Scheinbar illusorischer Himmel
Gott sagte ...
Lasst Mich klar herausstellen, dass der Himmel kein Studiengebiet ist. Er kann nicht erforscht werden. Man kann über ihn reden, aber das ist bloß Reden. Über den Himmel reden, das kann eine gute Konversation ergeben, wiewohl die Weite des Himmels nicht unter einem Mikroskop betrachtet werden kann. Sie kann nicht analysiert werden. Sie kann schier vertraut Gewusst werden. Und du bist der vertraute Wissende von Ihm.
Der Himmel kann erörtert werden, und des öfteren wird er das, und dennoch sind ihm keine Begrenzungen zueigen. Man kann keine Karte herausziehen, um ihn sich genauer anzusehen. Es ist von Wert, an den Himmel zu denken, doch all die Überlegung und all das Denken sind einfach die Rüschen am Himmelshemd. Gleichwohl, selbst dann sind die Rüschen dienlich. Rüschen sind vielleicht bloß Rüschen, und dennoch sind sie an etwas angebracht, an dieses etwas namens Himmel, der keine Grenzen besitzt. Es gibt keinen Saum des Himmels, an dessen Einfassung etwas angenäht werden kann, und dennoch ....
Und dennoch, alldieweil ihr diesem scheinbar illusorischen Himmel nachgeht, trinkt ihr Wasser aus seinem Brunnen, Wasser so viel ihr wollt! Und gleichwohl spürt ihr, ihr wisst nicht, wo sich der Brunnen befindet. Ihr denkt vielleicht, ihr habt ihn nie gefunden, und demnach denkt ihr, ihr müsst durstig sein. Also, es ist eine gute Sache, auf den Himmel durstig zu sein, und es ist auch eine gute Sache zu wissen, dass ihr jetzt soeben mittendrin in ihm sitzt, so, als gäbe es eine Mitte, so, als wäre der Himmel nicht randlos. Indes, hier im Himmel ist es, wo du eigentlich lebst. Die Erde ist schlicht, wo du deinem Denken nach lebst. Und, wie du denkst, so ist es. Und so ist es, und gleichwohl bist du, nichtsdestotrotz, im Himmel eingetaucht, untergetaucht in seinen Wassern, schleckst du an seiner Freude und trinkst du tief von ihm.
Und in jedwedem Augenblick der Nicht-Zeit kannst du wissen, wo du bist. Du kannst es wissen, wie du es zuvor noch nie erkannt hast. Du kannst damit vertraut werden, dass du und Ich den gleichen Himmel teilen, und dass es Raum für alle gibt. Nicht bloß Raum für alle, sondern alle sind bereits hier. Ohne Ausnahme. Hier sind Wir.
Du gingst raus zum Spielen. Du hast vielleicht deinen Fuß auf der ersten Grundplatte, und dennoch weißt du, wo das Zuhause ist. Du weißt, dass Ich herausgekommen bin, um dir beim Spielen zuzusehen und um ein oder zwei Bälle Selbst zu werfen, und dennoch weißt du ebenso, dass Ich Zuhause bin und für dich Abendessen mache, und du weißt, dass du rechtzeitig nachhause kommen wirst – naja, vielmehr in der Nicht-Zeit. In Wirklichkeit kannst du nicht dorthin zurückkehren, wo du immer warst. Du kannst eigentlich nicht zu Mir zurückkehren, solange wir nie voneinander fort waren. Dennoch spielen Wir eine Partie, um die Zeit zu vertreiben.
Zeit ist, wie man auf der Erde von der Ewigkeit redet. Zeit, die nicht existiert, scheint besser verstanden zu werden als Ewigkeit, die existiert und ausschließlich existieren kann. Also nun, die Welt ist ein vermischter Ort, und gleichwohl hält sie trotzdem alle Schlüssel zum Königreich inne. Sogar diese illusorische Welt, die als die Reale Welt gedacht wird, verwahrt alle Schätze. Ist nicht alles in eurem Leben auf Erden auf die eine oder andere Weise eine Schatz-Jagd?
Wo in der Welt stehen Wir infolge in diesem Gespräch? Wo können Wir, Wir, der Eine von Uns, sein, außer in der Mitte des Himmels, so, als gäbe es eine Mitte oder einen Rand oder sonst etwas anderes als den Himmel in seiner Gesamtheit. Die Erde ist eine Ungereimtheit, der Himmel freilich ist ein klarer Teich ohne ein Ufer. Der Himmel ist, oder er ist nicht, und er ist alles was da ist.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/scheinbar-illusorischer-himmel.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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