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Heavenletter # 2287 Die Brücke dazwischen

Gott redete …

In der Menschengestalt siehst du Liebe, Liebe, an dir festgemacht, und Liebe, von dir abgebunden. Du vergisst, dass Liebe nie-endend ist. Sie ist nicht ein Band, und dennoch hast das Empfinden, ein Band sei gebrochen, es sei ganz rüde von dir weggerissen. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, trauerst du, du bist schmerzerfüllt, du glaubst, du habest etwas verloren. Mit Sicherheit ist das in den Bezügen der Welt ein Verlust. Ein Platz ist nun leer. Eine Stimme wird nun nicht vernommen, außer in den Korridoren deines Geistes. Du glaubst, die Liebe sei verloren, und mithin weinst du.

Geliebte, ist es die Liebe, die ihr von dem Anderen empfangen habt, welche ihr vermisst, oder eure eigene Liebe, die abgegangen ist, welche ihr vermisst? Sind sie unzertrennlich? Eben just dies, wie ihr eure Liebe nicht aufzutrennen vermögt, spricht für die Undurchlässigkeit von Liebe. Liebe ist nicht verlustig gegangen. Liebe ist genauso wenig aufgefunden. Liebe ist. Aber ihr bemerkt lediglich euer Gewahrsein von Liebe. Euer Gewahren von Liebe ist entwendet.

Mit dem physischen Verlust eines geliebten Angehörigen, habt ihr das Gefühl, dass ein bestimmter Fluss der Liebe unterbrochen worden ist. Es hat einen Tornado gegeben, und die Brücke zwischen dir und einem Anderen fiel zusammen. Ihr wisst nicht so recht, wie es mit dem Geben und mit dem In Empfang Nehmen weitergeht. Ihr wisst nicht, wie der Fluss zu überqueren ist.

Andere Brücken werden gebaut werden, aber du möchtest jene Brücke, so wie sie war. Du möchtest keine andere Brücke. Jene Brücke ist unersetzlich. Kein Ersatz wird es tun. Und doch, du wirst andere Alleen auffinden, nicht um zu verdrängen, nicht um mit ihnen zu ersetzen, aber um ihres eigenen Rechtes willen. Du wirst dir selber den Fluss der Liebe nicht für immer versagen. Wieder lieben ist so natürlich, wie die Tränen, die du um das Vorübergehens von eingebildeter Zeit halber weinst. Liebe ist, und trauern hat abzugehen. Es kann nicht ausgiebiger für immer dableiben, denn der leibliche Körper. Dem zum Trotz, was du denken magst, trotz der Annehmlichkeit eines physischen Seinswesens vor dir, ist es nicht der Körper, den du liebtest. Einerlei wie du geliebt haben magst, der physische Körper ist bloß eine Verkörperung von Liebe.

Der physische Körper ist ein Foto, was du als das reale Ding akzeptiertest. Du glaubtest, es sei das Foto, was du liebst, und die aufgezeichnete Stimme, das Lächeln und die Augen. Sie sind dir kostbar. Du würdest eine Menge dafür geben, die Hand deines Geliebten einmal mehr zu halten. Aber du kannst die Hand nicht halten. Es gibt nichts zu halten, Geliebte, Geliebter. Liebe wird aus eigenem Antrieb dableiben. Es gibt keinen Ort, wohin sie gehen kann.

Du hast ein Objekt der Liebe mit der Liebe selbst gleichgesetzt. Du trauerst um den teuren Verschiedenen, so, als hätte er dich verlassen. Dessen Liebe ging nicht weg. Dessen Liebe erstreckt sich zu dir, so wie dies die Meine tut. Physischer Nachweis ist bloß physischer Nachweis. Die gegenseitige Liebe der Seelen ist insgesamt eine andere Liga. Der Baseball geht immer über den Zaun. Es gibt nichts Minderes als Home Runs, Geliebte, Geliebte. Seelen berühren. Seelen umarmen. Es gibt kein ent-armen. Ob der Körper deines geliebten Angehörigen nun gestern verstorben ist oder vor fünfzig Jahren, Liebe ist treu. Du bist konsterniert, Liebe aber nicht. Liebe ist umfassender, als du gedacht hast. Liebe ist umfassender, als die Welt bemerkt hat. Nichts ist größer als Liebe. Nichts ist so groß wie Liebe. Ihr habt eine Unmenge Liebe in eurem Herzen. Und das Universum versorgt euch unaufhörlich mit Liebe. Sie ist eine nie endende Kraft, die Kraft der Liebe, die Schönheit der Liebe.

Ihr könnt euch bloß einbilden, dass ihr von der Liebe verlassen worden seid. Habt ihr euch nicht eingebildet, dass euch die Liebe aufgegeben habe, oder dass ihr die Liebe aufgeben könnt. Ihr tanzt um sie herum, ihr könnt die Rollos herunterlassen, ihr könnt euch eure Augen herausweinen, Liebe aber bleibt, sie kann nicht herausgeworfen werden, nicht fortgehen oder irgendetwas tun, es sei denn, dich aufzufüllen. Niemals ist Liebe absent. Ihr habt Proben von Liebe gesehen, und die Proben als die Liebe selber bezeichnet, während die Liebe derart viel mehr ist, denn ihr euch jemals eingebildet habt, was sie sei.