Liebe wie der geliebte Mond

God said:

Du verehrst einen bestimmten individuellen Körper oder vielleicht zahlreiche. Du bekommst ein Empfinden des Friedens. Wir können sagen, dass inmitten des Körpers Ich es bin, den du verehrst. Es ist der Gott im Mann, in der Frau oder im Kind, den du verehrst, gleichwohl, Enttäuschungen können auf dich zu kommen, und dein Empfinden des Friedens flüchtet aus dem Fenster, und du fühlst dich aufgelöst. Hat sich der andere Mensch oder haben sich die anderen Menschen geändert, oder ist es schlicht so, dass sich deine Gefühle verwandelten? Deine Gefühle konnten sich nicht mehr selbst treu bleiben, und demnach fühlst du dich nunmehr beraubt. Du sagst, der andere Mensch liebe dich nicht mehr. Ein ganzes Drama wurde in deinem Sinn erschaffen. Du hast deine Liebe an einer einzelnen Stelle angebracht, dein Geist hingegen ist wie eine Biene, die von einer Blume allen Nektar an sich genommen hat und sich dort nicht mehr länger aufhalten möchte. Du setzt dich mit dir ins Benehmen.

Ach, die Ungleichmäßigkeit eures umherziehenden Geistes. Ihr sagt, es sei euer Herz. Ihr sagt, ihr hättet es mit einer Umwandlung des Herzens zu tun gehabt. Euer Geist befindet über euer Herz. Euer Geist verändert euer Herz, Geliebte. Euer Traum wurde alles in allem nicht Wirklichkeit, weil euer Geist umherschweifte.

Ihr denkt nach wie vor, Liebe sei von dem Objekt oder Menschen vor euch abhängig. Liebe spielt Solitär, Geliebte, Geliebter. Es gibt keinen Anderen, der eure Liebe befehligt. Es gibt keinen Anderen, der sie unversehens entfernt. Ihr spielt mit euch selbst Tennis. Ihr seid der Geber und der Entgegennehmende. Die ganze Zeit bist du es, mit dem du dich in Liebe oder außerhalb von Liebe befindest. Du gehst gerne in einem bestimmten Teich schwimmen, und jetzt schaust du dich nach einem anderen um. Wohin ist die Liebe gegangen, fragst du dich. Sie spielt Guckguck mit dir. Jetzt siehst du sie, und jetzt nicht. Dein inneres Gespür für die Liebe ist am Wanken.

Du neigst zu der Auffassung, die Liebe habe ein Objekt nötig. Das ist eine Fehlwahrnehmung von Liebe. Liebe bedarf ausschließlich ihrer selbst.

Es ist nicht so, dass du die Liebe bewältigst. Du kannst die Liebe nicht beschließen, denn sie entspringt ihrer eigenen Quelle. Du liebst hier, nicht dort. Und sodann wird die Liebe scheinbar aus dem einen oder anderen Grund zurückgezogen. Du bist es selbst, den du enttäuschst. Du hast in deinem Herzen Liebe ausgelöst, und danach hast du in dem gleichen Herzen Liebe vom Entfachen abgeblockt. Du wirst denken, du seist auf die Gnade der Liebe angewiesen, indes ist es die Liebe, die auf dich angewiesen ist.

Sei barmherzig gegenüber der Liebe. Vielleicht ist Liebe ein großer Schimmel, den du nicht die ganze Zeit mit Volldampf voraus reiten kannst. Lasse die Liebe ihren eigenen Reiter und kein überrittenes Pferd sein. Lasse der Liebe ihren eigenen Schritt. Du musst was sie angeht nicht derart inbrünstig sein. Liebe ist im Grunde nicht alles oder nichts. Bist du mit dieser Auffassung im Sinn herumgelaufen? Hast du Liebe weggeworfen, weil du denkst, du habest sie zu meistern?

Lasse Liebe sein. Auf der Erde scheint die Liebe, nicht anders wie der geliebte Mond, abzuebben und zu schwinden. Er erscheint hoch am Himmel oder tief am Himmel, es ist trotzdem der gleiche Mond. Schier in deiner Wahrnehmung ist er ein Vollmond oder ein Scheibchen Mond. Der Mond ist ein Mond. Du wirst nicht überreizt, weil der Mond mal so, dann so in Erscheinung tritt. Du hast Zutrauen zu dem Mond. Habe Vertrauen in die Liebe in deinem Herzen. Sie ist ununterbrochen so groß wie der Mond, bloß siehst du sie nicht so.

Lasse dir deine Liebe angelegen sein, sie zu geben. Lasse die Liebe in deinem Herzen sein, was sie ist. Liebe dein Herz, selbst wenn es, dem Anschein nach, nicht für dich da ist. Lege deinen Kopf auf deinem Herzen zur Ruhe, wie du das auf einem Kissen gerne tun wirst.

Translated by: theophil

 

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