Nimm dir Zeit
Gott redete ...
Hier und da ist das, was zu tun ist, - zurückstellen. Hier und da mögest du dir einen Mini-Urlaub gönnen, sei es eine Woche, ein Tag oder eine Stunde.
Ihr wisst, Geliebte, es gibt kein Gesetz, das besagt, du habest alldas zu erzielen, was du dir vorgenommen hast. Ich lege es nicht fest, wie viel du hinbekommen kannst. Selbstverständlich lege ich überhaupt nichts fest. Du legst es selbst fest, als läge die Bedeutung des Lebens darin, wieviel zu erledigen ist.
Denkst du wirklich, du seist besser oder schlechter, wenn du jeden Tag dein Bett machst oder es nicht machst?
Geht es um Leben und Tod, wenn du deine Hausarbeit erledigt bekommen hast oder nicht, oder wenn du bei einem Test die Stufe A, B oder C erreichst?
Wie viel macht es aus, wenn deine Arbeit um 15 Uhr oder morgen früh erledigt ist? Bist du tatsächlich ein besserer Mensch, wenn du eine Frist um 15 Uhr erreichst?
Worum geht es bei dieser Dringlichkeit, die Arbeit getan zu bekommen, damit du sodann sein könnest? Wie steht es um Jetzt Sein? Wie steht es einfach um Sein? Dein Wert handelt nicht davon, was du tust. Dein Wert liegt in dem, wer du bist.
Ich befürworte nicht, dass du nicht mehr länger zur Arbeit gehst oder keine weiteren nützlichen Beiträge mehr erbringst. Ich befürworte nicht, dass du die Verantwortung sein lässt. Ich befürworte nicht, dass du vom Leben wegläufst. Ich befürworte nicht, dass du dich hinsetzt und den ganzen Tag nichts tust. Ich befürworte nicht, dass du dir immer wieder einen lauen Tag machst. Ich sage, dass du dir ab und an eine Pause gönnen sollst. Ich sage, dass dein Leben nicht durch „angenommene Zu's“ beherrscht werden muss. Ich sage, dass du nicht ständig von außenher beherrscht werden kannst. Und das schließt die mächtige Uhr mit ein. Ist die Uhr der Hahn, der die Hühnerstange beherrscht? Oder etwa nicht?
Ist es die Zeit, die dein Leben betreibt? Wenn ja, dann kein Wunder, dass du dich angespannt fühlst, denn du arbeitest für einen harten Lehrmeister. Deine Uhr könnte auch eine Peitsche haben. Anstatt dass du die Uhr aufziehst, zieht sie dich auf, und du fühlst dich angespannt. Und die Uhr zieht Jeden um dich herum auf, und dementsprechend existiert eine Massenanspannung, so, als bestünde Art und Weise, wie wir leben, in Spannung. Möchtest du nicht die eine oder andere Erleichterung in dein Leben und in das Leben Jener um dich herum einbauen?
Betrachte dein Leben als einen Tanz. Ist ein schneller Tanz besser als ein langsamer? Kannst du nicht mal eine Polka, mal einen Walzer, mal einen Foxtrott, mal einen Rumba, einen Tango, Samba und so weiter tanzen? Ist der eine Tanz wirklich besser als der andere? Kannst du dich nicht über das Ein- und Umstellen auf die Rhythmen freuen? Kannst du dich mitunter nicht um Einiges mehr des Lebens erfreuen, wenn du dich entschleunigst und dich selbst fragst: „Was soll die Eile?“
Ein Herz schlägt in einem bestimmten Tempo. Ist dein Herz besser, wenn es schneller schlägt? Ist es schlechter, wenn es langsamer schlägt? Schlagen Herzschläge, um ein Rennen zu gewinnen? Ist das Leben ein Rennen, Geliebte?
Alles hat seinen Wert. In den Begriffen der Welt hängt der Wert vom Kontext ab, und wie er angesehen ist und durch wen. Alles hat seine Plusse und Minusse. Der Hase lernte, dass Geschwindigkeit nicht immer das Mittel ist, um ein Rennen zu gewinnen. Die Schildkröte lernte, Langsam und Leicht vermögen auch das Rennen zu ihren Gunsten zu entscheiden.
Wenn ich Mir Meine Kinder auf der Erde anschaue, sehe Ich, dass es dort mehr Geschwindigkeit gibt, als sich Zeit zu nehmen. Ich schlage vor, du nimmst dir unmittelbar jetzt eine Weile Zeit und legst das beiseite, und schaust, wie das Leben aussieht, während du einfach aus dem Fenster blickst.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/nimm-dir-zeit.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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