Heavenletter # 2486 Bleibe auf Kurs
Gott redete …
Wenn du in eine kreislaufartige Schleife hineingeworfen worden bist, dann sieh zu, dass die Schleife kurzlebig ist. Was sich im Leben abspielt, hat nicht zu deiner vertieften Hauptbeschäftigung zu werden. Wenn das Leben zu kurz greift, dann stelle dich selber richtig. Wenn du betäubt und überwältigt bist, dann genese. Was sonst gibt es für dich zu tun? Was du im Leben als grässlich siehst, gerät weniger grässlich, sobald sich das Leben selbst ausweitet. Was gewaltig erscheint, gerät weniger monumental. Was entsetzlich schien, ist später nicht so entsetzlich, wie du wähntest. Was fantastisch schien, büßt ebenfalls seinen Glamour ein. Die Zeit macht beides, die Turbulenzen und die Pracht, geringer. Deine Beschaffenheit des Bewusstseins macht alles, was sich in der Welt begibt, weniger bedeutsam.
Lasse verkümmern, was verkümmern wird, denn verkümmern muss es, derweilen du in deiner Helle dableibst und dich dem sonnenerfüllten Himmel bei Tag und dem Sternenlicht-Himmel bei Nacht gegenübergestellt bist. Was konstant ist, ist konstant. Was nicht konstant ist, ist nicht konstant. Es war das niemals. Du bist aus mächtigerem Stoff gemacht als aus hauchdünnem. Du bist zudem dein eigenes Licht. Unter jeden Umständen bist du in der Lage, abzustrahlen. Selbst durch rauhe Gewässer kannst du den Bug deines Schiffes steuern, und du wirst auf die stillen Gewässer stoßen, welche über dem Horizont unumgänglich auf dich warten.
Die Welt und ihre Vorkommnisse sind nicht euer Steuerruder, Geliebte.
Sobald das Leben steuert, besteht für dich nicht die Notwendigkeit, aus dem Kurs geworfen zu werden. Du kannst auf Kurs bleiben. Du kannst fortwährend geradeaus vorausgehen. Du kannst die mächtige hohe See besegeln. Du kannst dein Herz standfest halten, einerlei was für ein Wind weht. Sofern du dich angesichts von Stürmen schwach gewähnt hast, denke dich nun als stark. Du kannst dasselbe Gleichgewicht im Sturm und in der Windstille halten.
Du wartest nicht auf die nächste Hiobsbotschaft, und falls die Dinge derart überkommen, brauchst du nicht von ihnen gestoppt zu werden. Du hast ungeachtet dessen fortwährend vorwärtszugehen. Du wirst früher oder später vorangehen. Mein Vorschlag ist – früher.
Was immer das Leben auf dich zu wirft, es ist an dir, zurückzufedern. Es ist nicht erforderlich, dass dich irgendetwas von Anfang an zerschrammt. Wenn du dich durch das Leben nicht bestürmt fühlst, was ist dann für dich da, um dich von ihm zu erholen? Weder Hagel noch Regen liegt es an, dich bei deiner Aufgabenstellung aufzuhalten. Deine Aufgabe im Leben ist, wacker zu sein, so wie es die Seeleute auf See sind. Sei wie ein Pirat in aller Standhaftigkeit. Der Mut eines Piraten wird nicht durch einen schwarzen Flicken über seinem Auge gedämpft. Und wenn die Planken erzittern, schaukelt er nichtsdestotrotz auf dem Mast.
Du hast allerlei Gründe, weswegen das Leben schwer ist und weswegen du denkst, du müsstest durch seine Vorkommnisse zerzaust werden. Was aber wäre, sofern du nicht zerzaust werden müsstest? Was wäre, wenn du nicht gehemmt würdest, einerlei wie sich das Wetter aufführt? Was wäre, wenn mehr dahinter steckte? Was wäre, wenn du von einem robusten Stock herstammst? Was wäre, wenn du ungeheuer stark wärest?
Wenn du los lassen kannst, was du als ordnungsgemäß siehst, wenn du los lassen kannst, wie deiner Auffassung nach das Leben sein müsse, wie stark wirst du dann erzittern? Selbst ein Erdbeben wird deine Balance nicht durcheinanderbringen. Ich sage, sei wie ein zurückfedernder Ball, der weit in die Höhe in den Himmel hinauf reicht und auf die Erde zurückprallt. Ein Ball hat die Auffassung, dass Prallen das darstellt, was er zu tun hat. Und ihr, ihr ebenfalls, Geliebte, macht euch die Auffassung freudig zu Eigen, dass es an euch ist, hoch hinauf in den Himmel zu langen und zurück zur Erde zu prallen und erneut hochzufedern und nichts dagegen zu haben.

