Wenn du vollkommen still bist

God said:

Gott redete …

Alles ist in Stille. Nichts rührt sich, nicht einmal eine Maus. Da ist Stille inmitten der Stille. Und auch, wenn ein Blatt tanzt, tanzt es in Stille. Sogar in der Bewegung ist das Blatt still. Und du, der du dem Blatt zusiehst, auch dann, wenn du hoch und nieder springst, bist ebenfalls Stille. Du bist Seiend, und Seien ist in seiner ganzen Natur still. Sogar inmitten eines Hurrikans existiert Stille. Natürlich regiert inwendig in dir die Stille als Höchstes.

Ich bin eure Stille, Geliebte. Ihr seht Mich nie herumrennen. In vollkommener Stille führe Ich jede Tätigkeit aus. Vielmehr, Ich führe nicht aus. Ich rufe jedwede Aktivität zu Mir. Ich sage ihren Namen, und es ist getan. In Stille ist alles leicht. Aus ihrer Natur heraus ist Stille anstrengungslos. Alles reist zu dir hin, sobald du vollkommen still bist. Du musst nicht zu ihm hin gehen.

Auch dann, wenn du herumrennst, bist du Stille. Auch dann, wenn du ärgerlich bist und dein Blutdruck steigt, auch dann bist du still. Auch dann, wenn du ein Rennen austrägst, bist du still. Dein Geist und dein Körper können herumeilen, der Kern von dir indes ist Stille.

Beuge dich in diese Stille hinein, Geliebte und Geliebter, und du wirst mehr erzielen. Je leichter du bist, desto leichter fällt dir alles im Universum in den Schoß.

Wenn du einen Graben gräbst, gräbst du ihn. Du arbeitest schwer. Und dennoch tust du nichts. Dein Körper bekommt seine Ertüchtigung. Ein Loch ist gegraben. Zwischenzeitlich hast du überhaupt nichts getan. Hast du erlebt, was Ich meine? Wer oder was tut das Tun? Dein Körper, dein Geist. Du aber bist Stille.

Du studierst eines Tests wegen. Du schaffst ihn. Du erhältst die Note A. Du tatst nichts. Ein A erreichte dich. In Wirklichkeit hast du das A nicht erschaffen. Du schriebst ein Papier. Ein Anderer schrieb ein A auf dein Papier. Dir wurde ein A gegeben. Du hast es bekommen. Und dann hast du es entgegen genommen. Bei B, C, D, E ist es das gleiche.

Stille ist großartige Belebung, und gleichwohl ist sie still.

Vor, während und hinter dem Tod des Körpers geht die Belebung weiter. Der Körper stoppt, nicht allerdings die Lebendigkeit des Seiens. Dein Seien fährt unentwegt fort, in das Universum einzuziehen. Seien ist eine Konstante, und es setzt sich immerzu in seiner Stille fort. Es ist fast so, als würdest du als Tuer eine Maskerade aufführen, indessen du in Wirklichkeit Stille und nichts als Stille bist, so helfe dir Gott.

Ich vibriere in Stille. Was Ich vibriere, ist. Was Ich nicht vibriere, ist nicht.

Sogar in der Verrücktheit gibt es Stille. Sogar im Kreischen. In allem ist die Stille der Stille. Es gibt einen Zuseher-Aspekt von dir, der darum weiß, der das Wunder der Aktivität kennt, der um die Stille der Realität weiß, der weiß, dass du immerfort im Himmel bist, auf der Erde schauspielernd.

Handlung kann nur so und so weit reichen. Sogar Actionfilme haben ihre Begrenzungen. Die feineren Filme haben größere Power als die rauhen und tumben. Die zarten Filme sind wachrufender, und ihre Tragweite trägt einen zu den stillen und zarten Ebenen. Je stiller ist auch umso höher. Reden ist nur Reden. Tun ist nur Tun. Seien freilich geht inmitten der Aktivität stille voran.

Natürlich, du isst. Natürlich, du gehst. Natürlich, du schwimmst. Und gleichwohl bist du weit mehr als ein Esser, ein Spaziergänger, ein Schwimmer. Wo du doch bereits im eigentlichen nicht definiert werden kannst, umsomehr kann Ich nicht definiert werden.

Und wenn dein Körper schwimmt, wo schwimmst du deines Erachtens? Er schwimmt im Ozean deines eigenen Seiens.

Was denkst du, bin Ich außer Seien? Was denkst du, bist du, wenn nicht Seien?

Seien ist eigenschaftslos, und dennoch bist du ein Seien, und dennoch bist du ein Menschliches Seinswesen auf der Erde, ein Seinswesen, das Facetten von sich selbst einsammelt, und das jene als Eigenschaften benennt. Ihr seid zusammenbündelnde Seinswesen, Geliebte.

Translated by: theophil

 

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