Was soll Ich heute mit dir tun?
Gott redete …
Du kannst Sein nie verlieren. Nichts ist klarer oder allumfassender als Sein. Das Sein ist die Grundlage, auf der alles andere entsteht und sich zeigt, und das klare Licht des Seins überstrahlt alles andere. Alle Linienzeichnungen, alle Radierungen, alle Markierungen, die auf das Sein zu leuchten scheinen, sind nichts als Kritzeleien, die für einen Moment auf der erstaunlichen, energetischen Basis von allem imaginär oder unimaginär gezeichnet wurden. Doch nichts - gar nichts - kann deinem großzügigen Sein etwas anhaben. Nichts kann es verdunkeln, beflecken, zerkratzen. Höchstens ein ausradierbarer Buntstift geht darüber. Die Spuren, die der Stift hinterlässt, verblassen sofort, während sie gezeichnet werden, und verschwinden ganz, bevor der Stift den Rand des Papiers erreicht.
Das gilt auch für dein Leben. All die Kratzer darauf sind illusorisch. All das Drama ist ausschließlich Drama. Die Bühne des Seins ist unangetastet. Welche Szenen auch immer auf die Oberfläche deines Lebens springen, es sind nur Szenen, die auf eine unbewegliche Kulisse geklebt wurden, nur für einen Moment, und dann verschwinden sie, trotten in die Vergessenheit, aus der sie kamen, als ob sie nie da gewesen wären. Das ist wahr - sie waren nie da. Sie waren bloß eingebildete, umherreisende, unmögliche Impulse deines Geistes, die durch dein Sein rasten, es aber nicht berühren konnten und es nie taten. Das Leben, das du gesehen hast, ist unmöglich.
Nichts kann dein Sein erhellen, genauso wenig wie etwas es trüben kann. Die hellsten Strahlen können dein Sein nicht heller machen. Dein Sein ist so hell, wie es nur hell sein kann. Es ist funkelnd klar. Nichts kann es trüben. Nicht einmal das dramatische Leben, das du auf ihm dir zu erkennen gibst, kann es trüben. Nicht all die Höhen und Tiefen. Nicht einmal Wunden auf dem Feld des Seins können eine Spur oder den kleinsten Kratzer hinterlassen. Es bleibt kein Beleg zurück. Es gibt nichts, was auch nur einen winzigen Strahl der herrlichen Klarheit deines Seins in Frage stellen oder abziehen könnte.
Euer Wesen, das gewiss ja das Meine ist, ist unveränderlich. Unser wahres, großartiges Wesen kann nicht beeinträchtigt werden. Es kann niemals überkochen oder verdampfen, nicht einmal in der kleinsten, unbedeutenden Menge. Das gottgegebene Sein ist unbefleckt. Es ist unzerstörbar, es ist immer dasselbe, unabhängig von den Bewegungen, die es durchlaufen hat.
Was in deinem Leben abgetastet wird, ist nicht dein Sein. Alles, was du vor dir siehst, ist nicht dein Sein. Dein Sein, scheinbar unsichtbar, ist so hell, dass du es nicht siehst. Du lässt es von allem anderen übertönen, aber das Sein kann weder übertönt noch überholt werden. Nichts kann neben ihm gesehen werden, und doch siehst du eine Phantasmagorie und siehst nicht das helle Licht. Du siehst nicht das helle Leben, das dein Leben ist. Dein Leben spielt sich auf einem hellen Licht ab, das sich vor dir ausbreitet. Das helle Licht hat dich scheinbar geblendet. Du hast das, worüber deine geschlossenen Augen flackerten, für die Wahrheit Gottes gehalten. Die Wahrheit ist, dass deine Augen sich dem hellen Licht entzogen haben. Wenn es kein helles Licht gäbe, könnten deine Augen nicht die imaginären Linien und Schatten hervorheben, die sie hervorheben.
Was soll Ich heute mit dir machen? Ich denke, Ich werde dich ein wenig herumdrehen und dich dann bitten, deine Augen zu öffnen und zu sehen, was du siehst und wo du bist und wer bei dir ist. Ein kleiner Blick genügt für den Moment. Jetzt drehe Ich dich, und jetzt schaust du, und jetzt findest du Freude, und jetzt lächelst du, wenn du daran denkst, du habest jemals gedacht, es gäbe etwas anderes.
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