Ode an das Leben

God said:

Gott redete …

Sprache kann geradeaus sein, und sie kann schwer fassbar sein.

Es gibt keine Zeit zum Vertun. Es gibt keine Zeit zum Verschwenden, da es keine Zeit gibt. Zeit existiert nicht, wie kann sie demnach vertan werden? Vieles an der Illusion in der Welt, welches durch Reden abgeschildert oder durch Reden fehlgedeutet wird, ist insgesamt ausgedacht und gängigerweise als zutreffend gebilligt, als zutreffenderweise von wohltuender Art gewürdigt. Es gibt gar wissenschaftliche Richtigbefunde von alledem, was nicht verifiziert zu werden vermag, mit der Ausnahme, dass das Nicht-Verifizierte in unbändiger Manier als zutreffend bescheinigt wurde.

Der Durchlauf der Zeit, der auf der Erde erlebt wird, kommt dem Durch-Den-Raum-Fallen recht ähnlich, und dennoch, Raum existiert gleichermaßen nicht wirklich. Er ist Teil der regenden Anreizung des Lebens auf der Erde.

Alles auf Erden erscheint sicherlich reell. Es wird als real gelten gelassen. Wie würdet ihr auf der Erde zurechtkommen, ohne der Fiktion, welche als real bezeichnet wird, es allerdings nicht ist, Glauben zu schenken? Um irgendwohin zu gehen, habt ihr eine Richtung einzuschlagen. Wie würdet ihr die 3-te Straße finden, es sei denn ihr achtet darauf? Richtungshinweise werden erteilt, und Rezepturen werden befolgt, und alles ist Fiktion, zur selben Zeit wie die Schönheit der Fiktion reell ist und wie Liebe reell ist, und wie ein solchermaßen umfänglicher Anteil von Nicht-Realität inwendig in euch das Gedenken an Mich anregt und rührt.

Ja, natürlich, Ich bin - desgleichen - in den Details. Ich bin die Unterliegende Realität, und, damit einhergehend, spiele Ich im Gefilde der Erde. Wir gehen vertraut miteinander um, du und Ich, einerlei worum es sich handelt. Nichts hält uns auseinander. Wo immer ihr euch auch scheinbar aufhaltet, dort BIN Ich. Wo ihr scheinbar nicht seid, BIN Ich. Selbst obschon es kein irgend Wo gibt, bin Ich allerorts. Nichts, was deinem Dafürhalten nach existiert, existiert, und gleichwohl existiere Ich inwendig in allem.

Wir wandeln auf der Erde, ungeachtet ihrer Unerheblichkeit. Man kann sagen, dass Wir auf Luft gehen, just auf der Luft, die ihr auf Erden atmet, und die Ich euch darreichte zum Atmen, um des Körpers willen, welcher insgesamt gesehen nicht existiert, ausgenommen in unverhohlener Dimension in der Welt, welche in Wahrheit dimensionslos ist. Es ist nicht weiters verwunderlich, dass ihr in einer Bewandtnis des Verlegenseins lebt. Schlüpfrig ist der Grund unter euren Füßen, denn es gibt – gerade in diesem Moment, so Ich all dies äußere – keinen Grund unter euren Füßen, obschon die Schwerkraft euch scheinbar am Boden festhält.

Das einzige Fundament auf Erden ist Ich. Belege von Mir sind im Blick, und doch bin Ich, Der all die Materie macht, nicht materiell. Das menschliche Leben ist freilich tief, und es ist lohnenswert, und ist, selbst unterdessen es eine vorüberziehende Illusion ist, der Realität durchaus dienlich. Vermittels Unrealität gelangt ihr zur Realität, welche Ich ist, und welche du ist.

Lange lebe das Leben, diese Erkundung von Uneigentlichkeit, von Zeichenhaftem. Heil dem Leben. Ode an das Leben. Eine Ode an die pochenden Herzen, die das Leben leben und es lohnenswert machen, macht es herzig, macht es beschwinglich, macht es lohnend, diesen temporären Durchlauf auf Erden, welcher ein tief-sitzender Traum ist, welcher eine gezogene Folgerung, welcher ein Irrlicht ist, welcher dessen unbenommen eine Hinzulernen zeitigende Erfahrung ist. Ja, ihr lernt eine Menge in dieser Fiktion, die ihr auslebt. Ihr erzählt eine Geschichte, und es ist eine Geschichte, die des Weitererzählens wert ist.

Da ist kein Hoch und kein Runter, denn derartige Richtungen existieren im Grunde nicht, und alldieweil, euer Leben geht rauf, es geht runter, und euer schier zum Schein ausgeführtes physisches Leben ist für etwas, und ihr macht es, derweilen es fortdauert, wahrhaftig, derweil es nicht nur wirklichkeitsgetreu dargestellt wird, sondern gar die Aufwendungen wert, zweckvoll, Leben-absteckend ist, selbst obschon exaktes Bestimmen im Grunde genommen nicht mehr Sinnhaftes innehält, denn Richtungen-Einschlagen aufweist, und allemal, und allemal, das Leben ist so, und das Leben ist wertvoll, und das Leben, welches am Weiterbestehen und unvergesslich ist, wird vergessen und sinkt durch den Raum, der desgleichen nicht existiert, wie bedeutsam gleichwohl, wie unerlässlich gleichwohl der Menschheit auf Erden diese Fiktion ist, und wie bedeutsam sie allemal dir, und Mir ist, ja, selbst während nicht-materielles Leben, welches beträchtlicher ist als das Leben auf der Erde, besteht, denn dieses Ungemeinere ist Ewig, und ihr seid Ewigkeit und Endlosigkeit in Eines eingerollt.

Translated by: theophil

 

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