Heavenletter # 2442 Ihr eignet alles
Gott redete …
Es gehört euch nicht mehr länger das Gefühl zu haben: „Dies ist mein“, was das gleiche ist wie das Gefühl: „Das gehört niemandem sonst als mir. Das ist nicht das deine. Mein Name steht drauf, nicht der eine. Das ganze ist mein.“
Ihr besitzt nicht mehr länger, und ihr versagt euch nicht mehr länger. Was ihr euch versagt, ist eure Souveränität des Einsseins. Sowie du zu haben hast, bekräftigst du Knappsein. Sowie du nicht zu haben hast, bekräftigst du Überfluss. Sowie du Überfluss bekräftigst, bekräftigst du gleichfalls Liebe und die Brüderlichkeit der Menschen. Dies, Geliebte, ist nicht aufopfern. Dies ist nicht Minderung. Dies ist Ausdehnung. Ihr habt nicht etwas aufzugeben, um über Eigentümerschaft hinaus zu gehen. Offen gesagt, was ist Eigentümerschaft anderes als horten? Was ist großartiger? Horten oder teilen? Selbstverständlich könnt ihr teilen, was von Anfang an schier wertmarkenartig das eure war, Geliebte. Sowie es keine Selbstbezogenheit mehr gibt, ist teilen nicht etwas, über das man sich Gedanken zu machen nötig hat.
Du bist wie ein Kind, welches sagt: „Dies sind meine Murmeln. Dies ist mein Spielpferd. Dies ist der hölzerne Löffel meiner Mutter.“ Ein Kind ist soeben dabei, sich selber in der Welt kennzuzeichnen. Dies hast du vor langer Zeit durchgemacht. Nun driftest du von deiner Identifizierung in einer umgrenzten Welt weg. Mehr noch, du kennst jetzt deine Wahre Identität, mithin artet dir jetzt der ganze Rest dieser Scharade zu einem Widersinn aus.
Du eignest nichts. Du eignest alles.
Es gibt einen einzigen Herzschlag, und der ist der Meine. Ich gab dir alles, damit du alles geben kannst. Bemerke, dass Ich nicht sagte: Ich gab alles weg. Ebenso gibst du nicht weg. Es gibt kein weg. Weg-heit existiert nicht. Einssein existiert.
Sobald die Konzeption von „dein und mein“ vorhanden ist, beginnt Aufspaltung. Wir, du und Ich, sind nicht auf der Erde hier, um etwas aufzuspalten. Wir sind nicht hier, um das Leben in Stapel zu sortieren. Wir nehmen nicht von den Reichen, um den Armen zu geben. Wir nehmen von niemandem. Wir geben jedermann. Wer, der wahrhaft vermögend ist, möchte gerne, dass jemand arm ist?
Du eignest gehörig mehr denn die Besitzurkunde deines Hauses oder den Schmuck, den du in ihm verwahrst. Eigentümerschaft ist eine allzu beengte Sicht. Jetzt dehnst du deine Sicht aus, du verengst sie nicht.
Jetzt also wirklich – welchen Grashalm kannst du als dir beigemessen bezeichnen? Welches Sandkorn am Strand? Welchen Ozean? Sie sind alle dein, und sie sind jedermanns ebenso. Sobald dieses umfassendere Denken im Massen-Gewahrsein freudig angenommen ist, sobald Herzen umfassend sind und Eigennützigkeit eine Sache aus der Vergangenheit darstellt, wer kann dann ein Dieb sein? Wer sollte sich verstohlen nehmen mögen, was ihm bereits zugehört? Wir werden nicht mehr von den Rechten Aller reden. Wir reden von den beglückenden Segnungen Aller.
Keine neuen Gesetze werden erlassen werden. Der Gesetze bedarf es nicht mehr. Es wird stattdessen hohes Bewusstsein das gegebene sein. Kein einziger wird arbeitslos sein. Alle werden in Liebe beschäftigt sein. Es gibt keine formelle Sozialfürsorge. Kein einziger wird in Not sein. Alle werden Geber sein, und Respekt wird ebenso geschenkt werden. Es wird zu keiner Autorität kommen, außer zu der der Liebe. Liebe wird saumlos werden. Es wird nicht einmal eure Liebe oder die Liebe von sonst jemandem geben. Liebe wird da sein. Alle Herzen werden verstanden werden. Es wird kein Fehlverstehen geben.
Die Welt wird sich emporgehoben haben. Die Welt kann sich nicht erheben und dabei gleich bleiben. Alle werden neu sein. Du wirst neu sein. Du wirst erneut Aufschwung bekommen haben. Aufstieg ist nicht etwas, was ihr beobachtet, Geliebte. Es ist etwas, was ihr seid. Ihr seid aufgestiegen.

