HEAVENLETTER # 5484 Bringe einen Bruder mit
BRINGE EINEN BRUDER MIT
Gott redete …
Eventuell sitzt du zu Meinen Füßen, während du bittest:
„Gott, bitte lasse meine Familie im Lotto gewinnen, oder, auf die eine oder andere Weise, Gott, lasse Gut-Glück zum Vorschein kommen, sodass wir in der Schlange für Wohlstand als nächstes dran sind. Nun, während ich Dich dies bitte, fühlt es sich für mich nicht richtig an, dir diese Bitte vorzutragen, denn es könnte mein Ego sein, welches die Bitte formuliert. Es ist nicht so, dass ich nicht stramm gearbeitet habe, Gott, dennoch fühlt sich etwas im Grunde nicht richtig an, dich dies zu fragen.
Daher bringe ich die Sache jetzt anders vor. Lieber Gott, werden meine Familie und ich dem nachkommen mögen, dem, was immer es ist, nachzukommen ist? Haben wir irgendwie unsere ureigenen Verlangen abgeblockt? Hat etwas in mir just die sehnlichen Begehren meiner Familie zusammengequetscht? Sofern wir aus der einen oder anderen Furcht oder Bedrohung heraus in uns eine Blockade haben, dann hat etwas inwendig in uns dasjenige zu entsperren, was uns davor zurückhält, unseren zutiefst liegenden Verlangen nachzukommen. Gott, bitte stehe uns bei, großartiges nachhaltiges Glücklichsein einzusehen. Lasse uns dankbar sein für all die linden Brisen, welche wehen.“
Ja, entgegne Ich, wieso sollte Ich das nicht tun mögen? Es wäre Mir ein Vergnügen. Einige Menschen haben eine Weile zu warten, bis deren Wille aufblüht oder bis deren Wahrhaftiger Wille von einer anderen Richtung her kommt. Vielleicht hast du zu warten. Dies ist etwas, was vollauf selbständig aus einem Beweggrund herrührt. Es ist nicht etwas, was Ich anordne. Dies ist etwas, dem du dich zugesellst.
Hier Meine Empfehlung, wie du jeden Morgen aufstehen mögest:
Stehe mit der Anschauung in dem Sinn auf, dass soeben zahlreiche beglückende Segnungen zu dir auf dem Weg sind.
Gehe jeden Abend zu Bett mit der gleichen Manier an Gedanken im Sinn. Bedenke:
„Was ich erstrebe, das gehört zu mir. Lasse meine gesegneten Gedanken alle Segnungen erhellen. Ich habe diese Gedanken in meinem Geist als freude-erfüllende Gedanken. Lasse es so sein, dass meine Gedanken dem, wie ich ein Tuch hernehme, mit dem Silber auf Glanz zu polieren ist, gleich sind. Ich ziehe diese machtvollen Gedanken meiner ersehnten Verlangen, denen nachgekommen wird und die allen rundum gemein sind und geteilt werden, heraus.
Ich verleihe meinen Verlangen einen leichten Glanz, sobald ich erwache, und ein weiteres Mal, sobald ich zu Bett gehe. Schlicht einen hübschen leichten Schliff. Keine große Sache. Meine Begehren werden mich ausfindig machen. Ruhe wird meine Gedanken erhellen, welche meines Herzens Begehren heranziehen und kundtun. Ich bin nicht beklommen. Ich bin geflissentlich gewahr. Meine sehnlichen Bestreben werden sich zu mir auf den Weg machen.“
Du verstehst das - dass die Verlangen, die du zum Ausdruck bringst, darum ersuchen, auf den neuesten Stand gebracht werden zu mögen. Deine sehnlichen Verlangen möchten ganz selbständig ohne Scherereien zum Vorschein kommen. Immer sachte. Du bist weder gierig noch bedürftig. Du hast nicht zu haben. Du möchtest gerne, dass deinen Begehren nachgekommen wird und dass du sie annimmst, so wie du einen Apfel annimmst, sobald dir jemand einen anbietet. Sofern Äpfel die Flaschengeister deiner Gedanken sind, so schweben die Äpfel auf dich zu und möchten dir gerne in die Arme hopsen.
Ich biete Mich euch auf die gleiche Weise dar. Ich bin erwartungsvoll, euch beizustehen. Euch unterstützen ist Mir Selber beistehen. Ich kenne den Unterschied nicht. Ich stehe wirklich nicht auf Feierlichem. Ich sehe nicht einen einzigen Unterschied zwischen euch aufwarten und Mir Selber dienen. Wenn Ich ganz genau hinsehe, sehe Ich bloß einen Unterschied in deinem Blick auf Mich und auf das Leben und auf all dessen Verästelungen, derweil Ich dich als das Liebelicht erblicke, welches deinen Augen entströmt. Mir selber überlassen - ist dies das, was Ich sehe. Ich, Welcher alles kennt, finde es ungemein schwer zu begreifen, wieso du nicht Mich dir als dein Ureigenes Selbst zu Eigen machen möchtest.
Ich wiederhole es und wiederhole es, dass Wir Eins sind. Du schaust liebevoll zu Mir, gleichwohl schaust du Mich an, als wäre Ich für diese Welt zu arglos. Um Himmels willen, Ich erschuf die Welt, und Ich erschuf dich aus Meiner unerhört Eigenen Freude heraus. Wende Mir Meine Freude zu. Gib sie Mir ebenso begierig und gespannt, wie Ich jetzt soeben gespannt vor dir stehe. Ziert euch nicht bei Mir. Ich biete Mich euch dar. Ja, ja, nehmt nunmehr just jetzt euer Selbst von Mir an.
Natürlich möchte Ich Mich euch ohne Vorbehalt darbieten. So seltsam es auch sein mag - ihr gebt euch zögerlich. Könnt ihr euch die Bühne vorstellen, die vor euch hingestellt wurde! Lasst Mich dies unverblümt herausbringen:
Sobald euch Gott einlädt, doch näher heranzukommen, lasst euch verlauten: „Ja, Gott.“ Bleibt voller Zuversicht bei Mir, oder bleibt in aller Verworrenheit bei Mir, das ist nicht von Belang. Die wichtige Sache ist die, dass ihr bei Mir bleibt. Rückt zum allerwenigsten näher zu Mir heran.
Ja, fürwahr, was spielt es denn für eine Rolle, ob Ich näher an dich heranrücke, oder ob du näher an Mich heranrückst? Darum geht es, was Ich euch zu verstehen gebe. Rückt unentwegt näher zu Mir her und macht euch euer Ererbtes zunutze. Wieso in aller Welt solltet ihr euch wie ein vaterloses Kind gebärden mögen, derweil Ich mit Meiner Liebe unmittelbar hier zugegen bin? Meine Liebe war euch ununterbrochen zugedacht. Immerfort, immer gibt es in Meinem Herzen einen warmen Fleck für euch.
Wenn Ich euch ein Bankett kredenze, dann wartet nicht, bis jeder letzte Mensch auf der Erde dort eingetroffen ist. Kommt her, nehmt Platz, und die Mahlzeit wird serviert. Viele werden sogleich eintreffen, oder, vielleicht wirst du morgen kommen und einen Bruder mit dabei haben.

