In der Weite
Gott redete …
Für Mich ist alles leicht. In der Weite ist alles leicht. In den kleineren Stellen des Menschengeistes werden Dinge schwer. Stelle dir einen Augenblick lang vor, dass du alles erschaffst, was du möchtest. Dann würdest du es schlicht erschaffen. Es würde aus deinem Herzen zutage treten. Nimm in Betracht, was du gerne erschafft wissen möchtest, und sieh sodann zu, wie es sich vor deinen ureigenen Augen, aus deinem ureigenen Herzen heraus, zuträgt. Ah, das allerdings sei gesagt - Wir reden hier nicht so viel über die Oberflächen-Dinge, die du dir wünschst. Lasst Uns Qualitäten in den Blick nehmen.
Ich handle damit, was dir wie abstrakt erscheint. Abstrakt sind jene liebenswerten Dinge, die man nicht unter Dach und Fach bringen kann. Liebe, zum Beispiel. Um sie sind keine Linien gezogen. Liebe existiert in freier Form und erdreistet sich überall. Sie kann nicht gefangen gesetzt werden. Sie kann nicht in einen Käfig verbracht werden, in Anbetracht dessen, dass du das mit Definitionen gerne tust. Du magst gezeichnete Linien, verbundene Linien, verpackt und eingeschlagen. Eingeschränkt im Grunde. Vielleicht ziehst du es vor, es mehr mit Kontraktion als mit Expansion zu tun zu haben. Vielleicht entscheidest du dich mehr für einwickelnde als für locker passende Kleidungsstücke an Gedanken.
Vielleicht hast du deine Gedanken gerne wie stramme Baseballs, fest verpackt, nicht wie ein Beach-Ball, der in die Höhe federt und quirlig zu sein scheint. Vielleicht ziehst du harte Süßigkeiten kauweichem Karamell an Gedanken vor. Vielleicht liebst du am Satzende Punkte. Vielleicht liebst du geschlossene Türen mehr als offene. ….... Du liebst begrenzte Räume. Du liebst es, dich dort zusammenzudrängen. Du hast gerne eine Hütte als Zuhause. Vielleicht liebst du das Zuendegehen mehr als Anfänge.
Du lebst im Universum. Du bist ein Glied von ihm. Du befindest dich nicht in einer Seniorenresidenz, wo du auf der Veranda in einem Schaukelstuhl sitzt. Stehe auf. Begrüße das Universum. Diene ihm deine Fürsorge an. Es ist dein Garten, wo es wächst. Was möchtest du gerne in diesem weiten Universum am Wachsen wissen? Welche Samen säst du aus?
Vielleicht hast du das Pflanzen aufgegeben. Bevor du erntest allerdings hast du zu pflanzen. Was möchtest du gerne ernten? Pflanzt dies sodann, Geliebte. Das ist im Grunde genommen, was ihr tut. Ihr pflanzt gewisse Sorten Energie, und ihr erntet, was ihr pflanztet. Oh, ja, das eine oder andere Unkraut wird in euren Garten hinein geweht, und fassungslos findet ihr es dort auf. Ihr hattet es nicht gepflanzt. Es gehört euch nicht zu, allerdings befindet es sich in eurem Garten. Wir reden über den Garten, in dem euer Geist sich ergeht. Vielleicht ist das, was ihr als Unkraut seht, keines. Vielleicht ist es eine seltene Blume. Wenn es allerdings ein Unkraut ist, zieht es schlicht heraus und werft es weg. Behelligt euch damit nicht. Ein Unkraut kam vor. Das ist keine Riesensache.
In der Weite ist nichts riesig. In der Weite liegen die Spezifika nicht da. Ihr bringt die Samen aus und seht einfach zu, wie sie wachsen. Wähle etliche seltene Pflanzen, Geliebte, Geliebter. Vielleicht sind sie gar nicht so selten, wie du meinst. Schaue es einen Augenblick lang so an, dass jeder einen versteckten Garten hat, sogar vor sich selbst versteckt. Des Nachts, während sie schlafen, sind sie im Garten emsig bei der Arbeit. Des Nachts, während du schläfst, bist du emsig im Garten bei der Arbeit.
Denke daran. Du besorgst in dem schlafenden Geist einen Garten, und danach vergisst du ihn. Indes wächst er jede Nacht, und an jedem Tag hast du es vergessen. Hege ihn. Weil du dich nicht an ihn erinnerst, bedeutet nicht, dass du damit nicht befasst bist. Du bist mit prächtigen Pflanzungen befasst. Du bist irgendwie wie ein großer Maler. Seine Kunst wurde während seines Schlafs geschaffen, und unter Tage malt er sie.
Hege alle wachsenden Dinge, Geliebte, Geliebter. Hege dein Herz, wie es im Verständnis zunimmt. Es weitet sich für dich, sodass du helle funkelnde Sterne und Galaxien erkunden kannst. Und Galaxien, Geliebte.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/in-der-weite.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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