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HEAVENLETTER # 5460 Ein wiederholtes Durchspielen von etwas aus der Vergangenheit

EIN WIEDERHOLTES DURCHSPIELEN VON ETWAS AUS DER VERGANGENHEIT

Gott redete …

Es ist dir nicht angelegen, dich über einen Anderen zu beschweren, weil er weniger einsieht als du. Er kann durchaus nicht aufgeweckt genug oder nicht wohlmeinend genug sein, um dir, und somit der Welt, zum Glück zu verhelfen. Dies indes macht dich genauso wenig heilig. Was ist Gutes am Rechthaben dran, solange in deinem Herzen Chaos herrscht, oder Härte, dort, wohin warme, mit den Händen zu greifende Liebe gehört?

Was berechtigt dich desgleichen, minder zu sein, als du wirklich bist? Was berechtigt dich, Nicht-Zur-Kenntnisnahme mit Nicht-Zur-Kenntnisnahme zu retournieren? Wer genau bist du, Wehtun mit Wehtun zu erwidern? Du, auch du, kannst Freundlichkeit bieten, eher als gerechte Rechtschaffenheit. Du kannst Mich lieben, und deinen Nachbarn lieben. Liebe dich selbst, Liebe Mich, und liebe deinen Nachbarn.

Wenn du es nicht magst, beleidigt zu werden, dann höre auf, beleidigt zu sein. Der eine oder andere arm dran seiende Tor hat nicht bedacht, was er gerade wirklich tat. Er dachte, es sei ihm rechtens, nicht in Betracht zu nehmen, wie seine Worte, Handlungen und Nicht-Handlungen auf dich einwirken und wie sie ihn beeinflussen. Was war er seinem Dafürhalten nach dabei, durch seine Unfreundlichkeit oder gar Rüdheit zu beweisen? Was beweist du, sofern in deinem Herzen ein Heimzahlen-Mögen am Aufflammen ist?

„Er kann mir dies nicht antun. Er hat nicht das Recht dazu.“ So denkt der Angreifende. Du hast ihm nichts Schlimmes zugedacht. Du warst arglos. Nun schützt er seinen Mangel an Bedachtsamkeit, und du, Meine Geliebte, Mein Geliebter, ziehst mit ihm gleich.

Deine Gedanken sind: „Wie wagt er es, mich so zu behandeln? Ich bin ein guter Mensch. Niemand hat das Recht, so mit mir umzugehen.“

Einerlei, wie du angegriffen worden bist, du erweist dir oder sonst jemandem oder Mir keinen Dienst, indem du dich rechtfertigst. Weil er sich irrt oder weil er in deinen Augen stracks falsch liegt, bedeutet nicht, es sei an dir, einen Krieg zu rechtfertigen, einerlei auf wie kleiner Flamme jener auch am Kochen ist. Sei damit durch. Stelle jetzt das Feuer ein. Sei es nun, das Feuern stellt das inwendige Hingerissen-Sein dar, oder sei es, es stellt dem Anderen Heimzuleuchten dar, beende jetzt das Feuer. Sei mit der Sache von Großbränden durch. Beide Parteien fühlen sich auf die Seite geschmissen. Richtig oder verkehrt betritt nicht die Bewandtnis. Deinem Empfinden nach war das, was die andere Seite tat, unentschuldbar. Jene fühlt das gleiche. Womöglich hast du gar nichts Unpassendes getan. Die andere Seite sah es einfach auf ihre Weise. Sie deutete es so. Es war stets deren Problem, nicht das deine. Sie deutete es verkehrt. Im Grunde genommen sah sie ein Wiederdurchspielen von etwas aus ihrer Vergangenheit. Sie sah dich nicht einmal. Darin besteht ihr Schwund. Mache dies nicht zu deinem eigenen.

Menschen enttäuschen. Es sieht wie Betrug aus. Betrüge dich selber nicht, indem du an Bitternis festhältst.

Lasse Mich anstelle deiner dich um Verzeihung, dich beleidigt zu fühlen, bitten. Ich bitte dich um Verzeihung, dass du dir die Beleidigung zugezogen hast. Lasse dein Gekränktsein los. Dies liegt innerhalb deines Machtbereichs, denn Ich gab dir die Fähigkeit, los zu lassen.

Nicht jeder handelt stets nach bestem Vermögen. Wenn du für übel nimmst, handelst du nicht nach bestem Vermögen. Nachvollziehbarerweise oder nicht, dies ist nicht deine Höchstform.

Was immer geschehen ist, es ist nunmehr an dir, es los zu lassen. Anderenfalls fichtst du bis zum Schluss, selbst dann wenn der Kampf von inwendiger Art ist. Letztlich bist du in Wahrheit auf dich selber wütend. Du hast dich in den Irrtum begeben, die andere Seite würde dich mögen, sie würde sich um dich sorgen, und du wurdest enttäuscht. Dies ist deren schlechterdings nicht vergebbare Sünde, dich nicht - dieser Tage, wenn denn überhaupt jemals - zu lieben.

Ja tatsächlich, der Andere mag sich ja durchaus um dich gekümmert haben. Dies bedeutet nicht, dass er dir etwas schuldig ist.

Nun kommt der harte Part. Sofern er sich bei dir, was Geld oder Liebe angeht, knauserig aufgeführt hat, bist du das ebenso gewesen. Sofern er gierig geriet, bist du das ebenso gewesen. Wenn er doch etwas Grips in seinem Kopf gehabt und bloß vorausgedacht hätte, hätte er die Dinge anders getan, und dementsprechend du.

Ich bezichtige euch, ein Menschenwesen zu sein, welches nicht ununterbrochen deutlicher sieht, als irgendwer sonst.

Zieht in Betracht, dass dies ein Gefecht von Egos darstellt. Was sonst kann es denn sein? Mögt es oder mögt es nicht – eine Schlacht, geführt unter allerhand verschiedentlichen Willen, ist geneigt, eine Schlacht der Egos zu werden. Einerlei wer dabei alsdann vorne heraus kommt, es gibt keinen Gewinner und keine Zigarre.