Sammler unverrichteter Taten

God said:

Es gibt geliebte Menschen, um die du dich sorgst, die dich auf die Palme bringen - stimmt das etwa nicht? Falls du dich nicht zutiefst sorgen würdest und ein ureigenes Interesse daran hättest, ist es durchaus möglich, dass sie dich nicht so sehr auf die Palme bringen würden. Du siehst ihr sich wiederkehrendes Verhalten als selbstzerstörerisch an, gleichwohl hast du Mich sagen hören, dass du deine Finger davon lassen sollst. Du weißt nicht, ob du in der Lage bist, still zu sein.

Lass Uns einmal sagen, dass dein Ehemann ein Meister im Zaudern ist. Zu nahezu allem, was du sagen oder erbitten magst, scheint sein Refrain zu lauten:

„Nicht jetzt“, oder: „Später“. Und später heißt später und später.

Es ist, als ob dein Ehemann ein Sammler unverrichteter Taten ist. Du sprichst nicht davon, dass er seinen Rasen nicht mäht. Er könnte arbeitslos sein, und du bist vielleicht in Sorge darüber, ob er sich von der Couch erhebt und sich an die Arbeitssuche macht. Du bist so beunruhigt.

Du verstehst, was Ich meine, wenn Ich sage, du sollst ihn in Ruhe lassen. Du weißt, dass es weder dir noch ihm hilft, ihn daran zu erinnern, dass Zeit verloren geht. Genau das ist es – nichts scheint zu helfen.

Du bist nicht jemand, der einfach dasitzen und Däumchen drehen kann. Du kannst nicht einfach lächeln und so tun, als ob alles gut ist. Hat dein Mann aufgegeben? Vergeudet er sein Leben? Ist er womöglich krank? Du hast Sorgen über Sorgen.

Tatsache ist, soweit du sie erkennen kannst, dass seine Freude im Leben darin liegt, auf der Couch zu faulenzen, fernzusehen und das Leben dahingleiten zu lassen.

Seine Reaktionen sind für dich schwer zu ertragen. Irgendwie wurden du und dein Mann zu Gegnern.

Du bist nicht imstande, dies ewig so weitergehen zu lassen. Wie kannst du aus der Auseinandersetzung heraustreten und so tun, als ob alles gut ist, während es sich für dich so anfühlt, dass sein Leben – und damit deines – am Zusammenbrechen ist?

Du siehst ein, dass eine Konfrontation mit deinem Mann nichts bringt, und doch bist du nicht imstande, dazusitzen und Däumchen zu drehen und dabei nichts zu unternehmen. Was ist zu tun? Du fragst dich, ob er es nötig hat, zu einem Berater zu gehen. Du weißt nicht, wie du ihn dazu bringen sollst, und was zu tun ist.

Meine Liebe, wenn deine Klagen und Ratschläge nichts nutzen und dein Mann es dir verübelt, wenn du versuchst, ihm Vernunft beizubringen – dann musst du einen anderen Weg finden.

Ich verstehe, dass du mit deiner Weisheit am Ende bist. Es scheint tatsächlich so, als müsstest du dich irgendwie selbst aus dem Nörgeln herausnehmen und ihn in Ruhe lassen, nicht wahr? Wenn du dem zustimmst, dass du deine Aufmerksamkeit auf andere Dinge, die mehr in deinem Bereich liegen, richten musst, wenn du einfach nicht mehr an seine Verantwortung denken darfst und du deinen Mann loslassen musst, auf dass er selber für sein Leben sorgt - ungeachtet dessen, wie sehr dich das in Panik versetzt -, tja, dann musst du einen Versuch wagen.

Sofern du mit der Ausübung von Druck auf etwas, was auf das Leben eines anderen hinausläuft, aufhörst, ist es möglich, dass er vielleicht – mit dem Druck von außen von ihm genommen – beginnen kann, seinen Kopf zu erheben und sich nicht so vom Leben zurückziehen.

Von seinem Blickwinkel aus betrachtet, musst du dich mehr um dein Leben kümmern – und das ist das, was auch Ich denke. Du hast, Meine Liebe, eigenen Tatsachen ins Auge zu sehen. Du bist vielleicht auch gefangen, nicht in Lethargie, sondern in Betriebsamkeit.

In aller Liebe sage Ich dir, dass in dir selbst Veränderungen vorzunehmen sind. Deine Hände zurückzuziehen bedeutet nicht, dass du nicht kümmerst oder dass du so tust, als ob du dich nicht kümmern würdest. Das ist eine Art, sich zu kümmern, die deinen Mann auf eine Weise unterstützt, mit der er umgehen kann.

Wenn du die Art, wie du dich in der Welt bewegst, veränderst, sieht sich dein Mann vielleicht klarer und sperrt sich nicht so sehr.

Geliebte, dass du deinen Mann sich selber zurückgibst mag genau das sein, was ihm jetzt hilft. Er braucht seinen Freiraum, und du brauchst deinen.

Das Zurückziehen deiner Hände kann eine beträchtliche Erleichterung für euch beide sein. Mache diesen Schritt. Erwarte schon bald Erleichterung. Du wirst sie haben.

Translated by: Clemens

 

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