HEAVENLETTER # 5463 Der Tanz des Universums
DER TANZ DES UNIVERSUMS
Gott redete …
Ich höre dich in der Wildnis deines Herzens und Geistes rufen:
„Gott, was ist dieser Sog, ich hätte in einem Körper zu existieren, ich hätte erblickt zu werden, ich hätte kundgetan zu sein, ich hätte mir sozusagen einen Namen zu machen; meinen Namen auf einen Baum zu schreiben; für einen anderen Namen einzustehen, der auf der Baumrinde mit dem meinen zusammen eingeritzt ist; hier auf der Erde für immer zu verbleiben? Was ist dieses Bedürfnis, ich hätte eine Blume zu setzen und sie ins Dasein hinein zu lieben, eine kleine Blume, die nicht lange währen wird, dennoch ersehne ich es für diese eine Blume, das Leben auf der Erde zu erfahren und das Glücklichsein der Welt zu bereichern, und sei es bloß für einen kurzen Moment in dem Mythos von Zeit?
Wieso scheint mir dies dermaßen unerlässlich zu sein, derweil es bloß so zeitweilig ist? Wieso scheinen mir und jedem anderen Menschen, der überdies mein Selbst ist, jene Momente so bedeutend? Was geht mit mir vor, und was wird in der Welt vonstatten gehen, sobald sie ohne mich ist? Die Zeit wird kommen, wann ich nicht einmal mehr ein Gedenken für irgendwen auf der Erde bin.“
Ich sage zu dir:
Liebes Menschenseinswesen, just so wie Ich es Mir sehnlich wünsche, dich zur Erde hin zu bringen und wie Ich Vergnügen finde an deinem Menschsein in etlichen wenigen Augenblicken des Sonnenscheins, so hast du den sehnlichen Wunsch an dir, eine Blume am Wachsen und Aufblühen zu haben. Wie lange die Blume fortdauert, ist nebensächlich. Das Sehnen deiner Seele ist das, eine Blume zu pflanzen, sie zu nähren und in der Sonne wachsen zu sehen.
Nicht anders – bist du mehr als deine Worte, mehr als deine Gedanken, mehr als deine Erfahrungen. Du bist eine Krönung von Mir, der Gipfelpunkt und der außergewöhnliche Ausdruck von Mir als du, Meine Blume, unbekannte Initialen, in einen Baum eingeritzt, etwas, was der Ewigkeit gegenüber bekundet, dass du einstmals hier warst. Du möchtest gerne eine lange währende Gedenkstätte an dich selber. Geliebte, Geliebter, Anonymität bedeutet nicht Nicht-Existenz.
Auf der Erde trachtest du nach einer gewissen Auflösung. Eventuell ist dies ein Sehnen deiner Seele.
Es gibt da eine Konzeption von einer Rose, und da ist eine Rose. Das Konzept einer Rose ist immer. Rosen verblühen, nicht jedoch die Eigenschaft der Rosenartigkeit. Rosenartigkeit ist Teil des Lebens. Mitten in einem Blütenblatt ist das Ganze enthalten.
Was dich, was das, auf das als du Bezug genommen wird, angeht – alles, was verblassen kann, ist dein Körper und sind die sogenannten Besitztümer. Sie werden verkümmern, hinwiederum wirst du in deiner Herrlichkeit für immer und ewig leben. Du bist ein Spirit des Universums. Du bist Inneres Seienshaftes. Du bist nichts weniger. Du wirst immerzu existieren. Selbst während dein Körper auf der Erde weilt, bist du mitten in den Sternen, der Sonne und dem Mond enthalten.
So du dich nicht mehr länger körperlich auf der Erde befindest, wirst du nach wie vor bekannt sein, sei es nun bei deinem Namen oder nicht. Du wirst niemals nicht bekannt sein. Du wirst den Himmel bestrahlen und Licht auf das Universum schütten. Glaube Mir, es ist der Erde ein Unterschied, dass du der Erde zum Leben gekommen bist. Sowie es für dich Zeit ist, deinem menschlichen Leben Adieu zu sagen, wirst du in die Höhe schweben und es fortsetzen, die Erde zu segnen. Du wirst dich profiliert haben, mit oder ohne konkrete Belege dafür.
Du wirst Anhaftung los gelassen haben. Eventuell ist die Geschichte eines jeden Menschenwesens die, dass ihr Anhaftung los lasst. Es gibt in jedermann einen gemeinsamen Kern, zu trachten, verewigt zu werden. Du bist stets ein Unsterblicher gewesen. Verwirrung stirbt dahin, nicht jedoch Realität. Sie ist wahr. Du bist aus den Elementen geboren, und im Menschenleben überstellst du alles, woraus du fürwahr gemacht bist.
Du bist nicht deine Emotionen, genauso wenig deine Erinnerungen. Du bist vielsagend, vielleicht das Bedeutsame des Gedächtnisses, dennoch kennst du natürlich, was Ich über die Vergangenheit sage – lasse sie los.
Endlosigkeit, das ist eine andere Bewandtnis. Endlosigkeit ist nicht aus Materie gefertigt. Endlosigkeit IST. Du bist Seiensheit. Es gibt keine Zeit. Es gibt keine Entfernung. Du bist in einer jeden Zelle des Universums. Himmel und Erde werden für dich zu Eins, und Himmel und Erde funkeln in dir. Du bist nach dorthin ausgegeben, wo du immerzu gewesen bist. Du bist ein Lied in Meinem Herzen, ein Erblühen einer Blume, eine süße Melone, die aus dem Zentrum der Erde hervorbricht und sich zu der Konzeption des Himmels erhebt. Alle Meine Kinder sind Konzeptionen. Konzeptionen existieren. Mächtig sind Konzepte. All die ganzen Weltdinge sind ein Konzept. Ein Konzept langt ohne Machenschaften an die Realität heran.
Keine Ausflucht mehr. Du bist stracks hier draußen in voller Sicht als der Geist, der du bist. Du bist die Essenz und nicht mehr länger bloß ein schieres Bild. Je feiner du bist, umso mächtiger und großartiger deine Präsenz.
Fort vom Erdenleben, bist du dir klar, was du tust, selbst so dein spezifisches Wirken auf der Erde nicht ersichtlich ist. Von der scheinbaren Individualität her kommend artest du zu Dem Tanz des Universums aus.

