HEAVEN #852 Eine Welt ungeahnter Schönheit
EINE WELT UNGEAHNTER SCHÖNHEIT
Das Gegenteil von Flexibilität ist Rigidität. Anhaftung ist Rigidität. Flexibilität ist Strömen. Ihr habt es gerne, eure Enten in einer Reihe aufzustellen, aber, Meine Kinder, so etwas gibt es nicht. Enten watscheln da hin, dort hin. Ihr kontrolliert das Leben nicht. Ihr ladet ein, ihr heißt willkommen, ihr geht mit dem Leben als einem bereitwilligen Partner einher. Ihr folgt seinen Tanzschritten, so gut ihr es könnt.
Tänzer schwingen das Tanzbein, und du und dein Leben sind ebenso. Ist das Leben nicht fantastisch? Wer könnte es sich zusammen fantasieren? Wer hat die Musik komponiert, und wer spielt sie, und was befindet sich auf der Bühne? Und gibt es mehr am Leben als die Ouvertüre? Und wo passt du da rein?
Das Leben ist nicht ganz so choreographiert wie eine Tanznummer. Das Leben hat ein Leben aus sich selbst heraus. Du kannst es anheuern, aber du kannst es nicht handhaben. Manchmal tanzt du vorneweg im Leben. Manchmal tanzt das Leben dir vorneweg. Das Leben wird dich ganz bestimmt überraschen, wieso bist du demnach überrascht?
Von Zeit zu Zeit möchtest du, dass das Leben vorhersagbar ist. Du möchtest sagen, wie, wann und wo. Du möchtest all die Antworten haben, bevor du überhaupt die Fragen kennst. Du möchtest deine eigenen Fragen beantworten, sobald du sie hast.
Du bist dir sicher, du weißt, was zu sein dein Leben bestimmt ist, jedoch ist das nicht immerzu dasjenige, was dir gegeben wird.
Lockere deinen Halt am Leben ein wenig. Lasse die Zügel los. Es ist ohnehin eine Charade, an der du festhältst. Und dennoch bist du nichtsdestotrotz mit den Zügeln verbunden, und du bist der Halter von ihnen.
Du kannst dir nicht austräumen, wie alle die Zügel miteinander verbunden sind. Wenn du das könntest, würdest du das Leben ändern. Es ist derart leicht, ein Kritiker zu sein. Es ist derart leicht, dass du sogar Gott kritisierst. Wenn es nach dir ginge, würdest du das Universum aufmotzen. Und gleichwohl, deine Hand würde aufs Entschiedenste zittern, wenn du dann mal dran wärest. Du würdest den Tod des Körpers abschaffen - oder nicht? Würdest du denn den deinen so gerne die ganze Zeit herumkarren? Du würdest gerne alles im Voraus wissen und würdest gerne keine Entdeckungen zu machen haben - oder doch nicht?
Nachdem du schließlich deine Entscheidungen gefällt hättest, hättest du deine Kritiker. Du könntest dich sogar selbst kritisieren. Und das verbringt uns in aller Gänze in einen Kreis.
Das Leben ist zirkular, und es dreht sich im Kreis, und du entwickelst dich. Manchmal denkst du, du entwicklest dich nicht, und dass es bei der Welt ebenfalls nicht der Fall sei, und das zeigt dir an, wie viel du weißt. Denn die Welt dreht sich, und sie blättert ein neues Blatt auf, und du bist Teil des Universums, was sich dreht. Tatsache ist, du bist der Dreher von ihm.
Du bist derart mittendrin, dass du das des Öfteren nicht bemerkst. Du denkst dauernd, du seist dort, wo du gewöhnlich warst; du meinst dauernd, du seist dort, wo du dachtest, du seist dort für gewöhnlich. Jedoch bist du bereits mit der einen Seite durch, und nun ist es an der Zeit, umzublättern und die andere Seite offenzulegen. Und eben das ist es, was Wir gemeinsam tun. Das ist Unser Projekt.
Du kennst die Schritte nicht. Du brauchst sie nicht zu kennen. Du kennst das Wie nicht. Du brauchst das Wie nicht zu kennen. Höre zu. Alles, was zu du kennen brauchst, ist die Richtung, in die du dich bewegst. Was ist dein Bestreben für die Welt? Dann bestrebe es.
Auf die Erde hin projiziert, bist du hier, um Meine Träume zu erfüllen. Ich träumte von dir, und du kamst zum Vorschein. Und, wovon du träumst, das wird ebenfalls zum Vorschein kommen. Es ist nötig, davon zu träumen. Sobald du dir einmal davon eine Vorstellung gemacht hast, wird es vorgestellt. Du hast gezögert, von einer Welt zu träumen, die von unglaublicher Liebe durchtränkt ist, weil du nicht andersartig oder töricht erscheinen oder enttäuscht sein wolltest. Und aus diesem Grunde haben Andere in der gleichen Sache auf dich gewartet, und alle sind in der lieblichen Welt, die Ich erschaffen habe, enttäuscht worden. Du bist genau deswegen enttäuscht worden, weil du dich selbst nicht berufen hast.
Träume nunmehr von einer Welt von ungeahnter Schönheit und Frieden und guten Willens, von der du zuvor noch nie gewagt hast zu träumen. Deine Träume sind nicht umsonst.

