Seid guten Muts
Nichts gehört es, euren Frieden des Geistes zu besiegen. Euer Frieden des Geistes ist angelegt, unangetastet zu sein. So wie die Dinge stehen, lässt du jeden Hans und Kunz deinen Frieden überwältigen. Du lässt jede Schwierigkeit mit dem Auto, jedes Computer-Problem, jeden Kopfschmerz aller Art, woran du denken kannst, Herr im Haus werden. Bist du dir dessen gewahr? Bist du dir gewahr, dass du dich auf Belästigung spezialisiert hast?
Selbstverständlich, du glaubst, Anstürme gegen deinen Frieden entsprängen außerhalb von dir, indes du es bist, der das Gewehr in der Hand hält. Du bist es, der dich selbst alarmiert. „Problem im Anmarsch. Beschwerden sind am Kommen. Du hast einen Riss in deinem Strumpf. Lasse die Armee für Notfallhilfe antreten. Stoppe diesen tätlichen Übergriff, selbst dann, wenn er stattgefunden hat. Ängstige ihn zu Tode.“
Es ist, als verbarrikadiertest du dich vor Schwierigkeiten, indem du dich eben auf jene in der Wahrnehmung scharfstellst. Du nagst an dem Knochen des Streites herum, bis du zerlumpt bist. Oh, dein Auto springt nicht an, und dass dein Auto nicht anspringt wird zur Machtübernahme des Jahrhunderts. Es ist eine Sache, dass dein Auto nicht anspringt. Eine andere ist es, die dieses zu einer Tragödie, zu einem Alptraum, zum Sieger über deinen Frieden macht.
Du bist der Verschlimmerer, nicht das Auto. Das Auto ist eine Sache. Es ist ein geringes Vorkommnis. Es bist du, der es zur schlimmsten Zwangslage macht, in der du dich je befandst, seit der letzten, die du übertrieben herausgestellt hast. Mache sie zu der letzten.
Nichts soll dich kräuseln, aus der Ruhe bringen. Nichts soll deinen Frieden stören. Dass dein Auto kaputt ist, einerlei wie riesig dir das im Augenblick zu sein scheint, ist in deinem Leben ein winziges Geträufel. Es ist keine Wunde. Es ist nicht lebensentscheidend. Autos gehen kaputt. Dein Rechner möchte nicht hochfahren. Deine Eiskugel fällt herunter. Wo liegt in deinem Leben das Gleichgewicht? Es ist nicht das Leben, das dir aus der Hand gleitet. Du bist es. Du bist es, der dich selber quält und der aus kleinen Dingen große macht.
Bringe kleine Dinge auf ihre Größe zurück. Die kleinen Dinge, die du zu großen machst, sind kleine Zweige. Lasse sie auf dem Strom des Lebens hinunterschwimmen. Du sollst sie nicht auf deinem Rücken tragen.
Sei gegenüber krittelnden Vorkommnissen unparteiisch. Kleine Ereignisse sind nicht bestimmt, zu großen gemacht zu werden. Sofern Friede das Fundament deines Lebens ist, wieso erschütterst du dann dein ureigenes Fundament?
Sofern Friede ein Zimmer ist, in dem du lebst, hast du dein Zimmer mit einer Ansammlung von Strümpfen mit Löchern randvoll gemacht, so lange bis du sogar glaubst, Socken seien darauf aus, dich zu schnappen. Schluss mit Socken auf den Boden werfen, Geliebte. Kein randvoll Machen mehr damit, was ganz und gar nichts ist.
Ist euch Verschlimmerung bedeutsamer als Friede? Schätzt ihr Verschlechterung mehr? Es muss so sein, dass ihr das tut, anderenfalls würdet ihr sie nicht so sehr befürworten. Ihr würdet sie keinesfalls dem Frieden vorziehen. Behaltet den Frieden, Geliebte. Seid was den Frieden angeht wachsam. Legt eure Waffen nieder. Entkrampft euer Herz. Erklärt den Frieden zu eurem modus operandi. Erklärt Frieden, und weicht niemals von ihm ab. Friede ist fortwährend zuhanden. Er ist euch ständig zugänglich. Wählt ihn. Lasst los, was nicht Friede ist. Entscheidet euch für den Frieden. Der Friede ist rechtmäßig euer.
Verschlechterung ist nicht eure Erfindung. Stellt euch etwas anderes vor.
Stellt euch einen Polarbär vor, wie er sich im Schnee rekelt. Seid ein trampelnder Polarbär.
Stellt euch vor, ihr seid ein Welpe, der spielt. Lasst Hemmnisse im Stich. Hüpft über sie. Gelangt auf die andere Seite. Seid ein verspielter junger Hund.
Wähnt euch ein Kind Gottes. Ebendas seid ihr. Seid keine Geistererscheinung. Geht Wetten auf euch selbst ein. Wettet auf euer Leben. Ihr befindet euch nicht in einer Partie mit hohen Spieleinsätzen. Ihr befindet euch in einer kleinen Partie. Sie ist nicht so ernst, wie ihr dachtet.
Seid guten Muts. Einerlei, was euch in die Quere kommt, seid guten Muts.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/seid-guten-muts.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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