Heavenletter # 2578 Altes Zinn für Gold
Gott redete …
Wie freundlich Ich bin. Wie zuwendend. Wie gebefreudig. Es gab niemals einen Augenblick, als Ich dir nichts zukommen ließ. Wieso sollte Ich geben mögen, um wegzunehmen? Und was ist da, was Ich von dir wegnehmen würde? Ich gebe unendliche Freude und Liebe. Ich, Gott, bin nicht ein Nehmer. Ich bin ein Geber.
Du denkst, Ich nehme von dir weg. Ich nehme nichts von dir. Ich weiß, es sieht dir danach aus, dass Ich das tue. Eben deswegen, Geliebte, glaubt ihr nach wie vor an Verlust. Ihr habt nicht Objektpermanenz zu haben. Sofern ihr es nicht seht, und ihr könnt es nicht anfassen, denkt ihr, es sei weg. Was Ich euch gebe, ist, sobald es einmal gegeben ist, für immer euer. Es ist eben so, Ich gebe für immer. Wenn ihr euch den Himmel als oberhalb von euch denkt, dann stellt es euch bildlich vor, wie Ich alle Wohltaten in einem endlosen Strom der Liebe auf euch niederschütte. Das Lager Meiner Liebe neigt sich nie zu Ende.
Und dann denkt ihr: „Ah, Gott, ich habe einen geliebten Nahestehenden nach dem anderen verloren. Ich habe Jobs verloren. Ich habe den Mut verloren. Ich habe Bücher verloren, und ich habe Geld verloren. Ich habe nicht, was ich verloren habe. Ich habe nicht, was ich nicht finden kann.“
Mein liebstes Kind, wo hat irgendjemand oder irgendetwas nachgerade Wohnung, ausgenommen in eurem Herzen? Wisst um die Fülle eures Herzens. Ich gebe euch nicht ein Palliativ. Ich sage nicht, dass sich euer Herz nicht verwundet fühlt. Ich weiß, euer Herz hat das Empfinden, verwundet zu sein. Sowie ihr an Verlust glaubt, was sonst denn vermag euer Herz zu spüren? Ich sage, ihr kommt von einer Irdischen Perspektive her, und dass eure Irdische Perspektive eine beschränkte ist. Eine solche Perspektive schneidet euch von dem Pferch ab. Abgeschnitten sein bedeutet nicht, dass das Gehege nicht existiert.
Wir können dies auf vielerlei Weise betrachten. Wir können sagen, dass das, was vor dir zugegen war, niemals vor dir zugegen war, und dass bloß die Illusion der Realität vor dir war. Wir können ebenso sagen, dass geliebte Angehörige und verloren gegangene Gegenstände stets bei euch sind, ob sie nun physisch präsent sind oder nicht. Wir können sagen, dass du nicht verlieren kannst, was dein ist. Wir können sagen, dass Besitztum und Verlust gleichermaßen Illusionen sind. Wir können sagen, dass euer Gefühl, euch beraubt zu fühlen, eine weitere Illusion darstellt, eine Illusion, der ihr zutiefst Ehre erweist. Wir können sagen, dass euer emotionaler Schmerz, einerlei wie tief er ist, ebenso viel eine Illusion ist wie jeder anderer, und dass ihr demzufolge ihn nicht zu behalten habt. Ihr habt ihn nicht bei euch zu behalten. Ihr habt nicht eure Vorgabe von Verlust bei euch zu behalten.
Die Idee von Besitztum an Dingen oder an Menschen ist ein abwegiger Gedanke. Der Gedanke, dass dir alles gehört, ist trugschlüssig, zur selben Zeit, wie der Gedanke, dass dir alles gehört, zutreffend ist. Du kannst nicht verlieren, was dein ist. Und nichts und alles sind dein.
Auf jeden Fall wird es gut für dich sein, aus neuen Gesichtspunkten her zu sehen, zum wenigsten, der Idee anderer Weisen von Wahrnehmung Glauben zu schenken. Du kannst altes Zinn für neues eintauschen. Du kannst altes Zinn gegen Gold eintauschen! Alte Gedanken schlüpfen euch aus eurem Griff, Geliebte. Ah, ja, ihr könnt alter Gedanken verlustig gehen. Euch kann Anhaftung verloren gehen. Ihr könnt das Konzept von Bedürftigkeit einbüßen. Ihr könnt glauben, dass es nichts zum Verlieren gibt, selbst wenn ihr verlieren könnt.
Ihr könnt nicht Unsterblichkeit, Endlosigkeit und all jene realen Dinge einbüßen, bei denen ihr geneigt seid, sie als nebulös und weit weg irgendwo zu denken, während sie spornstreichs vor euch zu liegen kommen. Ich bin unmittelbar hier. Und ihr seid unmittelbar hier bei Mir.

