Wer außer Gott?
Gott sagte …
Wie prächtig ist die Welt, die Ich gemacht habe, und wie prächtig seid ihr! Ich möchte nicht den Mund zu voll nehmen oder sonstwas, doch kann Ich Mir nicht anders helfen, als die Loblieder Meiner Schöpfung zu singen. Erfasst ihr, was Ich geschaffen habe?
Denkt an ein Lächeln. Also, das frage Ich euch nun, wer außer Mir könnte an ein Lächeln gedacht haben? Bemerkt ihr all die verästelten Auswirkungen? Wie kann die Wertschätzung der Freude und des Menschseins an den Muskeln rund um das Gesicht festgemacht sein, und dennoch sind sie das, und dennoch ist es so.
Wer könnte an Lippen, an eine Zunge, an Zähne, Rachen und Nasenhöhlen und Lungen gedacht haben, aus denen das Reden entkommt? Wer könnte an das Sprechen gedacht haben, und doch tat Ich das.
Wer könnte an Finger und an den Daumen und an all die Herrlichkeit gedacht haben, die sie zusammen verrichten können? Wer könnte an die Anmut eines einzelnen kleinen Fingers gedacht haben? Wenig wusste Ich davon, dass Finger auch ein Ort sein könnten, an dem Liebesringe angebracht werden können.
Wer könnte an die Knochen in deinem Fuß gedacht haben, und an alldas, was sie über so viele Jahre so gut tragen konnten? Gehören deine Füße nicht bewundert?
Wer könnte an eine Nase gedacht haben, und an all die Atemzüge, die sie ein- und ausatmen würde? Wer hätte eine Nase derart perfekt zur Ausführung bringen können?
Genaugenommen brachte Ich das indes nicht zur Ausführung, Geliebte. Ich rief ins Sein. Ich erschuf auf die gleiche Weise, wie ihr das tut. Ich erstrebe, und dann tritt die Erfüllung Meiner Bestreben in Erscheinung und präsentiert sich. Schöpfung ist nicht Denken und nicht Planen, Geliebte. Schöpfung ist ein Verlangen, das herannaht, um vorüberzuziehen. Sie wird nicht Schritt für Schritt ausgeführt. Ihr wisst, wie der schöpferische Prozess aussieht. Er ist inspiriert! Etwas löst ihn aus. Verlangen und Imagination lösen ihn aus. Auch dann, wenn ihr dabei hart arbeitet, zunächst war es eine Saat einer Idee.
Bevor er malt, weiß ein originärer Künstler nicht genau, wie sein erschaffenes Gemälde aussehen wird. Er hat in seinem Herzen ein Sehnen. Er mag wissen, er wird einen Sonnenuntergang oder -aufgang malen, und gleichwohl erscheint das Gemälde vor ihm genauso, wie eine Rose aufblüht. Der Künstler hat Leidenschaft, er hat einen Brennpunkt, und er oder sie wendet sich auf sich selbst an, und dennoch erschafft sich das Kunstwerk selbst. Die Schöpfung des Künstlers erschafft sich selbst.
Eine Saat wird ausgebracht, und daraus erwächst ein Baby. Ihr malt euch nicht jedes Glied und jedes Gesichtsmerkmal aus. Die Natur wächst das Baby in all seiner Vollkommenheit aus. Im eigentlichen habt ihr das Baby nicht erschaffen. Ihr wart Anschauende der Schöpfung. Räumt all Meiner Schöpfung den Ehrenplatz ein, wie ihr das bei der Geburt eines Kindes tut. Wisst, wie Ich erschaffe. Ich pflanze eine Saat an Gedanken, und aus diesem bescheidenen Bestreben erwächst ein Universum nach Meinem Gefallen.
Geliebte, zuguterletzt seid ihr Zuschauende bei der Schöpfung. Wenn ihr euch das vom Künstler geschaffene Kunstwerk betrachtet, wird dessen Erschaffung in eurem Herzen erneuert. Ihr vergegenwärtigt euch das Kunstwerk in vieler Hinsicht genauso, wie es der Künstler oder die Künstlerin tat. Ihr seht das beendete Erzeugnis, und dennoch seht ihr vielleicht über es hinaus direkt in die Seele des Künstlers.
Wenn ihr euch die Schöpfung anschaut, die Ich für euch machte und aus der Ich euch machte, werdet ihr dann Mich sehen?
Werdet ihr Mich in jedem Ausdruck von ihr sehen, in jeder Farbe, in jeder Tönung, in jeder Note, in jeder möglichen Kombination? Werdet ihr sogar auf dem Pflaster, auf dem eure Füße gehen, einen Blick von Mir erheischen? Auch im Klang einer Hupe? Mit Sicherheit werdet ihr einen Blick von Mir in dem Tag- und Nachthimmel erheischen, in der Sonne und dem Mond, und in dem leichten Wind, der bläst. Über jedes Medium wispere Ich euch zu. Sagt Mir, was Ich euch im hellen Licht und in der Düsternis zuwispere. Erzählt Mir, was Mein Herz euch durch jeden Zentimeter dieser schönen Schöpfung sagt, die Ich für euch ausgegossen habe. Erzählt Mir, wie ihr Mich und Meine Schöpfung liebt.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/wer-ausser-gott.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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