HEAVENLETTER # 5459 Du bist Gottes Geliebter
DU BIST GOTTES GELIEBTER
Gott redete …
Dir zu bedenken geben, wie das Leben doch aussähe, wenn du es ohne Bedauern leben könntest. So wie die Dinge derzeit stehen, häufst du deine Bedauern auf. Du stolperst über sie.
Es gibt ein Geheimnis was das anbelangt, ohne Bedauern zu sein. Das Geheimnis lautet, aus der Vergangenheit heraus zu kommen. Lasse Vergangenes los, und du wirst nicht mehr von Zerknirschtheit überfüllt sein. Ein Schuldempfinden ist etwas, was du dir selber auferlegst. Dir selber etwas auferlegen ist keine wundervolle Sache.
Bedauern, Gewissensbisse, Buße sind nicht nobel oder heroisch. Einsichten sind gut. Verschaffe dir eine Einsicht, und danach sei damit durch. Los lassen ist ein beträchtliches Geheimnis im Leben. Festhalten ist an der Vergangenheit hängen.
Du bist nicht deine Vergangenheit. Die Idee, du seist sie, hält dich zurück. Du bist nicht einmal deine Gegenwart, du Lieber. Nicht dies ist, wer du bist. Wer du bist, ist dein Seien. Wer du bist, ist, was du bist. Dein Seien ist etwas Angenehmes, und worüber Freude herrschte, sofern du dies bloß bejahen würdest.
Ich bin deine Erbschaft. Ich bin deine Darbringung, und Ich bin voll und ganz Seiend. Es ist kein Mythos, dass du Mich beerbst. Von vor deinem Anbeginn in diesem Leben an bin Ich dein gewesen. Ich bin dein Halt an der Realität. Ich bin die Essenz von dir. Du bist Meine Geliebte, Mein Geliebter.
Die Vergangenheit, so wie du sie siehst, ist wie ein Wolf, der sich in dich hinein gekrallt hat. Der Wolf ist ein Befürworter deiner Vergangenheit. Begib dich nicht dorthin. Deine Vergangenheit könnte schön sein, sofern du sie nicht in deinem Kropf hängenbleiben und dich herunterziehen ließest.
Wir reden über Gedenken, hinwiederum gedenkst du des verkehrten Eindrucks ein, mit dem es den Anfang zu machen gälte. Was die Ursache von Bedauern darstellt, das ist deine empfundene Ahnungslosigkeit. Du warst unschuldig. Du erkanntest ganz einfach nichts. Du machtest das, was die Welt einen Fehler nennt. Reibe dich nicht mehr wund an deinen bedauerten Handlungen, an versäumten Gelegenheiten, an der eingeschlagenen Straße oder an dem nicht eingeschlagenen Weg. Im Verflossenen verweilen stellt eine wohlaufgestellte Ermöglichung dar, dir selber leid zu tun, dass du den einen Weg wähltest und nicht einen anderen, dass es dich vielleicht um ein Wort jammert, welches dir über die Lippen kam. Du schlägst auf dich ein, wann immer du an diesen Moment denkst. Es geschah gestern. Selbst dann wenn es vor dreißig Jahren geschah, geschah es gestern. Du malst dich selber in eine Ecke, aus der du dich selber noch nicht zur Gänze ausgelöst hast.
Du musst dich selber freistellen. Egal ob vor langer Zeit oder erst kürzlich, die Vergangenheit ist die Vergangenheit. Die Vergangenheit gehört nicht dir zu. Sie schreitet dir voran. Genug von ihr. Genug der Fehler, die du begangen hast, oder der Fehlgriffe, die dir angetan wurden. Der Vergangenheit ist es jetzt angelegen, dir nichts zu sein. Sie ist die Zeitung von gestern. Sie ist eingetrocknete Tinte. Sie ist verflossene Grillen. Alle Missgriffe liegen in der Vergangenheit. Lasse ihren Halt an dir jetzt los.
Gib ihnen Abschiedsküsse. Du bist betrübt, dass du Fehler begangen hast. Lasse dich nunmehr vom Haken. Du hast das zu tun. Die Bewandtnis ist nicht frisch. Sie ist alt. In der Minute, als es sich begab, war die Sache bereits Schnee von gestern.
Einst warst du ein Säugling. Du bist kein Säugling mehr. Einst warst du ein kleines Kind. Egal, was du als Falsch-Gemachtes betrachtest – du wusstest es ganz einfach nicht besser. Du kannst dein Bedauern zum Ausdruck bringen, gut so. Es betrübt dich sehr. Daraufhin lasse jenes Kapitel los.
Es hat keinen Sinn, dich selbst deswegen durchzuprügeln. Darin liegt nichts Gutes. Es ist nicht an dir, der Vergangenheit ein Sklave zu sein. Du hast Freien Willen. Nutze deinen Freien Willen. Wenn du dich selber schneidest, wirst du unter Umständen eine Narbe davontragen. Wunden im Leben, bei denen du einem Anderen wehtust oder ihn links liegen lässt, sind dir nicht nahegelegt, sie i überkorrekter Manier für untilgbar auszugeben. Lasse sie los. Du hast sie los zu lassen. Lasse sie heilen. Halte das Verflossene nicht frisch. Lasse es nicht unentwegt in deiner Vorstellung neu aufleben. Sei damit durch.
Die bereute Vergangenheit ist keine Ehrenmedaille. Die bereute Vergangenheit gehört nicht an jeder Stelle auf deiner Psyche eintätowiert.
Hebe jetzt deinen Kopf hoch und wisse, dass du weitaus mehr bist denn irgendeine Untat. Du bist Meine Geliebte, Mein Geliebter.

