Neue Augen
Du kannst nicht zur selben Zeit große Schritte nehmen und Fehler finden. Was möchtest du lieber?
Vielleicht hast du das Gefühl, dass es nicht deine Wahl sei, Fehler zu finden oder sie nicht zu finden, wessen Wahl ist es dann freilich? Ist es die Wahl aufseiten der Umgebung? Ist es die Wahl derjenigen Person, bei der du etwas auszusetzen hast? Sie hätte es lieber, wenn du etwas anderes an ihr findest.
Ist es die Wahl deiner Erziehung? Ist dein Fehlerfinden etwas, worüber du mit deinen Schultern zuckst? Ist es unvermeidlich, dass du ungehalten wirst? Ist es das, worauf deine Wahl liegt? Ist das deine Grundhaltung?
Ich mache nicht den Vorschlag, dass du etwas vortäuschst. Ich mache nicht den Vorschlag, dass du es, wenn du mit etwas nicht einverstanden bist, wegschiebst oder zudeckst. Ich mache nicht den Vorschlag, dass du deine Augen verschließt. Ich versuche dich davon zu überzeugen, das zu sehen, was auch noch da ist, welchem vielleicht der Vortritt gegeben werden kann.
Wenn jemand seine Hand hochhält, kannst du die Finger sehen, oder du kannst den Raum zwischen den Fingern sehen. Du kannst recht nahe aufgehalten werden oder in die Ferne schauen. Du kannst das Feinabgestelltsein deiner Sicht und infolgedessen deines Herzens zurücksetzen. Worauf hat deine Betonung beim Hinsehen gelegen? Welche Betonung wählst du jetzt?
Vergewissere dich in der Absicht, das zu sehen, was es wert ist zu sehen, und du wirst mehr davon sehen. Es ist so: Wenn du nach einer bestimmten Straße suchst, ist es wahrscheinlicher, dass du sie findest, als wenn du nicht nach ihr suchst.
Falls du nicht eine andere Straße wählst, ist es wahrscheinlich, dass du deiner gleichen Route folgen wirst. Ganz offensichtlich - falls du keine andere Straße wählst, ist es unwahrscheinlich, dass du dich auf ihr einfinden wirst.
Wähle deinen Bestimmungsort, und du wirst dorthin gehen. Du hast nicht an der gleichen Straßenecke stehen zu bleiben, und darauf zu warten, dass Andere dir einen Hinweis geben. Du bist nicht auf das angewiesen, was vorbeikommt. Sei nicht heruntergekommen beim Auswählen, was dir von Belang ist.
Niemand möchte in Bestürzung Versetztsein vor Außer sich vor Freude sein den Vorzug geben. Gleichwohl mag es sein, du bereitest dich selbst mehr für Bestürzung als für Freude vor.
Manchmal glaubst du, es sei klug, sich die Schwäche herauszulesen, so, als wärst du ein Stalker und als fändest du ein Entzücken daran, eine Beute zu finden, über die du herfallen kannst.
Pirsche dich nun an das heran, was deinem Herzen Freude aushändigt.
Sage dein Entzücken voraus.
Was möchtest du gerne auf deinem Gang durch das Heute finden? Begib dich auf den Ausguck nach ihm.
Anstatt daran zu denken, welcher Ärger zu dir auf dem Weg ist, und welchen Schmerz dies oder das darstellt oder weiterhin sein wird, richte deine Ausblicke anders aus. Schaue dich danach um, was zu dem Reichtum deines Herzens hinzugefügt werden wird. Du hattest genug davon, was du ihm entzogen hast.
Lenke dich selbst ab. Lege zu einer anderen Entdeckungsreise ab. Buhle heute um die Liebenswürdigkeit und rechne mit ihr.
Wenn dir jemand einen Silberdollar gibt, der matt angelaufen ist, vermag dein Herz ebenso auf das Silber zu weisen wie auf die Trübung.
Mache andere Stielaugen.
Münzen haben beides, Kopf und Zahl. Alles, was du zu tun hast, ist eine Münze umdrehen, um die andere Seite zu sehen. Sobald dich etwas Unschönes anzuspringen scheint, sieh es von einer anderen Seite.
Was hast du an Gütigkeit und Schönheit vor dir selbst zurückgehalten? Muss das, was immer gewesen ist, sich fortsetzen?
Was du siehst, liegt niemandem sonst an als dir. Der Fleck ist in deinem eigenen Auge.
Das zu wissen ist etwas Wunderbares, denn jetzt kannst du ihn beseitigen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/neue-augen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
Your generosity keeps giving by keeping the lights on

