Weder Laub noch Lotusblume

God said:

Gott redete …

Unvoreingenommen sein ist weder mehr noch weniger als mitfühlende Weisheit. Alle Weisheit ist mitempfindend, anderenfalls wäre sie nicht Weisheit.

Bedeutet Dinge persönlich nehmen Ego? Ich meine, ja. Ein Teil von persönlich nehmen ist der Gedanke: „Wie können sie so mit mir reden? Wer denken sie wer sie sind? Wer denken sie bin ich?“ Ja, das sieht Mir nach Ego aus.

Ohne eine Einmischung des Ego wird der Gedanke eher so sein: „Was geht wirklich hier vor? Und wie kommen wir von hier aus weiter?“

Und immer ist die Antwort Liebe, nicht aufgeblasene Liebe, sondern Liebe als eine Bereitschaft zu verstehen und von dort aus weiterzugehen.

Ego hat eine ungemein kurze Schwingungslänge. Einerlei wie virtuos, es klappert. Wenn du dich aufgebracht fühlst, egal wie gerechtfertigt, ist Ego mit von der Partie. Wenn kein einzelner Mensch da ist, um ihn als die Ursache anzusehen und ihm Vorwürfe zu machen, dann ist es das Leben, an dem du Anstoß nimmst. Der Gedanke dabei wird etwa sein: „Wie kann das mir passieren?“

Oder du nimmst es Mir für übel und denkst: „Wie konnte Gott das zulassen?“

Und du kommst zu der Schlussfolgerung, du seist nicht geliebt und nie geliebt gewesen, und genauso würdest du nicht mehr länger lieben mögen. Bist du nicht der Auffassung, dass der Preis für ein zerbrechliches Ego allzu hoch ist?

Wenn auch – es wird eine Zeit kommen, wann du merkst, dass dir tatsächlich nichts zustößt. Du bewegst dich durch die Gewässer, das ist alles. Manchmal sind sie stürmisch und manchmal mild. Manchmal halten sie dich flott, und manchmal bugsieren sie dich nach unten. Manchmal heben sie dich hoch, als befändest du dich in einer Spirale zum Himmel hin, und manchmal lassen sie dich zu Untiefen treiben. Wie auch immer, die Gewässer sind einfach etwas, was ihr durchmesst. Ihr nehmt die Gezeiten nicht persönlich. Sie sind nicht da draußen, um euch zu fangen. Sie sind einfach was sie sind, während sie sind, was sie sind. Du bist den Wellen ein Beteiligter, aber du bist, ihrer unbeschadet.

Unter Umständen siehst du dich als ein Blatt im Wasser. Selbstverständlich bist du aber kein Blatt im Wasser. Wenn du gerne einen Naturvergleich haben möchtest, dann vergleiche dich mit einer Lotusblume, die im Wasser wächst und blüht. Schöne Wesen, wie sie es sind, du bist weder ein Blatt noch eine Lotusblume. Du bist ein Menschenwesen.

Du bist nicht derart abhängig von den Strömungen. Du brauchst nicht mit ihnen tiefer sinken, noch auch, dich von ihnen in die Höhe gehoben sehen. Die Strömungen sind nicht die Fabrizierungen, die dich herstellen.

Nicht anders – die Gedanken anderer Menschen sind nicht die Fabrizierungen, die dich herstellen. Warum spielt es eine so große Rolle, was eine anderer denkt? Warum gehst du dir selber aus dem Weg, um Wertschätzung vonseiten eines anderen zu erhalten zu suchen? Lasse dich der Wertschätzende eines anderen Menschen sein. Was du an Gedanken hast, das spielt eine Rolle. Was ein anderer Mensch denkt, ist dabei unerheblich. Du machst es bloß erheblich, aufgrund deiner Betonung, auf der Suche nach Liebe und einer guten Meinung über dich zu sein. Aber selbst wohlwollende Gedanken und Übereinstimmungen machen dich nicht geliebt. Gedanken wechseln just wie die Strömungen des Wassers, und du kannst auf dem Trockenen sitzen gelassen bleiben. Es ist wohlbegründet, dass du außerstande bist, dein Leben abhängig davon, was Andere von dir denken, zu leben.

Aber hast du nicht gerade das getan? Sind nicht gerade deine Launen gemäß den Temperamenten rund um dich herum angeweht und angeblasen worden? Hast du nicht dich selber wie die vielen Münzen in deinen Taschen gesehen, am Klirren, für eine Ausgabe oder eine Anschaffung, erstanden oder verkauft, von einer zur anderen Hand gereicht, abhängig von einem flimmernden Marktpreis für deinen Wert?

Bleibe bei einem stabilen Investment. Dein Wert fluktuiert nicht mit dem Wetter. Lege in Liebe an. Ziehe Liebe auf dich. Räume alleinig der Liebe Botmäßigkeit über dich ein.

Translated by: theophil

 

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