Heavenletter # 2455 Rat übers Ratgeben
Gott redete …
Nichtübereinstimmung hat nicht unliebsam zu sein.
Sowie der eine Mensch das eine Essen mag, und ein anderer ein anderes, was ist dabei die Auseinandersetzung? Es gibt nichts zum Sich-Auseinandersetzen. Meinungsunterschiede und Erfahrungsunterschiede sind voll und ganz rechtmäßig. Nicht anders – jemand kann einen Gedanken haben, der sich von dem eines Anderen unterscheidet. Was ist die Aufregung dabei? Kein einziger gab an, es habe Übereinstimmung zu geben, um umgänglich zu sein. Steht in Einvernehmen in der Bewandtnis freie Wahl. Bestimmt glaubt ihr nicht, es gelte euch, bei dem Leben eines Anderen herumzudoktern? Gewisslich betrachtet ihr euch selber nicht im Leben als einen Experten, den ihr befragen würdet, wenn es darum geht, dass ein Anderer so handelt, wie ihr es ansagt?
Lasst die Leute ihr eigenen Verirrungen begehen, falls sie denn, überhaupt tatsächlich, Fehler begehen. Was für dich ein Fehler ist, kann für einen Anderen richtig sein. Die relative Welt ist nicht absolut. Sie ist verhältnismäßig.
Alles, was eine Person tun kann, ist seinem eigenen Herzen folgen. Sie kann nicht deinem folgen. Es glückt dir nicht immer, deinem eigenen Herzen zu folgen. Was, Geliebte, ist an dem Leben dran, was korrekt zu sein hat oder was als korrekt gestaltet zu werden hat? Um was für ein Bewerten handelt es sich dabei?
Deine Meinung zum Ausdruck bringen, das ist eine Sache. Erwarten, dass deiner Meinung nachgekommen wird, das ist eine andere Sache. Was heute ratsam zu sein scheint, ist es womöglich morgen nicht.
Im Winter und im Sommer zieht ihr euch verschieden an. Was im Winter gut so ist, ist es im Sommer nicht.
Eine jede Person auf Erden ist frei, ihr eigenes Leben zu leben. Sie ist gar frei, ihre eigenen Fehler zu begehen. Es kann sein, du weißt nicht, was ein Fehler ist und was nicht. Ihr aber, Geliebte, liegt immer schief in eurem Bemühen, bei dem Leben eines Anderen die Regierung zu übernehmen.
Ihr könnt nicht vorhersagen, was für einen Anderen die richtige Handlung darstellt. Versucht es nicht einmal. Kümmert euch, ohne dreinzureden. Schickt eure guten Wünsche. Gute Wünschen verrichten die Arbeite in der Regel besser als Ratgeben. Es gibt für einen Jeden eine Endlosigkeit an Wahloptionen, aus denen auszuwählen ist.
Was du als eine praktikable Wahl ansiehst, ist nicht immer praktisch. Was du als eine unpraktische Option ansiehst, ist unter Umständen praktischer. Alle Träume scheinen dir unter Umständen unpraktisch, und dennoch werden Träume Wirklichkeit. Besser, jemand wird ein Künstler, als in anderer Arbeit frustriert zu sein. Besser einen angestrebten Handlungslauf probieren, als ihn zu ignorieren. Lasse dein Herz in deinem Leben die Anrufe tätigen. Probieren geht über Studieren. Ob du es nun in den Augen der Welt mit Gelingen zu tun hast, ist nicht so wichtig wie - deinem Herzen folgen. Sowie du ein tiefes Streben an dir hast, folge ihm. Sieh, wohin es dich nimmt. Wie solltest du es, andererseits, wissen?
Falls sich etwas als eine verkehrte Wende herausstellt, wieso, dann kannst du eine andere Straße nehmen. Was ist dabei abhanden gekommen? Du hast nicht deinen Weg verloren. Du findest ihn. Wie kannst du ein Baseballspieler sein, außer du probierst, ob du dafür eine gute Hand hast? Etwas beginnen ist eine großartige Sache. Es beenden kann dies ebenso sein, und daher versuchst du es, und daher findest du es heraus. Du kannst im allgemeinen niemandes Wort dafür nehmen. Es gibt keine Möglichkeit zu erkennen, wohin dich dein nächster Schritt führen wird. Schritte gehören genommen. Man kann über sie nicht bloß nachdenken. Sie müssen gegangen werden.
Liebe dein eigenes Leben und den Verlauf, den es nimmt. Liebe es, deine eigenen Bescheide zu erteilen. Und ermuntere Andere, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, denn Entscheidungen treffen, das ist deren Obliegenheit.
Sofern jemand ein Kleid näht, lasse diejenige sich die Knöpfe aussuchen.
Sofern jemand sein Zimmer anstreicht, lasse ihn die Farbe aussuchen. Und falls es sich dann herausstellt, dass sie die Farbe nicht mögen, nachdem es fertig ist, können sie sie übermalen, oder es kommt eben so, dass sie sie mögen, oder sie machen sich nicht so viel daraus. Was eine Rolle spielt, ist Freiheit – die aktuell getroffene Wahl für sich genommen, nicht so sehr.

