handschlag. Du bist Mein Treuegelöbnis. Du bist Meine Geliebte, Mein Geliebter, und das ist alles, was da dran ist. Mehr gibt es da nicht zu sagen. Das ist die Gesamtsumme. Du bist Mein Geliebter. Du bist Mein ewiger Geliebter. Ich liebe dich wie Mich selbst. Du bist Mein Selbst.
Du siehst dich jedoch als ein blutendes Lamm, das irgendwo abgekommen ist, das sich in einem Zaun verfangen hat, und das scheinbar nicht weiß, was zu tun ist, das nicht versteht, was ihm widerfahren ist, das nicht versteht, was daraus zu machen ist.
Der Schäfer allerdings wird kommen. Er sah, wie das Lamm fortwanderte. Der Hirte war nie des Lammes ledig da gestanden. Und sobald das Lamm erkennt, dass es gefunden ist, wird sein Herz hüpfen, und das Lamm wird hüpfen, und alles ist gut. Alles war die ganze Zeit gut. Einzig das Gewahrsein war das Fehlende.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wildblumen-und-laemmer.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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