Sterne
Jeder Tag ist verheißungsvoll. Alles ist an seinem Platz. Die Planeten sind in vollkommener Anordnung aufgereiht. Du befindest dich kurz vor der Entdeckung. Du bist auf dem Berggipfel, und du schaust dir das weite Gelände an. Wohin setzt du deinen Fuß? Wobei bekommt dein Fuß Halt? Wo beginnst du deinen Anstieg in die Welt?
Du hebst heute ab. Du nimmst Höhe auf. Du schwebst. Deine Arme strecken sich nach oben. Du fängst einen Schmetterling. Du fängst ihn in deinem Herz. Er fliegt frei, und du folgst ihm. Du hast ein Netz mit Löchern bei dir. Das ist deine scheinbare Situation. Du fliegst durch das Universum, und du fängst nichts. Du fliegst mit allem bei dir.
Du steigst empor. Du tippst mit einem Flügel an die Sterne. Die Sterne werden zu deinen Augen. Du bist dein ganzes Leben für die Sterne bestimmt gewesen. Die Sterne haben keine Punkte. Ihr Licht ist weich und spürbar.
Da ist Du. Du bist die Sterne. Die Sterne fassen dich an, so wie dein Herz nach dem Schmetterling schnappte. Das Licht der Sterne hält dich hoch. Sternenlicht treibt dich weiter voran.
Du bist wieder auf der Bergspitze des Lebens. Du hast dich Abflügen und Landungen überlassen, selbst während du dir gewahr bist, dass du dich nie in Bewegung setztest. Die Sterne kamen zu dir! Du machtest die Sterne. Du erschufst sie. Und du und die Sterne sind versponnenes Gold.
Was du als unbegründetes Wissen erachten wirst, ist reines Gewahrsein. Alles, worüber du dich wundertest und was du dir über den Kosmos vorstelltest, stimmt. Es war kein Fantasieflug, auf dem du dich befandst. Es ist ein Flug des Herzens, auf der Suche, auf dich selbst Anspruch zu erheben.
Dies ist nicht dein Jungfernflug. Du hast die innersten Geheimnisse des Universums bereits zuvor ergriffen. Du hast sie niedergeschrieben. Du schriebst das Universum mit einem Gesang in deinem Herzen. Du gewinnst jetzt das Lied wieder. Du erlangst es wieder aus dem Gedächtnis. Du holst auf. Du bist einem gefallenen Stern nachgegangen. Du hast ihn so weit weggeschleudert, dass er zu deinem Gewahrsein zurückkehren könnte.
Du bist ein Diskuswerfer. Du bist ein mächtiges Seinswesen des Lichts, was dem Universum beisteht. Du hältst es in deiner Hand. Du lässt es auf deinen Fingerspitzen rotieren. Es hat eine Drehung, die nicht aufhört. Du spinnst eine Geschichte. Du bist ein Kaleidoskop, was sich dreht, und verblüfft ist, was es sieht.
Du denkst, du seist irgendwo, alldieweil es insgesamt nirgendwo gibt. Du bist das Herz des Universums, denn du hast Mein Herz gestohlen. Ich bin der Gott von dir. Du bist überallhin und nirgendwohin mit Mir gereist.
Du stahlst einen goldenen Faden Meines Herzens. Du hast an ihm gezupft, und er wurde der deine. Er war immer der deine, weil Ich ihn dir vermachte. Du hieltest ihn an dir, in der Furcht, dass er nicht rechtmäßig der deine sein könnte. In Wahrheit ist das gesamte Licht im Universum dein. Wenn es das Meine ist, ist es das deine. So steht es damit. Du bist Mein Gedanke gewesen, der zu einer scheinbaren Erde gefeuert wurde.
Du bist der Entdecker alldessen, was stets bekannt war. Du drehst die Seiten rasch um. Du suchst dir einen Baum aus. Du pflückst ein Blatt des Baums. Du pflückst eine Blume. Du legst sie in deinen Schoß. Du verstreust die Blumensamen. Du erschaffst den Wind und die Meere. Alles passt vollkommen. Du passt vollkommen hinein – einzig du machst dir deswegen Gedanken.
Die Blumensamen kommen vom Scheitelpunkt deines Herzens. Ein jedes Licht des Gedankens erscheint als ein Stern. Da ist kein Zwielicht. Da ist einzig Licht. Keine Dämmerung und kein Untergehen. Alles ist Licht. Alles ist Licht aus deinen Augen. Alles ist eine Reflexion des ursprünglichen Lichts, was dich stille trägt.
Ihr seid Mein Licht, Geliebte, auf Erden, so wie im Himmel. Ihr seid Meine Lichtübertragung. Betrachtet Mein Licht in euch. Betrachtet Mein Licht in einem Jeden, in allem. Nehmt es in den Blick.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/sterne.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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