HEAVEN #788 Segne jede Seele auf der Erde
SEGNE JEDE SEELE AUF DER ERDE
Das Leben ist wie ein Laden, in dem es alles Mögliche gibt. Da sind derart viele Dinge dargeboten. Du kannst sie nicht alle kaufen, genauso sprechen dich nicht alle Waren an. Das müssen sie auch nicht. Jedoch sind sie für jemanden hier; es gibt jemand, der die Waren möchte, die du nicht möchtest.
Manchmal, nur manchmal, denkst du, der Laden des Lebens sollte reguliert werden. Du würdest etliche der Varietäten fortschaffen. Du würdest die Wahlen Anderer einer Genehmigung unterziehen. Manchmal würdest du gern etwas herauslesen und für Andere wählen. Du vergisst, jede Seele auf der Erde hat seinen eigenen Herrschaftsbereich.
Du hast genug zu tun, deine eigenen Entscheidungen zu fällen. Du hast genug, für dich selbst eine Auslese und die Wahl zu treffen. Aus einer kleinen oder weiten Entfernung vom Leben eines Anderen her scheint es leichter, für einen Anderen zu entscheiden. Besser, dem Leben ein Segner sein, als jemand sein, der auch nur ein winzigste Bruchstück von ihm aus der Umgebung eines Anderen fortnimmt. Sei kein Gesetzgeber.
Je weniger Erforderlichkeiten du für dich selbst oder für Andere aufstellst, desto sachter ist das Leben. Je sachter du das Leben machst, desto sanfter findest du es. Entscheidungen, die du für Andere triffst, sind harte Mauern, in die sie springen, und auch du springst in sie.
Sobald du einmal etwas von einem Anderen fortnimmst, bestellst du dich selbst als Wächter, um sicherzustellen, dass deiner vorgeblichen Rechtsprechung nachgekommen wird. Ein Wächter muss der Definition nach von einem bestimmten Aussichtspunkt herkommen, anderenfalls sind seine Gesetze zu nichts nutze. Er wird zu einem Nein-Sager.
Sei vielmehr ein Freiheit-Geber. Gib zunächst dir selbst Freiheit, Freiheit davon, Einspruch zu erheben, was Andere tun oder nicht tun sollten. Ich gab dir die Freiheit der Wahl. Hast du mehr Autorität als Ich?
Manchmal gerätst du derart stark in deine eigene Selbstgerechtigkeit, dass du Andere im Stich lässt. Du entlässt sie aus der Welt. Du ziehst sie sozusagen heraus. Mit der Pinzette stellst du sie auf die Seite.
Wirf nun die Pinzetten deines Geistes fort.
Lasse dich in eine umfassendere Perspektive nieder. Sieh Größeres. Keine Kurzsichtigkeit mehr für dich, Meine Geliebte, Mein Geliebter. Du bist von umfassender Sicht und zu umfänglich, um dich in mit Stacheldraht versehenen Gedanken unterzutauchen. Nun befindest du dich in einem neuen Horizont des Denkens. Befördere dich selbst zu einer neuen Aussicht, bei der Dürftigkeit nicht möglich ist.
Währenddessen deine Sicht weiter wird, macht dein Herz das gleiche. Wie verbunden dein Herz doch mit deiner Sicht ist! Deine Sicht pumpt dein Herz hoch oder zieht es herunter. Habe Mitempfinden für alle Seelen in der Welt, selbst wenn sie eine andersartige Sicht als du haben. Sei so beschäftigt, auf Mich zu schauen, dass du weder Zeit noch Verlangen hast, auf Andere herunter zu schauen. Von einer höheren Sicht her schaust du nicht hinunter. Du siehst hinein und du siehst höher, und, im Verlauf deiner Freisetzung, bringst du Andere mit dir.
Mache dich selbst und Andere von der Knechtschaft frei. Alle Gesetze, die du ausgibst, sind Unfreiheit. Dereguliere deine Gesetze. Es gibt ein einziges Gesetz, und das ist das Gesetz der Liebe.
Stelle sicher, dass du gut mit dir selbst umgehst. Lockere deinen Griff auf dich selbst und auf dein Leben. Das Leben leben ist nicht dafür bestimmt, straff zu sein. War dein Leben nicht so? Du hast dich selbst beschränkt. Du hast dich selbst vom Leib gehalten. Entspanne dich. Entspannen meint gehen lassen. Lasse, was auch immer, los, was du festgehalten hast. Entspanne deinen Griff. Entspanne deinen Zugriff auf das Leben. Lasse es seinen Weg gehen. Je mehr du das Leben los lässt, desto näher kommt es zu dir heran, und desto mehr von ihm wirst du haben.
Natürlich setze Ich Leben mit Liebe gleich. Hast du nicht die Liebe in deinem Herzen zu Gunsten von Gesetzen abgeblockt? Wenn du dich selbst von den Beschränkungen, die du dir selbst und Anderen auferlegt hast, befreist, tritt Liebe in Erscheinung.

