Heavenletter # 2438 Tag um Tag
Gott redete …
Wie kommst du aus den Verheerungen der Zeit heraus, derweilen die Welt, in der du lebst, auf die Sekunde genau getimed ist? Die Uhren ticken, und du musst irgendwo sein. Die Uhren machen tack, und du musst zurück sein. Uhren scheinen die Welt zu beherrschen. Natürlich tust du gut daran, dich den Zeiten anzupassen und rechtzeitig zur Arbeit zu gehen und die Kinder zur vorgegebenen Zeit abzuholen. Der Zeit nachkommen kann fürsorglich sein.
Gleichzeitig hast du Zeit nicht dermaßen ernst zu nehmen, als wäre sie ein Drachen, den man zu fürchten habe. Obschon Zeit der Herr im Hause ist, hast du nicht außer Atem zu geraten. Selbst wenn du es eilig hast, kannst du Zeit an ihren Platz weisen. Du kannst sie meistern. Du hast nicht ihr Opfer zu sein.
Natürlich hältst du die Regeln der Zeit ein. Deinem Aufbegehren zum Trotz, gibt es an der Zeit etwas, was du wirklich magst. Du magst die Schwungkraft an ihr. Und du bist, vielleicht, ein wenig selbstgerecht, sobald Andere die Zeitregeln nicht einhalten.
Vermeide das Wort „In Eile“. Vermeide das Wort „zu spät“. Vermeide zu sagen - „rechtzeitig“. Betrachte Zeit wie einen Bekannten, der dir Gesellschaft leistet. Zeit ist dauernd bei dir am Zupfen, so wie dies ein Kind an deinem Kleid tun kann, aber du kannst auch so im Leben munter entlanglaufen und dir die Ansichten anschauen. Zeit hat dir nicht dauernd auf dem Rücken zu sitzen. Du hast etliches Sagen über die Zeit.
Finde in deinem Leben etliche Nicht-Zeit. Du hast jene Momente bei dir, sobald es dann so ist, als stehest du unter einem Zauberspruch, und du dabei Zeit vergisst. Zeit zieht dich an ihrer Leine hinterher, und doch trittst du gelegentlich aus den Einschränkungen der Zeit heraus. Gib der Zeit statt, dir etliche Auszeiten zu geben.
Geh und wälze dich im Gras. Gewähre dir nicht zeitlich geregelte Aktivitäten im Leben. Du kannst im Leben umherbummeln und lustwandeln. Gehe in den Park. Finde Mich dort. Ich eile nicht. Du kannst mit dem es eilig Haben aussetzen. Erkenne dir genug Zeit zu, sodass du es nicht eilig haben musst.
Zeitlosigkeit existiert überdies. Es gibt Zeit überhaupt nicht, und es gibt alle Zeit der Welt.
Bestimme die Zeit mehr nach der Sonne, den Sternen und dem Mond. Der Mond geht nach seiner eigenen Zeit im Gleichschritt. Er scheint auf dich. Er braucht seine Zeit. Er eilt nicht. Er weiß, es gibt für alles genug Zeit.
Sofern Zeit deine Anschlagtafel wäre, würdest du sie nicht bis zum Anschlag voll machen. Du würdest etwas freien Platz übrig lassen. Freier Platz ist gut. Nenne es Zen. Packe dich nicht mit Aktivitäten voll. Es ist gut so, von Zeit zu Zeit müßig zu sein.
Es gibt in deinem Leben Verabredungen, die du einhalten musst, und dennoch kannst du dir rund um Verabredungen freien Raum gewähren. Vermeide, deinen Schrank vollzustopfen, und vermeide es, dein Leben vollzustopfen. Sei im Leben mehr am Gemütlich-Gehen. Sei dir der Maut gewahr, welche Zeitbeschränkungen von dir erheben, und reserviere etliche Zeit bar aller Begrenzungen. Stimme dich selber was Zeit angeht ab.
Denke nicht mehr in Bezügen von genug Zeit oder nicht genug Zeit. Denke in Bezügen von Überfülle. Passe Zeit in dein Leben ein. Du hast das Sagen über sie.
Nimm dir einen Tag von der Zeit frei. Decke deine Uhren zu. Du brauchst nicht dermaßen auf Uhren angewiesen zu sein. Arbeite, während die Sonne hervorgekommen ist, und höre mit dem Arbeiten auf, wenn sie untergeht. Sei im Leben wie ein Bauer. Er schaut zum Himmel hoch.
Sieh Zeit wie das Wetter. Das Wetter ist immer da. Erweise ihm Respekt, und doch kannst du in den Regen hinausgehen wie auch in den Schnee und kannst in der Sonne sitzen. Zeit ist frei, Geliebte. Seid frei in der Zeit.

