Was möchten wir in dieser kurzen Zeit auf der Erde tun?
In früheren Tagen hat man gesagt, ihr würdet bereits bei Meinem Anblick oder beim Hören von Mir, oder gar schon bei einem Schatten von Mir erzittern. Man sagte, ihr würdet vor Ehrfurcht erbeben. Ich möchte es klarstellen, es handelt sich nicht um Angst, aus der heraus ihr erbebt. Ich möchte nicht einmal, dass ihr aus Ehrfurcht erbebt. Ehrfurcht scheint zu bedeuten, dass Ich weit außerhalb von euch bin. Es scheint zu bedeuten, dass Ich hoch über euch stehe, und dass ihr ein kleines Ding unterhalb von Mir seid. Erzittern scheint große Trennung anzuzeigen. Ich möchte nicht, dass ihr Bangigkeit über Mich innehabt. An Mir ist nichts zum Fürchten.
Ein großer Unterschied herrscht zwischen bescheiden sein und Angst haben. Sobald du ohne Ego bist, bist du bescheiden. Das ist's.
Ja, habe ein Gewahrsein, dass es ein Seienshaftes gibt, was umfassender ist als die Persönlichkeit, die du als dich selbst unterstellst. Große Seienshaftigkeit liegt ebenfalls inwendig in dir. Große Seienshaftigkeit kennt die Macht, die sie innehat. Du, der du die Erhabene Seienshaftigkeit inwendig in dir hast und sie nicht erkennst, kennst die Macht noch nicht, die dein ist. Infolgedessen polsterst du dich mit dem Ego aus. Falls du die Festigkeit von Wer Du Wirklich Bist kenntest, würde das Ego eben als das erkannt, was es ist und als absurd angesehen werden. Wer hat ein kleines Schwert aus Gummi nötig, unterdessen Er das Schwert der Liebe in der Hand hält?
Es gibt einen Unterschied zwischen Bild und Schatten. Ihr wurdet in Meinem Bilde gemacht, nicht in Meinem Schatten. Ihr seid keine Spur von Mir. Ihr seid alles von Mir. Alles, was Ich BIN, SEID ihr. Alles, was Ich habe, habt ihr. Ihr wisst, dass es sich bei Unserer Rede, wenn Ich du und Ich sage, um eine Formalität handelt. Es ist Ich, oder um einer weiteren Formalität willen, es ist Wir. Wir sind Eins, dem Anschein nach in kleine Teile zerbrochen. Die Realität ist, dass Einssein nicht zerbrechen kann, nicht einmal in zwei Teile.
Wir können, der Umgänglichkeit halber, sagen, dass es ein kleines du und ein Großes Ich gibt. Eigentlich gibt es kein kleines du. Es gibt einzig ein Großes Ich, oder, falls euch das lieber ist, ein Großes Wir. Freilich ist es für euch schwer, gegen Beschränkungen anzukommen. Für euch ist es leichter, Schwellen zu überwinden, als gar keine Schwellen zu überwinden.
Relatives Leben ist in zwei Teile aufgespalten. Es ist, als wären Wir getrennt. Relatives Leben ist allesamt ein Als Ob. Es ist, als ob es das Materielle gäbe. Es ist, als gäbe es ein gebrochenes Herz. Es ist, als gäbe es Dispute. Es ist, als gäbe es Verbrechen. Es ist, als gäbe es mindere Emotionen. Es ist, als gäbe es Krieg. Das Leben in der Welt war ein Stück voller Dramatik, so, als hätte die Liebe die Bühne verlassen.
Geliebte, da ist Eine Liebe, und sie ist die Meine, oder Wir können sagen, sie ist die Unsere. Was sollen Wir heute mit all diesem Einssein der Liebe tun. Wie wollen wir sie auf dem Markt zum Austausch bringen. Oder wollen Wir sie so ausgeben, wie Wir auf der Erde Samen ausgesät haben. Sollen Wir nicht Verschwender von Liebe, Hofpächter, Meister der Liebe sein? Sollen Wir nicht mit der Liebe im dahin strömenden Fluss sein?
Gibt es eine andere Sprache, die Wir sprechen sollten?
Sollten Wir nicht Rührer der Liebe sein? Sollten Wir nicht Liebe wie heißen Kakao umrühren?
Was sollen Wir mit Unserem Verlöbnis in der Welt anfangen? Was macht das Leben lohnend? Was währt? Was bringt die Erde näher zum Himmel heran? Was füllt das Herz? Was möchten Wir in dieser kurzen Zeit auf der Erde tun?
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/was-moechten-wir-in-dieser-kurzen-zeit-auf-der-erde-tun.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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