HEAVEN #853 Eine Zeit zum Ernten
EINE ZEIT ZUM ERNTEN
Was, hast du gedacht, meinte es, als du hörtest, es gebe eine Zeit, um zu weinen, und eine Zeit, um zu lachen? Hast du gedacht, es gebe ausschließlich Weinen? Und wie steht es mit einer Zeit, um zu pflanzen, und mit einer Zeit, um zu ernten? Hast du dich nur an eine Zeit erinnert, um zu pflanzen, und eine Zeit vergessen, um zu ernten?
Deine Zeit, um zu ernten, ist gekommen.
Was du auch denken magst, du habest es getan, du hast in gute Erde gepflanzt, und nun bist du dabei, zu ernten. Mache dich bereit dafür. Die Zeit ist da, wann die Saaten, die du ausgebracht hast, Früchte tragen.
Fange an, in deinem Obstgarten herumzugehen. Du wirst die Blüten bemerken. Sie sprossen hervor. Aus den Blüten kommen Früchte. Die Äpfel auf einem Baum fangen klein an, dann wachsen sie, und dann, fast versiehst du dich, sind sie fertig. Jetzt soeben ist die Zeit da, um hinauszugehen und jene Äpfel zu pflücken, die du gepflanzt hast und bei dir in deinem Geist herangewachsen sind. Es wäre schade, das nicht zu tun.
Ein Baum voller Segnungen wächst in deinem Garten heran. Vielleicht hast du vergessen, dass du ihn gepflanzt hast. Und deine Aufmerksamkeit hat zu sehr darauf gelegen, was sich zutragen könnte, dass du vergessen hast, das einzusammeln, was dir gilt, es aufzulesen.
Wachstum, das ist unumgehbar, scheint immer anzudauern, jedoch sind auf einmal die Reben herangewachsen, und die Trauben warten darauf, zu Wein gepresst zu werden.
Du möchtest sowohl bei den Äpfeln als auch bei den Trauben nicht, dass sie fahl werden. Sie warten auf dich, dass du sie pflückst. Gib ihnen jene Freude, ihre Überfülle entgegenzunehmen. Sie haben ihre Frucht für dich getragen, und sie halten jetzt ihre Äste zu dir hinaus.
Und sobald du so viele Früchte in deinem Garten hast, gib sie an Andere weiter. Das ist die Bedeutung von Geben. Das ist die Bedeutung von Zehnten Geben. Du weißt, du hast genug, um es mit Anderen zu teilen. Du hast so viel, dass du etwas extra hast. Du möchtest nicht unter deinem Baum sitzen, und alle Äpfel selbst essen.
Es gibt infolgedessen eine Zeit, um zu pflanzen, eine Zeit, um zu ernten, und eine Zeit, um zu geben. Auf diese Weise wird die Freude zum Wachsen gebracht.
Du magst gedacht haben, du befändest dich dabei, auf einen endlosen Berg zu steigen. Du bist immer weiter gestiegen, aber du begannst zu denken, dass du den Gipfel nie erreichen wirst. Du begannst zu denken, es gebe keinen Gipfel, der zu erreichen ist.
Jedoch zuguterletzt, ganz zum Schluss, im Zeitraum eines Augenblinzelns, birst du durch die Wolken, und hier bist du, mit all der Schöpfung vor dir, die Sonne scheint aufs Hellste, du mit dem Himmel in deinem Handinneren. Und danach möchtest du deine Freude mit Anderen teilen. Das ist kein Spaß nur für dich selbst. Du möchtest, dass Andere das sehen, was du siehst. Du möchtest hinausrufen und deine Freude gemein haben.
Die Wahrheit heißt, du möchtest alles teilen. Selbst dann, wenn du es für dich behältst, würdest du so gerne teilen, sofern du doch nur wüsstest, dass es sich um eine Überfülle handelte. Sobald du auf der Spitze des Berges weithinaus sehen kannst, erkennst du, du wirst die Sicht nicht einbüßen, indem du sie teilst. Du erkennst, die Anderen, die kommen, werden ebenfalls ihre Freude auf dem Gipfel mit dir gemein haben. Sie werden deine Freude zum Rieseln und Kräuseln bringen. Ihr alle werdet Wellen der Freude werden. Wie unübersehbar groß ist doch eure Freude!
Der Beweggrund für das Teilen lautet nicht, höflich oder uneigennützig zu sein. Er lautet: Teilen erzeugt mehr Freude. Im Grunde genommen möchtest du die Erde nicht für dich selbst behalten. Du hättest es nicht gerne, alles davon zu haben und niemanden daran teilhaben zu lassen. Du würdest dich hinterblieben fühlen, sofern du niemanden hättest, um ihm zu sagen: „Komm, schau. Sieh, was ich sehe. Komm, nimm dir auch etwas. Komm mit mir.“
Das sind schöne Worte - 'Komm mit mir'. Und somit sage Ich sie jetzt zu dir. Komm mit Mir.

