Segne dieses Leben
Unterdessen sich deine Sicht ausweitet, weitet sich dein Leben aus. Wir könnten sagen, dein Leben hängt von deiner Sicht ab. Lasse dein Leben zu deiner Sicht aufschließen. Richte nicht so viel Augenmerk darauf, was und wo dein Leben war, sonst kommst du mit ihm ins Hintertreffen, voller Hinsicht darauf, was es war, bevor du einen Schritt ausführst. Habe eine weitaus größere Sicht als dein gegenwärtiges Leben. Habe eine Sicht von derartiger Weite, dass Grenzen nicht mehr existieren. Sich ausmalen ist etwas anderes als in Erwartung von etwas stehen. Sich ausmalen ist wie ein Steuerrad des Lebens.
Du bist der Schöpfer deiner Begrenzungen. Du machst sie mit deinen Gedanken. Deine Gedanken sind die Schöpfung von dir oder des scheinbaren Annullierens von dir. Du stellst dein Leben auf. Du bist der Begrenzer deines Lebens. Das ist kein Vorwurf, sondern verantwortliche Zuständigkeit.
Was in deinem Leben passiert, passiert in deinem Leben.
Wenn dir ein Lieblingskuchen dargeboten wird, hast du die Wahl, was du mit ihm anfangen möchtest. Du kannst nicht etwas davon jetzt essen und den Rest später. Du kannst ihn insgesamt für später aufbewahren. Du kannst ihn jetzt ganz aufessen. Du kannst Freunde zu dir herüber einladen, um mit ihnen den Kuchen zu teilen, oder du kannst ihn ganz weggeben. Was immer in deinem Leben passiert, du hast die Wahl.
Ganz gewiss, das Leben ist etwas, was du öffnest. Hast du nicht dann und wann dein Leben verschlossen, es fortgestoßen, bist du nicht von ihm weggerannt, hast du es nicht gezüchtigt, es abgeschlagen?
Du hast ein Kapitel eines Buches zu lesen, um zu wissen, was darin steht. Nicht anders, im Leben hast du voranzugehen.
Du bist kein Kontrolleur des Lebens, aber ein Einladender. Lade dasjenige ein, was du erstrebst, und wisse, dass Gäste ab und an in Verkleidung erscheinen. Heiße einen jeden Gast willkommen, einerlei, in welcher Erscheinung sie auftreten. Etliche kommen eingeladen, und etliche nicht eingeladen. Auf alle Fälle bist du der Gastgeber. Sei liebenswürdig. Die Gäste, die kommen, werden auch wieder gehen, und nach und nach werden andere Gäste ihre Stelle einnehmen.
Nimm in Betracht, du bist dem Leben ein Gastgeber. Brüskiere es nicht, denn es hat zu dir zu kommen.
Das Leben ist ein großartiges Geschenk. Seine Verpackungen sind nicht die Substanz von ihm. Du bist die Substanz. So wie du lebst, so merkst du dich auf dem Leben an. Lasse deine Gedanken es veredeln. Gehe hinter die Erscheinlichkeiten. Gönne es deinem Leben. Vielleicht liegst du falsch in der Einschätzung, die du von ihm hast.
Falls du durch dein Leben verdutzt wirst, dann sieh es wie ein ungebärdiges Kind. Du weist das Kind nicht dauernd darauf hin, wie schlimm es ist. Sofern du das tust, bestärkst du das, was du gerne geändert wissen möchtest. Bevor du dieses ungebärdige Kind ändern kannst, hast du etwas zu finden, was du an ihm würdigst. Du befindest dich am Ruder dieses Kindes. Du kannst es nicht kommandieren, es jedoch ermuntern. Du kannst es auf andere Wege steuern. Im allgemeinen klappt Protest nicht.
Oder sieh dein Leben als ein Maultier an, wenn du es möchtest. Maulesel laufen los und halten an, wie sie es wollen. Behandle jedoch dein Tier wie ein sanftes Pferd, und es wird ganz anders auf dich eingehen. Du bist der Motivator des Maultieres, und du bist der Motivator deines Lebens. Du warst ein Kritiker. Nun bist du ein Cheerleader. Finde in deinem Leben etwas zum Anfeuern, und juble ihm zu.
Beschimpfe dein Leben nicht. Schlage es nicht ab. Gehe neben ihm lang. Das Leben hat mehr Seiten an sich, als du vielleicht zur Notiz genommen hast. Nimm jetzt zur Kenntnis und segne dieses Leben, mit dem du entlanggehst.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/segne-dieses-leben.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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