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HEAVEN #850 Einsamkeit ist weit hergeholt

EINSAMKEIT IST WEIT HERGEHOLT

Bist du in einer Menschenmenge oder alleine, einen großen Unterschied gibt es da nicht. Gleich welche Umstände, du befindest dich in der Gesellschaft von dir selbst.

Du hast die Einsamkeit in einer Menge genauso gut kennengelernt wie bei dir selbst. Jedwede Einsamkeit ist eine Vergeudung deines Gedankens. Das Empfinden der Einsamkeit kommt von deinem Denken, von deinem irrtümlichen Denken, dass du alleine, unbekannt, ohne Fürsorge sein könnest.

Du versuchst deine Einsamkeit herunter zu schlucken. Du redest laut und sagst: „Schaue mich an, ich bin hier.“ Oder du sagst leise: „Macht nichts aus.“ Oder du sagst beides zum einen oder anderen Zeitpunkt. Heranziehen oder wegschubsen. Näher kommen oder fort gehen. Hier bleiben oder nie kommen.

Du lechzt nach Aufmerksamkeit. Wie du dich danach sehnst, anerkannt zu werden! Unterdessen ist es an dir, der anzuerkennen hat. Du suchst nach Selbstverwirklichung, gleichwohl bist du derjenige, der den einen Gedanken, wie er sich über einen anderen Gedanken erhebt, bejaht.

Die Rückkoppelung, die du nötig hast, ist das, was du dir selbst zureichst. Niemand von außen her kann dein Herz beruhigen. Sprich, nicht für längere Zeit. Selbstverständlich, Ich beruhige dich, aber Ich bin nicht von außen her.

Und dennoch, um Selbstverwirklichung zu erlangen, hast du deiner Aufmerksamkeit auf dich selbst ledig zu werden. Ichbezogenheit ist der Ichbezogenheit dienlich. Deine Gedanken bewegen sich in einem kleinen Kreis, wenn sie von dir handeln. Sie gehen von Selbstmitleid zu Selbstverherrlichung. Du denkst etwa, niemand verstehe dich. Jedoch bist du es, der nicht versteht. Du denkst vielleicht, niemand nehme dich zur Kenntnis, jedoch bist du derjenige, der nicht zur Kenntnis nimmt. Warst du nicht an im Kreis herumführende Gedanken gewöhnt, die dich des Öfteren beiseite, vereinzelt und isoliert halten?

Letzten Endes bist Du derjenige, der sich selbst mitbekommt und versilbert, oder der dich selbst diskontiert.

Höre deinen Klagen zu. Welche Worte du auch immer gebrauchst, du sagst, zweifelsohne oder im Großen und Ganzen: „Ich werde nicht wert geschätzt.“ Oder: „Ich werde nicht genug wert geschätzt.“ In der einen oder anderen Form sagst du: „Ich habe es nötig, mehr geliebt zu werden“, oder sogar: „Ich werde überhaupt nicht geliebt.“ So oder so, du redest dir selbst ein, dass du leidest und dass alleine nur du leidest.

Das Wort „I“ [ich - ThB] wird im Englischen, das ist recht weise, groß geschrieben.

Wenn du es gerne siehst, dass du die Art und Weise, wie du auf das Leben und auf den Ort in ihm schaust, änderst, dann versuche in deinem Geist, sobald du das Wort „ich“ äußerst, es in 'Mein Name, Gott' zu ändern. Du wirst anfangen, das Wahre und das Falsche dessen, was du sagst, oder das Akkurate und das Törichte zu hören. Alle Gespräche sind mit dir selbst.

Und wenn du das Wort „du“ sagst, versuche es in deinem Geist in 'Gott' zu ändern. Die unbezwingbare Wahrheit lautet, dass Gott zu Gott redet, und dass deine Gedanken von größerem Nutzen sein werden, wenn sie Mich im Sinn haben.

Probiere Folgendes aus: Anstatt zu denken „Was möchte ich heute tun?“, denke „Was möchte Gott heute tun?“ Anstatt jemandem gegenüber zu sagen „Was schaust du gerade an?“, sage „Was schaut Gott gerade an?“

Das gesamte Timbre deines Tages wird sich verwandeln, sobald du dich darauf besinnst, Wer du bist, und sobald du dich daran erinnerst, dass jeder andere der gleiche Wer, Du/Ich, das Wir von Uns, ist.

Wie unvollkommen doch die Sprache ist! Die Grammatik irrt sich. Es gibt kein Objekt. Es gibt keinen Plural. Es gibt nur das Subjekt, und nur Singular. Und gleichwohl, es gibt kein individuell, deswegen gibt es auch kein singular. Es gibt einzig Einssein.

Die Sprache ist befrachtet mit Unwahrheit. Die Sprache trat in Erscheinung, um das Unwahre abzuschildern. Das Wahre hat keine Nachfrage nach Sprache. Das Wahre übersteigt die Sprache.

Freillich rate Ich euch, auf eure Zunge zu achten, und insbesondere auf eure Gedanken, die zu Worten ausgeformt werden. Ändert eure Worte. Ändert euren Geist. Ändert euer Denken.