was für große Anstrengungen der Geist aufbringen möchte

God said:

Gott redete …

Wenn du morgens aufwachst, bin Ich bei dir. Nachts beim Schlafen bin Ich bei dir. Wenn du meinst, du sehest dich etwas konfrontiert, bin Ich bei dir. Wenn du einen flüchtigen Blick auf Freude hast, bin Ich bei dir.

Dies sind nicht einfach Worte. Es sind Worte der Wahrheit. Zwischen Uns ist keine Distanz. Das meint, Wir sind immer dicht an dicht. Wir sind nicht einmal eine Haarbreit voneinander entfernt. Es ist bloß Unverstand, welcher dir stattgibt, die Dinge anders aufzufassen.

Du magst ja meinen, du und Ich seien weit voneinander entfernt, manchmal so, als hätten Wir nicht einmal eine vorübergehende Bekanntschaft. Hin und wieder denkst du, Ich existiere gar nicht, so dass Ich nahebei sein oder weit weg sein könnte. Dein Geist hat Mich über alle Maßen in Vergessenheit geraten lassen, als träte Ich in einem Film auf, der sich aus seiner Anlage her nicht entwickelt. Siehst du, wie weit weg von der Wahrheit Fiktion sein kann?

Eher als die Vorstellung zu erdulden, dass Wir entfernt voneinander sind, möchte der Geist gar die Möglichkeit von Mir unkenntlich machen. Dermaßen stark ist der Drang für Uns, vereint zu sein, dass du lieber den Gedanken an Meine Nicht-Existenz tolerieren würdest als den Gedanken an Meine Absenz, so, als wäre es besser, gar keinen Vater zu haben als einen, der dich vergessen oder verlassen hat. Die Verneinung Meiner Präsenz ist Projektion aufs Allerhöchste. Dein Geist begab sich von Mir weg. Er konnte sich Mich nicht einmal mehr länger ausmalen. Grosse Anstrengungen sind dem Geist lieb sie aufzubringen, um sich selber zu täuschen.

Es ist so, als wäre Ich dabei, vom Osten her zu kommen, und dein Geist sieht sich nach Mir in Richtung Westen um, er macht Mich nicht aus und sagt, Ich hätte nie existiert, oder Ich sei bereits hier mal durchgekommen. Geliebte, wohin sollte Ich gehen mögen? Ohne euch ist kein irgendwo.

Ihr habt eine Vorstellung von der Stärke eines einzigen Atoms. Was freilich meint es eurer Auffassung nach, dass ihr aus Atomen gemacht seid? Beginnt ihr die Macht zu erahnen, aus der ihr gemacht seid? Dies ist mehr als Potenzial und Leistungsvermögen, denn Potenzial ist bedeutungslos. Was ihr als Potenzial bezeichnet, das ist eigentlich eure gegenwärtige Stärke, wenngleich unerkannt. Ihr habt all die Werkzeuge zur Hand, aber ihr habt euch nach ihnen in allzu weiter Ferne umgeschaut. Hier stehe Ich soeben direkt neben euch - vielmehr, just in euch.

Sofern du es annehmen könntest, wie festeingebaut Wir sind, würde dir klar werden, dass es sonst nichts anderes gibt. Du würdest erkennen, dass Wir die Existenz selber sind. Dein Geist aber verleitet dich zu der Auffassung, du seist ein Tennisball, der von alleine hin und her prallt, so, als stünde er mit rein gar nichts in Verbindung, so, als gäbe es nichts, um damit eine Verbundenheit einzugehen.

Selbstverständlich zwinge Ich euch nicht zu Mit hin. Es gibt an Mir nichts zum Zwingen. Du bist bei Mir. Du bist nie fortgegangen. Bloß in der Einbildung konntest du dich von Mir abscheiden, und dies, dies hast du ziemlich gut bewerkstelligt.

Indes, auch so hattest du etliche flüchtige Blicke auf Mich, wie Ich ganz in deiner Nähe tanze. Falls denn nicht flüchtige Blicke, dann hast du Meine Schwungkraft gespürt. Du hattest Regungen, die dich anfassen, von Mir gehabt. Und du bist traurig, Mich zu entbehren. Du bist bei dem Gedanken betrübt, dir Mich entgegen zu lassen. Du bist traurig bei dem Gedanken, Mich zu verdecken. Bei diesem Mangel an Unterscheidungsfähigkeit verfehlst du die Würdigung von Mir, und mithin von dir selber. Du bejammerst den Gedanken, dass du so wie es aussieht weit weg von Mir bist.

Was für Mühen bringt der Geist auf, um sich selber geltend zu machen. Er hat sich in den meisten Fällen eher für Verzweiflung entschieden denn für Wahrheit.

Was könntest du anderes sein als voller Verzagen, ohne ein Gedenken Meiner?

Translated by: theophil

 

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