HEAVEN #799 Heute ist eine andere Geschichte
HEUTE IST EINE ANDERE GESCHICHTE
Deine Verbundenheit mit Mir ist nichts Zerbrechliches. Deine Wahrnehmung Unseres Einsseins ist es indes.
Manchmal horchst du auf zu viel anderes, und kannst Meinen Herzschlag nicht hören. Du hörst nur die Verneinung der Welt und dein monotones Echo des Dröhnens der Welt. In jenen Zeiten verblasst Unsere Union in Vergessenheit, so, als gäbe sie es überhaupt nicht. Deine Myriaden an Gedanken übertönen Mich, so, als gäbe es für Mich keinen Raum, für Mich, Der überhaupt keinen Raum verbraucht. Hin und wieder, wann du ein Anheben des Herzens am Meisten nötig hast, ist dies dann der Fall, wenn du es schwer hast, Mich zu hören, schwer hast, Meine Hand auf der deinen zu sehen, schwer hast in Bezug auf das Leben und schwer in Bezug auf dich selbst.
Wenn du nicht so schwer auf dir liegen würdest, würdest du nicht verzweifeln. Deinetwegen verzweifelst du. Es sind nicht die Umstände, wie du es dir gerne vorstellst. Es bist du selbst, den du anklagst. Du klagst dich selbst dafür an, dass du etwas, was dir unterkommt, nicht gerecht wirst, etwas, bei dem du dich entschieden hast, du solltest ihm gerecht werden. In der einen oder anderen Art hat dich die Welt nicht gewürdigt, und du nimmst das als einen Dolch in deinem Herzen. Du beginnst zu spüren, dass du keinen Erfolg hattest, weil etwas nicht so ist, wie es deines Erachtens hätte sein sollen.
Tilge das Gestern aus deinem Herzen. Die Vergangenheit ist eine zu große Last, um sie zu tragen. Sie kann dich nur herunter ziehen. Lasse die Vergangenheit fallen, und dein Herz ist erleichtert.
Theoretisch verstehst du es, verstehst du etwas vom Loslassen der Vergangenheit. Jedoch hängst du an ihr wie an einer alten Schachtel, die du durchzusortieren hast. Du hast Angst, es befindet sich darin etwas Wertvolles, was du hinauswerfen könntest. Obwohl es keinen Raum gibt, um sie aufzubewahren, obwohl sie dich herunter zieht, obwohl sie eine Bürde ist, bewahrst du sie im Keller oder auf dem Dachboden auf. Du bewahrst die Vergangenheit auf, wie einen alten, von Motten zerfressenen Schal, von dem du dich nicht trennen magst. Du möchtest ihn behalten, um ihn für den Fall herausnehmen zu können, wann du mit einer Hand über ihn streichen möchtest. Er hält eine Assoziation inne, die los zu lassen du noch nicht so richtig bereit bist.
Das mag so eine einzelne Gegebenheit sein, wann dein Geist sich vor dein Herz setzt. Dein Herz sagt, ihn aufzubewahren, selbst dann, wenn dich das aufhält. Dein Geist indessen sagt: "Was machst du da? Wirf ihn hinaus!"
Die Vergangenheit ist eine Sucht, und sie hat dich unter ihrer Knute. Bereits ein Augenblick zuvor ist die Vergangenheit. Das kann dir den Anschein abgeben, dass du nicht zu ihr aufholen kannst, und dennoch lässt du die Vergangenheit sich an dich klammern. Glücklich oder traurig, die Vergangenheit muss sich zurückziehen. Du kannst das Band durchschneiden und die Vergangenheit dort lassen, wo sie liegt. Das kannst du. Räume die Vergangenheit aus deinem Weg. Sobald du aus der Vergangenheit heraus flutscht, landest du im Heute. Du erscheinst unschuldig, unschuldig ohne Vorhersagen, denn Vorhersagen fußen auf gestern. Sobald du nicht mehr länger an gestern denkst, bedauerst du nicht mehr. Sobald du die Vergangenheit hinter dir lässt, ist Versagen kein Konzept mehr, ganz bestimmt keines, wonach du lebst.
Du kannst heute bei etwas nicht zu niedrig liegen, weil es nichts gibt, was du unterschreiten kannst. Ohne Vergangenheit in deiner Obhut - wonach hast du zu bemessen werden? Es gibt keine Schachtel, in die das Heute hineingelegt werden kann. Du hüpfst heute entlang ohne Bemessungen, ohne Vergleiche und ohne lange Gesichter. Heute kann sein, was es ist. Würdest du nicht heute genießen, sofern du keine Aufbauten der zahlreichen Gestern um dich hättest?
Heute kann nur zum Erfolg führen. Es ist hier, alles ist bereit für dich. Es ist ein Blumenfeld. Es muss kein Feld voller Rosen und Osterglocken für dich sein, damit du hindurch spazieren kannst. Trete in das Feld namens Heute ein.

