Palast und Rosen
Ihr habt einen Palast, der auf euch wartet, und doch sucht ihr euch aus, draußen zu bleiben. Ihr habt vielleicht das Gefühl, dass ihr in keinen Palast gehört. Ihr seid an ihn nicht gewöhnt. Ihr sagt: „Herzlichen Dank, aber ich gehöre in keinen Palast. Ich gehöre nach hier draußen, selbst wenn ich im Kalten bin.“
Geliebte, ihr braucht nicht dort zu bleiben, wo ihr eurer Ansicht nach hingehört. Ihr gehört dorthin, wo immer ihr denkt hinzugehören. Und ihr verdient es, in den Palast bei Mir zu gehören. Denkt nicht einen Augenblick lang, dass ihr Minderes verdient. Ich sollte es wissen, und Ich weiß es, dass ihr dort, wo ihr Mangel ausmacht, mit größter Bestimmtheit nicht hingehört. Ihr gehört ins Warme und ins Freie bei Mir, wo Kälte nicht existiert und wo Herzen auf allen Ebenen und in aller Mannigfaltigkeit voller Liebe sind.
Natürlich ist eine einzige Liebe da, und doch stellt sie sich auf zahlreiche Weise zur Schau, eben wie eine Rose blüht, das eine Mal so, das andere Mal so; sie wendet sich von einer Seite zur anderen, öffnet ihre Blütenblätter, blüht aufs Vollste auf. Das ist die Rose der Liebe. Die Metapher reicht nur so weit, weil die Rose der Liebe, wo Ich BIN, stets in voller Blüte steht und nie welkt. Sie wird nicht an den Ecken braun. Ihr Duft verstärkt sich, bis es in eurem Leben nichts mehr anderes gibt außer den Duft süßer Rosen.
Liebe wartet auf euch. Sie stupst euch. Sie sagt euch, zu ihr rüber zu kommen. Liebe sagt euch, sozusagen zu dieser Zaunseite rüber zu kommen, obwohl es keinen Zaun gibt, der die Liebe von der Erde auf deutlichere Art trennt, als ein Zaun, der die Liebe vom Himmel trennt. Da ist kein Zaun. Und, falls es ihn gäbe, wäre das Tor weit offen. Für einen Zaun existiert kein Zweck. Aber auch gar keiner.
Ihr geht auf zwei Pfaden, obschon ihr etwa denken werdet, ihr gingt bloß auf einem. Tatsache ist, dass ihr im Himmel eingetaucht seid. Ihr nehmt wahr, ihr seid im Erdenleben eingetaucht, indes habt ihr etwa gleichwohl keine Türklinke zu eurem Himmlischen Leben zur Hand. Aber, ahh, Geliebte, euer Himmlisches Leben ist es, was zugegen und präsent ist.
Falls ihr eurer Existenz bei Mir nicht gewahr seid, habt ihr euch selbst hypnotisiert. Ihr geht in Trance. Wäre der Himmel ein Kühlschrank, dann öffnetet ihr die Kühlschranktür die ganze Zeit, nähmt Sachen heraus und würdet sie essen. Wäre der Himmel ein Kühlschrank, so wärt ihr zum Supermarkt gegangen und hättet das Sonderangebot der Woche aufgekauft, und ihr hättet für ein ganzes Leben ausgesorgt.
Bringt eure Liebe zusammen, Geliebte, und nutzt sie dann. Gebt sie fort. Es ist so leicht, eure Regale wieder aufzufüllen. Tatsache ist, ihr müsst daran nicht denken, denn das geschieht automatisch. Liebe ist automatisch, Geliebte. Sie ist nicht ausgeklügelt.
So schnell wie ihr das Wort Liebe denken könnt, so schnell werdet ihr mehr von ihr haben. Ihr werdet mehr Gewahrsein von ihr haben, denn Tatsache ist, ihr habt alle Liebe im Himmel. Insofern als der Himmel Teil von euch ist, habt ihr ebenfalls alle Liebe in der Welt. Falls ihr sicher seid, ihr hättet sie nicht, habt ihr an den falschen Stellen geschaut.
Spuckt jene eure Liebe aus, und ihr werdet erhabene Liebe zu Gesicht bekommen. Gebt sie fortgesetzt. Wie Pilze wird sie eben vor euren Augen hervorwachsen. Die Wurzeln der Liebe sind im Himmel. Mit der Liebe könnt ihr nichts falsch machen, Geliebte. Natürlich reden Wir von Liebe in ihrer reinen Form, die die einzige ist, die ist. Wir reden über das Geben von Liebe, weil es das darstellt, was die Liebe möchte. Liebe liebt es zu geben. Also nur zu, und gebt sie ohne langes Federlesen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/palast-und-rosen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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